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Mindestens zwölf Menschen sind bisher durch den Wirbelsturm "Ike" in Texas ums Leben gekommen. In der besonders stark betroffenen Region Galveston konnten Einsatzkräfte 2000 Menschen in Sicherheit bringen, die in ihren Häusern geblieben waren. In dem US-Bundesstaat ist die größte Such- und Rettungsaktion der Geschichte angelaufen.
Mit ungebremster Kraft steuert "Ike" auf die Küste von Texas zu. Betroffen ist vor allem die Gegend um die Galveston Bay. Dort wurde die Bevölkerung in ungewöhnlich drastischen Worten zur Evakuierung aufgefordert. Wer bleibe, werde "den sicheren Tod" finden. Gefahr droht vor allem durch eine gewaltige Flutwelle.
Der Hurrikan "Rita" wurde in die Kategorie 4 hochgestuft. Er könnte genauso heftig werden wie der Wirbelsturm "Katrina", der New Orleans verwüstet hatte. US-Behörden bereiten Evakuierungen vor.
Zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht vor dem Hurrikan "Rita". Die ersten Regenfälle haben bereits eingesetzt. Auf den Straßen von Louisiana und Texas herrscht Chaos.
Am Golf von Mexiko spitzt sich die Lage zu: "Rita" ist der drittstärkste Hurrikan, der je beobachtet wurde. Wo genau er auf die US-Küste treffen wird, ist aber noch unklar. Die Vorkehrungen laufen auf Hochtouren.
Eines ist sicher, beim Fliegen wird sich wieder einiges ändern. Werden die Gepäckfächer und Toiletten im Flugzeug bald zu bestimmten Zeiten verschlossen? Seit 1.1.2010 darf man in Galveston kaum noch rauchen. Selbst vor dem Eingang von Kneipen und Bars muss man mindestens "15 feet" Abstand halten, wenn man rauchen will. Galveston, das Ausflugs- und Partyziel erholt sich immer noch von Hurricane Ike und reiht sich nun in die Städte mit dem 'strictest smoking ban' ein. Gerüchten zu Folge ist der Verkauf der Bumper Sticker mit dem Titel "At least I can still smoke in my car!" sprunghaft angestiegen. Anyway…Happy New Year 2010!!!
Turkey oder Ham? Dressing oder Stuffing? Diese Fragen stellen sich in vielen US-Haushalten öfters vor Thanksgiving Nicht zuletzt, wenn im Radio in meiner Stamm-Morning Show die Turkey-Songs erklingen, steht Thanksgiving vor der Tür. Eines meiner Lieblingslieder ist z.B. "Sympathy for the Turkey", das nach dem Stones Hit "Sympathy for the Devil" gecovert wurde. Es ist mittlerweile ein Klassiker. Wer mal reinhören möchte: "Turkey-Song" Wir sassen alle zusammen an einer langen Tafel, die mit leckeren traditionellen Speisen gedeckt war und liessen es uns schmecken. Schinken, Truthhahn, Cranberry-Sosse, Yam's (Süsskartoffel), 'Dressing' und Kürbiskuchen waren reichlich aufgetischt. Der riesige Makaw-Vogel, der mit dem Bruder aus Galveston im Haus Einzug gehalten hatte, gab eine lustige Backgroundkulisse ab, denn ab und zu fing er an zu singen oder zu schreien. Es wurde viel erzählt und gelacht, später wurden Spiele gespielt. Die Mädchen sahen sich das Spiel der Dallas Cowboys im Fernsehen an und die "Männer" sassen draußen auf der Veranda und rauchten Zigarre. Wir spielten mit unserem Sohn "I spy", die englische Variante von "Ich sehe was, was du nicht siehst". Es war ein schöner Abend, an dem wir nicht nur das Essen, sondern auch die herzliche Gastfreundlichkeit unserer Freunde genossen haben und einmal mehr daran erinnert wurden, dass man auch für die alltäglichen Dinge im Leben, die wir so oft als gegeben hinnehmen, dankbar sein sollte.
Als ich im Hotelzimmer in Dallas die "Dallas Morning News" aufschlage, springen mir Schlagzeilen entgegen wie: "Ike, der Monstersturm, Killersturm, Zerstörer". Wir waren am Vortag in das 220 Meilen nördlich gelegene Dallas gefahren, so wie wir es schon länger geplant hatten, denn wir hatten Karten für das 'Eagles Konzert' erstanden. Mein Bruder war glücklicherweise schon einen Tag vorher in Houston eingeflogen und so konnten wir alle Houston den Rücken kehren bevor "Ike" eintraf. Aber jetzt waren wir natürlich auf die neuesten Nachrichten in Fernsehen und Zeitung angewiesen. Die Bilder von Galveston waren schockierend. Da, wo sonst in Strandnähe ein beach house hinter dem anderen stand, sah man nur noch einen einzigen grossen Haufen mit Holzbruchstücken. Das Regengebiet, das am Samstag nach dem Sturm über Houston zog, brachte zusätzliche Regenmassen ueber die ohnehin schon arg gebeutelten Regionen. Viele Strassen und selbst Highways standen unter Wasser. Genauere Informationen bekamen wir über Handy von Freunden und Nachbarn, die in Houston geblieben waren: kein Strom, kein Benzin, die Strassen blockiert mit umgestürzten Bäumen oder abgebrochenen Aesten, die Wasserversorgung noch unklar. Bei der Rückfahrt von Dallas nach Houston wird uns schnell klar, mit welcher Intensitaet Wind und Sturm gewütet hatten. Ab Huntsville sind entwurzelte Bäume und umgeknickte Schilder zu sehen. In unserem Wohngebiet sind umgeknickte Bäume und Aeste am Strassenrand stumme Zeugen dafuer, dass "Ike" auch hier gewuetet hat. Der Park mit Spielplatz ist heller als sonst, da viele Baeume fehlen. Die Aufräumungsarbeiten sind im Gange, aber es gibt weder Strom, noch Gas, noch Telefon oder Wasser. Fernsehempfang gibt es nur ueber eine alte terrestrische Antenne und an Internet-Service ist nicht zu denken. Im Haus kontrolliere ich sofort, ob alles in Ordnung ist, jedoch der gewohnte Griff zum Lichtschalter bleibt unbeantwortet. Ich schmeisse als erstes den Generator an, um wenigstens etwas Strom im Haus zu haben, z.B. fuer den Ventilator, der etwas frische Luft ins Haus blaest um Schimmel vorzubeugen. Alles, was im Kuehl- und Gefrierschrank war, muss in den Müll. Die Schadensbilanz fuer Haus und Grundstück ist gering. Bis auf einen Zaun und 2 Baume steht alles noch. Ein paar Dachschindeln muss ich erneuern, aber ich war froh, dass es keinen Wassereinbruch gab. Mein Nachbar hatte weniger Glück. Auf seinem Haus liegt bislang immer noch eine ca. 30 Meter hohe Kiefer, die Dach und Fassade massiv beschädigt hat. Bei unseren Freunden landete ein Baum im Pool und anderen Bekannten fiel ein Baum auf's Auto. Was wie immer in so einer Situation auffällt, ist die Hilfsbereitschaft der Nachbarn. Jeder hilft jedem, egal ob Wasser oder Benizn fehlt oder der Stom vom Generator verborgt wird, um den Gefrierschrank mit den vielen Steaks zu retten. Es ist durchaus ueblich eine halbe Kuh zu kaufen und diese portioniert einzufrieren. Schule ist die ganze Woche nicht und wann der Strom wiederkommt, bleibt abzuwarten. Das Summen der Generatoren ist allgegenwärtig. Galveston hat es am Schlimmsten getroffen. Die Menschen, die dort ihr Zuhause hatten, warten immer noch darauf, zurückkehren zu dürfen. Viele haben alles verloren. Es wird Monate dauern, bis dort so etwas wie Normalität einkehrt. Ich hoffe für alle das beste und möge sich die lage schnell normalisieren. (Ich tippe bei Kerzenschein und hoffe ich kann dies bei meinem Kumpel Matthias posten in der Hoffnung man möge mir den einen falschen Apostroph oder grammatikalischen Fehltritt diesmal verzeihen... Selbst Downtown Houston wurde nicht von der Zerstörung verschönt. Matthias hatte das Foto vom Chase Tower gemacht. Die hellen Fenster sind mit Sperrholz vernagelt.
Nach dem zerstörerischen Zug des Hurrikans "Ike" an der texanischen Golfküste ist die größte Such- und Rettungsaktion in der Geschichte des US-Bundesstaates im vollen Gange. Besonders die Menschen in den überfluteten Landstrichen südöstlich von Houston benötigen dringend Hilfe.
Monstersturm "Ike" hat sich abgeschwächt, trotzdem hinterlässt er eine Spur der Verwüstung: An der texanischen Küste sind Städte überflutet, Häuser brennen, Millionen Menschen haben keinen Strom. Die Metropole Houston bleibt aber voraussichtlich von der vollen Wucht des Hurrikans verschont.
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