. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
18. Dezember 2007, 14:08 Uhr

Wann kommt das erste Kind?

Bekommen heutzutage mehr deutsche Frauen Kinder als früher? Und wie alt sind sie, wenn sie das erste Mal gebären? Am Dienstag hat das Statistische Bundesamt eine neue Studie vorgestellt: Im Schnitt sind Mütter im Vergleich zu den 60er Jahren beim ersten Kind drei Jahre älter.

Viele Frauen entscheiden sich gegen ein Kind: Der Anteil der kinderlosen Frauen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen© colourbox

Frauen in Deutschland bekommen ihr erstes Kind immer später. Im Durchschnitt werden sie erst mit 26 Jahren Mutter - drei Jahre später als noch in den 60er Jahren. Das geht aus einer Studie des Statistischen Bundesamts hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Der Anteil der kinderlosen Frauen ist danach in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Jede fünfte Frau zwischen 40 und 49 Jahre ist ohne Kind. Bei den zehn Jahre älteren Frauen liegt der Anteil dagegen nur bei 16 Prozent. In den alten Bundesländern ist die Kinderlosigkeit erheblich weiter verbreitet als in den neuen. Bei den Jahrgängen 1957 bis 1966 liegt sie im Westen mit 23 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Osten.

Die Kinderlosigkeit steigt der Studie zufolge mit dem Bildungsstand. Unter den 40 bis 75 Jahre alten Frauen ohne Abitur oder Berufsausbildung hat nur jede siebte keine Kinder. Unter den Frauen mit höherem Bildungsstand ist jede fünfte kinderlos. Den Zusammenhang zwischen Bildung und Familiengründung stellte das Statistische Bundesamt aber nur in den alten Ländern fest. Für die Studie wurden im Herbst 2006 12.500 Frauen zwischen 16 und 75 Jahren befragt. Damit sollen die herkömmliche Geburtenstatistik und der Mikrozensus ergänzt werden.

Zahl der unehelichen Kinder seit 1990 verdoppelt

Die Geburtenzahl war im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gesunken. 2006 wurden in Deutschland 673.000 Kinder geboren. Die Zahl potenzieller Mütter ist seit einem Jahrzehnt rückläufig. 1997 waren 19,7 Millionen Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 49 Jahren. Im vergangenen Jahr waren es 404.000 weniger. Dieser Trend wird sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts in den nächsten 15 Jahren fortsetzen. Die Zahl der unehelichen Kinder hat sich seit 1990 verdoppelt. Die Eltern fast jedes dritten Neugeborenen sind nicht verheiratet.

Bei dieser Entwicklung ist der Osten Deutschlands dem Westen weit voraus. In der DDR nahm der Anteil nichtehelicher Kinder bereits seit Ende der 60er Jahre rapide zu. 2006 lag er in den neuen Ländern doppelt so hoch wie in den alten bei 60 Prozent. Im europäischen Vergleich ist der Anteil der nichtehelichen Geburten in Deutschland allerdings noch relativ niedrig. In Großbritannien liegt er bei 43 Prozent, in Frankreich bei 48 Prozent und in Island sogar bei 66 Prozent.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
Aurum (20.12.2007, 06:36 Uhr)
Differenziert
Was genau ist gemeint? Frauen in Deutschland, oder Deutsche Frauen? Es dürfte ja jedem bekannt sein, daß Frauen mit Kopftuch stets 2 Kinder an der Hand, eins im Kinderwagen und eins im Bauch haben. Der Vergleich hinkt also.
"Unter den 40 bis 75 Jahre alten Frauen ohne Abitur oder Berufsausbildung hat nur jede siebte keine Kinder".... ist dies das richtige Alter für Frauen um Kinder zu Gebähren????
deinemama (19.12.2007, 23:28 Uhr)
JStahl:
Och, manchmal gibt es durchaus gute Gründe, sich von seiner Dame zu trennen. Selbst ich als Frau finde dieses ewige Pauschalisieren dümmlich. Und: Man(n) zahlt ja nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Ex...
Was die Bedingungen zum Kinderkriegen angeht - ich persönlich habe mich auch bewusst FÜR mein Kleinchen entschieden - nein, leicht ist es nicht. Trotz fürsorglichem Partner, trotz und wegen des Jobs. Und mir fiele kein Zeitpunkt ein, den man als "gut" dafür bezeichnen könnte. Aber es möglich. Und es ist doch irgendwie schön.
Dass das Gros der Arbeitgeber eine elternfreundlichere Politik betreiben müsste, steht m.E. außer Frage. Dass wir Kindergärten, GUTE Kindergärten, und vernünftige, moderne Schulen statt archaischer Muffbuden brauchen. Und Zukunftschancen. Für Eltern und Kind. Natürlich wäre das alles bitter nötig. Aber wie? (Man wird ja nochmal träumen dürfen...)
joki39 (19.12.2007, 22:52 Uhr)
Es geht halt nix über Individualität...
...und da scheinen Kinder keinen Platz mehr zu haben. Wenn ich diese Diskussion lese und dann solche Argumente wie finanzielle Belastung und blabla höre, dann frage ich mich, zu welcher herzlosen Sorte Mensch wir gehören.
In der Generation meiner Eltern stellte sich die Frage nach finanzieller Belastung überhaupt nicht und auf einen Esser mehr kam es da auch nicht mehr darauf an.
Wie heisst es so schön: Man(n) soll nicht fragen, was der Staat für mich tun kann, sondern was kann ich für meinen Staat (Gesellschaft) tun.
In diesem Sinne wünsche ich jetzt allen ein frohes und kinderreiches Weihnachtsfest.
PS: Ich danke meinen Eltern, dass sie mir das Leben ermöglicht haben.
J.Stahl (19.12.2007, 19:57 Uhr)
sportartmakler
ja es ist schon wirklich eine frechheit wenn man(n)sich von der frau trennt um mit einer 10 jahre jüngeren zusammen zu kommen und dann auch noch verlangt wird das man für die kinder unterhalt zahlt...
sportartmakler (19.12.2007, 15:47 Uhr)
warum könnte das so sein titania?
weil im falle einer trennung der mann immer als idiot dasteht, mit kaum wahrnehmbaren rechten sobald die mutter nicht mitspielt, dafür aber mit der unterhaltspflicht. trifft sicherlich nicht auf alle kindernegierer zu, aber den einen oder anderen werden solche szenarien schon durch den kopf gehen.
Titania (19.12.2007, 11:13 Uhr)
Männer und Kinderwunsch
Warum wird das Kinderkriegen eigentlich immer nur in die Verantwortung der Frauen gelegt? Viele Frauen bleiben kinderlos, weil ihr Partner keine Kinder haben will, aus Scheu vor Verantwortung oder finanzieller Belastung oder welchen Gründen auch immer. Ich kenne haufenweise Männer, die beim Thema Nachwuchs das große Weglaufen kriegen, aber nur sehr wenige, die gern Kinder haben möchten. Wenn man da als Frau nicht nachher als alleinerziehende Mutter dastehen will, weil der Mann nach einem vermeintlichen "Unfall" das Weite gesucht hat, bleibt einem bloß der Verzicht auf Kinder.
JackintheBox (19.12.2007, 10:21 Uhr)
@senf-dazu-geben
Ich habe Ihren Kommentar mit Interesse gelesen. Ihnen ist es vermutlich trotz Ihrer vermeintlichen Bildung nicht bewusst, aber Ihre Argumentation hat einiges von den Thesen der Eugeniker der 1920er Jahre, die ebenfalls vor der
Verdummung des "Volkskörpers" warnten. Die Ungebildeten und in der Folge davon auch Armen sind nicht etwa aufgrund ihrer Herkunft aus armen und ungebildeten Familien arm und ungebildet, nein, weil sie erbmässig dumm sind. Damals wurden Zwangssterilisationen empfohlen, Sie empfehlen immerhin nur die Auswanderung. Die ganze Eugenikbewegung hat sich übrigens längst diskreditiert, und zwar in den USA genauso wie in den skandinavischen Ländern - da Sie ja so gebildet sind, erraten Sie vielleicht, womit das wohl zusammenhängen könnte.
Ihre Argumentation ist von 1920, genau wie Ihre Schlussfolgerungen. Ich finde es übrigens sehr anständig von Ihnen, dass sie weniger intelligente Menschen nicht für schlechter halten- Selbsthass führt ja zu nichts.
sjentzsch (19.12.2007, 10:02 Uhr)
Es ist eine Frage des Wollens....
Natürlich hat die Politik und die auch die Wirtschaft noch viele Aufgaben vor sich, die Rahmenbedingungen zu verbessern, aber letztlich ist es auch einfach eine Frage des Wollens. Denn wir werden immer Gründe finden, warum ein Kind gerade nicht in unser finanzielles Konzept, oder die Karrierepläne passt. Ja, ein Kind bedeutet auch immer Opfer. Und Kinder zu erzeihen ist anstrengend und leztlich auch teuer. Ich weiß, wovon ich rede. Mein Frau und ich haben beide studiert und haben jetzt 6 Kinder. Aber dies war eine gemeinsame bewusste Entscheidung, die ich nicht bereue.
Wenn wir, in einem Wohlstandland, wie Deutschland, behaupten, daß wir es uns aus finanziellen Gründen nicht leisten könnten, ein Kind zu bekommen, was soll dann der Rest der Welt sagen, welche Kinder mit nur einem Bruchteil dessen aufziehen, was hier zur Verfügung haben. Der Staat kann einfach nicht immer als Ausrede dienen. In den USA gibt es z.B. deutlich weniger finanzielle Unerstützung für Kinder als in Deutschland und trotzdem werden dort mehr Kinder geboren als hier.
JenFuchs (19.12.2007, 09:35 Uhr)
wer will schon Kinder
ich kann @srb1 nur Rechte geben
erst studiert man mit vielen Schulden , dann kommen unzählige Praktika und Jahre später endlich der Job und dann wil lich erstmal arbeiten und sehen wie weit ich komme...ist doch klar, dass ich da nicht ein Kind schaukeln will und mein Freund/Mann will auch nicht zu Hause bleiben. Andere Möglichkeiten gibbet da nicht, kaum Kitas und Großeltern schon gar nicht. Und mit Kindern hier in Deutschland wird man ja noch ordenltich bestraft, nein danke
dann reise ich liebe rum die Welt und suche mir im Alter einen schönen Seniorenstift anstatt zu hoffen, dass meine Kinder mich besuchen würden...
ne lasst gut sein, Kinder muss ich nicht haben udn wenn man in der Zeitung ließt sollten einige Leute auch lieber keine kriegen
srb1 (19.12.2007, 09:23 Uhr)
nicht überraschend!
an der derzeitigen Entwicklung wird sich nichts ändern, solange Frauen beruflich benachteiligt sind wenn sie Kinder haben bzw. planen. Fakt ist nun mal, dass sobald Kinder da sind die Frau den größten Teil der Erziehung tragen muss. Berufliches Engagement tritt da zwangsweise in den Hintergrund. Dies ist dann besonders schwerwiegend bei den Frauen, die eine akademische Ausbildung haben. Gerade wenn sehr viel Zeit und Aufwand in die Ausbildung investiert wurde möchte man (oder besser gesagt Frau) davon entsprechend profitieren und vorerst an der Karriere arbeiten. Hinzu kommt, dass nach längerer Ausbildung erstmal die Finanzen im Vordergrund stehen - noch ein Grund für die "verspätete" Familiengründung.
MEHR ZUM ARTIKEL
Geburtenrate Immer weniger Babys in Deutschland

Verglichen mit dem Jahr 2005 wurden im vergangenen Jahr rund 13.100 Kinder weniger geboren. Das teilte das statistische Bundesamt im jetzt veröffentlichten Bericht zur Geburtenrate in Deutschland mit. Dabei fiel auf, dass im Westen wesentlich weniger Kinder zur Welt kommen als in den neuen Bundesländern. mehr...

Reproduktionsmedizin Mit Kryobiologie gegen den demografischen Wandel

Die Mütter werden immer älter, immer weniger Kinder werden geboren und die Gesellschaften vergreisen. Kann die moderne Reproduktionsmedizin mittels Einfrieren von Eizellen und künstlicher Befruchtung diesen Trend stoppen? mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe