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3. Februar 2012, 19:29 Uhr

Radioaktives Wasser strömt durch Leck ins Reaktorgebäude

Aus dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind dem Betreiber zufolge in dieser Woche mehr als acht Tonnen radioaktives Wasser ausgelaufen. Mittlerweile konnte das Leck wieder abgedichtet werden.

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Dieses Foto aus Reaktorblock 4 des Atommeilers Fukushima zeigt das ausgetretene radioaktive Wasser© Tokyo Electric Power Co/Handout/Reuters

Aus einem der havarierten japanischen Atommeiler in Fukushima sind in dieser Woche 8,5 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgelaufen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power (Tepco) berichtete, floss das Wasser aus dem Reaktor, trat aber nicht aus dem Gebäude aus. Die Belastung durch Strahlung sei nur gering gewesen.

Das Leck sei nach Betreiberangaben am späten Dienstag am Reaktorblock 4 entdeckt worden. Vermutlich sei ein Rohr wegen der Kälte geplatzt. Tepco hatte das ausgetretene Volumen zunächst auf sechs Liter geschätzt. Innerhalb von Block 4 befinden sich keine Brennstäbe. Kenji Sumita von der Osaka-Universität erklärte, der Zwischenfall sei kein Grund, sich Sorgen über andere Reaktoren zu machen. "Über einen Vorfall wie diesen hätte man vor dem Fukushima-Desaster nicht berichtet", sagte er.

Nur noch drei von 54 Atomkraftwerken am Netz

Das Atomkraftwerk etwa 240 Kilometer nordöstlich von Tokio war am 11. März bei einem schweren Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami schwer beschädigt worden. Nach Kernschmelzen und Strahlungslecks wurden weite Landstriche evakuiert. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete verlassen.

Das Unglück hat das Vertrauen der Japaner in die Atomtechnologie erschüttert und zu seinem Umdenken bei der Energieversorgung geführt. Gegenwärtig sind noch drei der 54 AKW des Landes in Betrieb. Sollte es keine neuen Genehmigungen geben, könnten alle bis Ende April vom Netz genommen werden. Die Regierung geht davon aus, dass dann pro Jahr 30 Milliarden Dollar zusätzlich für Energie ausgegeben werden müssten.

Reuters/AFP/DPA
 
 
 
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