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Israelische Granaten töten acht Kinder

Bei einem israelischen Panzerangriff im Gazastreifen sind 18 Palästinenser, darunter acht Kinder, ums Leben gekommen. Die palästinensische Regierung spricht von einem "Massaker".

Bei einem israelischen Panzerangriff auf Wohnhäuser im Gazastreifen sind mindestens 18 Menschen im Schlaf getötet und 40 verletzt worden. Unter den Opfern sind nach Klinikangaben auch acht Kinder. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verurteilte den Angriff als "schreckliches Massaker der Besatzungsmacht an unseren Kindern, Frauen und Alten".

13 Mitglieder von Großfamilie getötet

Fünf Panzergranaten schlugen am Morgen innerhalb von 15 Minuten in einem Wohngebiet nördlich der Stadt Beit Hanun ein, wie palästinensische Polizisten mitteilten. Die getroffenen Häuser gehörten der Großfamilie Alathamna, zu der 13 der 18 Toten gehören. Der 75-jährige Rahwi Hamad sagte, er sei von schweren Explosionen aus dem Schlaf gerissen worden. Als er aus dem Haus getreten sei, habe er blutende und schreiende Menschen gesehen. In den Häusern seien Bewohner zerstümmelt worden. "Wir sahen Beine, Hände, an die Wand geschleuderte Kopfteile".

Die israelische Armee teilte mit, es sei ein Gebiet angegriffen worden, aus dem Raketen auf Israel abgeschossen worden seien. Der Angriff sei aus großer Entfernung erfolgt. Die Armee kündigte eine Untersuchung an. Verteidigungsminister Amir Perez ordnete an, dass solange alle Artillerieangriffe auf den Gazastreifen eingestellt werden sollten. Beit Hanun stand in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt einer israelischen Offensive, bei der in einer Woche etwa 50 Palästinenser getötet wurden, zumeist Mitglieder militanter Organisationen.

Hamas will Auschluss Israels aus UN

Vor der Kamal-Adwan-Klinik im nördlichen Gazastreifen versammelten sich am Morgen mehrere tausend Palästinenser und riefen nach Rache. Der örtliche Hamas-Führer Nisar Rajan kündigte weitere Raketenangriffe und Selbstmordanschläge auf Israel an und sagte: "Alle unsere Märtyrer warten, die Rache wird kommen." Auch der Islamische Dschihad drohte Israel mit Vergeltung. In der Stadt Gaza versuchten Schüler, eine leere Vertretung der EU zu stürmen. Sie warfen mit Steinen und Flaschen. Palästinensische Polizisten hinderten sie daran, in das Gebäude einzudringen. Das palästinensische Kabinett kam zu einer Krisensitzung zusammen. Der Ministerpräsident Ismail Hanija erklärte die Gespräche über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit für ausgesetzt. Hamas-Sprecher Ghasi Hamad forderte den Ausschluss von Israel aus den Vereinten Nationen.

AP/AP
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