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19. November 2008, 17:19 Uhr

Milliardärsleichnam aus Gruft gestohlen

Diese Tat gibt der Polizei in Velden am Wörthersee Rätsel auf: Unbekannte haben den Sarg und den Leichnam des vor zwei Jahren gestorbenen Milliardärs Friedrich Karl Flick vom Friedhof der Stadt entwendet. Das Mausoleum wurde vermutlich bereits am vergangenen Wochenende geschändet.

Milliardär Flick, Friedrich Karl Flick, Sarg verschwunden, Friedhof Kärnten

Grab geschändet: Sarg und Leichnam des Milliardärs Friedrich Karl Flick wurden gestohlen© Gert Eggenberger/AP

Der Sarg mit der Leiche des vor zwei Jahren gestorbenen deutschen Milliardärs Friedrich Karl Flick ist aus dem Mausoleum im österreichischen Kärnten gestohlen worden. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Mittwoch berichtete, wurde die Grabstätte in Velden am Wörthersee vermutlich am vergangenen Wochenende geschändet. Außer ein paar Kratzern am Granitstein gebe es keinerlei Spuren. Auch ein Motiv für die Tat ist noch nicht bekannt, die Polizei schließt aber Erpressung nicht aus.

Steinplatten wiegen mehrere 100 Kilo

Das Landeskriminalamt ermittle auf Hochtouren, sagte Polizeipressesprecher Gottlieb Türk der APA. Nach seinen Angaben waren einem Zeugen Beschädigungen an den schweren Granitplatten als Sarg-Abdeckung aufgefallen, er benachrichtigte die Polizei. Die Beamten entdeckten dann, dass der Sarg mit der Leiche Flicks fehlte. Da die Steinplatten mehrere 100 Kilo schwer sind, gehen die Ermittler von mehreren Tätern aus. Der Sarg sei vermutlich mit einem Lastwagen abtransportiert worden.

Flick war am 5. Oktober 2006 in seiner Villa am Südufer des Wörthersees nach schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren gestorben. Er hinterließ eine Frau, vier Kinder und ein geschätztes Vermögen von fünf bis sechs Milliarden Euro. Der Milliardär war 1985 nach dem Verkauf des Flick-Firmenimperiums nach Österreich gezogen und heiratete dort die Kärntnerin Ingrid Ragger. 1991 entführten Kriminelle ihren Bruder und forderten mehrere Millionen an Lösegeld. Die Entführung endete unblutig, die Täter wurden verhaftet und verurteilt.

DPA
 
 
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