. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. April 2009, 15:57 Uhr

Piraten rufen Verstärkung

Showdown im Golf von Aden: Während weitere US-Kriegsschiffe in der Region eintreffen, bekommen die Kidnapper des Kapitäns der "Maersk Alabama" offenbar Verstärkung von gekaperten Frachtern, darunter auch die deutsche "Hansa Stavanger". Französische Soldaten haben derweil ein entführtes Segelschiff gestürmt.

Piraten, Somalia, Maersk Alabama, Kapitän, Bainbridge, Richard Phillips,

Die "Hansa Stavanger" einer Hamburger Reederei ist seit dem 4. April in der Hand von Piraten© Dietmar Hasenpusch/DDP

Nach der Entführung des Kapitäns der "Maersk Alabama", Richard Phillips, durch Piraten, bahnt sich vor der Küste Somalias offenbar eine dramatische Konfrontation an. Die von der US-Marine bedrängten Seeräuber haben nach Angaben der Nachrichtenagentur AP von Gesinnungsgenossen gekaperte Schiffe zu Hilfe gerufen. Nach somalischen Angaben verließen vier der Schiffe am Freitag die Küstenregion bei Eyl, darunter auch die "Hansa Stavanger" mit fünf deutschen Seeleuten an Bord.

Das französische Militär befreite unterdessen das im Golf von Aden entführte Segelschiff "Tanit". Dabei seien eine der fünf Geiseln sowie zwei der Piraten getötet worden, teilte das Präsidialamt in Paris mit. Die anderen vier Passagiere seien gerettet worden, darunter ein dreijähriges Kind. Drei Piraten seien in Gewahrsam genommen worden. Das Segelboot war am vergangenen Samstag gekapert worden. Nach Angaben des Präsidialamtes hatten die französischen Behörden am Donnerstag zwar Verhandlungen mit den Seeräubern aufgenommen. Die Regierung habe sich aber nicht erpressen lassen wollen. Deshalb habe sie die gewaltsame Befreiungsaktion beschlossen.

Der US-Kommandeur für den Nahen und Mittleren Osten, General David Petraeus, hatte am Donnerstag die Entsendung weiterer Kriegsschiffe in die Region bekanntgegeben. Die Fregatte "USS Halyburton" traf am Freitag bereits im Piratengebiet ein, wie das Verteidigungsministeriums in Washington mitteilte. Weitere Schiffe sollen folgen. Ziel sei es, "alle Möglichkeiten zur Verfügung zu haben, die in den nächsten Tagen nötig sein könnten", sagte Petraeus.

AP zufolge bedrängten ein Zerstörer und ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine am Freitag die Kidnapper von Kapitän Phillips. Diese wiederum warnten die USA vor einem Angriff. Sie würden jede Militäraktion zurückschlagen. "Wir haben keine Angst vor den Amerikanern", sagte ein Sprecher der Seeräuber in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die vier Männer dümpeln mit ihrer Geisel auf einem Beiboot ohne Benzin in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem US-Zerstörer "USS Bainbridge" im Indischen Ozean. Nach Informationen des britischen Rundfunksenders BBC haben sie Wasser und Lebensmittel für eine Woche an Bord.

Kapitän Phillips ist derweil offenbar mit einem tollkühnen Fluchtversuch gescheitert. US-Fernsehsender meldeten, der 53-Jährige sei ins Wasser gehechtet und habe zu der in der Nähe kreuzenden "Bainbridge" schwimmen wollen. Er sei aber kurz darauf von seinen Wächtern gefasst und wieder in das Rettungsboot gezerrt worden. Kreise des Verteidigungsministeriums gingen davon aus, dass Phillips die Aktion unverletzt überstanden habe.

Die Piraten hatten am Mittwoch vergeblich versucht, den unter US-Flagge fahrenden Frachter "Maersk Alabama" in ihre Gewalt zu bringen. Sie wurden in die Flucht geschlagen, konnten jedoch Kapitän Phillips entführen und verlangen nun Lösegeld für seine Freilassung. Experten des FBI haben die Verhandlungen mir den Kidnappern übernommen. Die "Maersk Alabama" hat inzwischen wieder Kurs auf ihren Zielhafen Mombasa in Kenia genommen.

Somalische Piraten haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Schiffe gekapert und hohe Lösgelder erpresst. Ein internationaler Verband von Kriegsschiffen, an dem auch die Deutsche Marine beteiligt ist, versucht, ihnen Einhalt zu gebieten. Neben anderen Schiffen ist auch die "Hansa Stavanger" der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg in der Gewalt der Piraten. Das Containerschiff mit insgesamt 24 Besatzungsmitgliedern war am 4. April rund 400 Seemeilen vor der somalischen Küste von Seeräubern gekapert worden.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 60)
 
REINI2 (11.04.2009, 21:49 Uhr)
Sich wehren.... sollten wir auch langsam lernen!!
Einige Fischerboote...geeignete Waffen....Armut und Ausbeutung der Menschen...... und der MUT DER VERZWEIFLUNG.... und schon stehen die angeblichen Weltmächte wie Schulbuben da!
Der Westen ist doch mit Schuld, dass den Menschen in Somalia die Lebensgrundlage entzogen wurde! Fischgründe wurde durch Raubbau zerstört.... durch Fischereiflotten die alles leer fischten. WIE sollen die Menschen überleben? Haben die überhaupt noch eine Regierung, oder regieren hier nur noch die Warlords??
UNSERE Regierenden sollten dies als warnendes Beispiel nehmen! Sollten die auch bei uns alles an die Wand fahren und dann meinen die Bürger ließen sich alles gefallen..... dann täuschen sie sich!!
-
Vielleicht sollte man anstelle der Piratenbekämpfung, den Menschen helfen zu überleben und dafür sorgen, dass eine Regierung dieses Land führen kann.
Oder sich eben weiter blamieren mit einer lächerlichen UND DILETTANTISCHEN Militäraktion, der Welt vor Augen führen wie sich betrogene Menschen zu wehren wissen! Ich bin auf deren Seite..... denn wir haben sie ausgebeutet und im Stich gelassen!
Uns interessiert es erst, wenn wir angegriffen werden.... wenn Millionen hungern und verrecken..... schaltet man eben auf DSDS!
Verkommene Ausbeuter, zu denen wir mutiert sind!
chatahootchee (11.04.2009, 18:37 Uhr)
EIGENTLICH
wollte ich jetzt nach dem Fruehstueck wieder mitmischen. Aber als ich die Bloedelrunde sah, da geh ich doch lieber zum Fensterstreichen. Happy Easter allerseits.
unglaeubiger (11.04.2009, 13:02 Uhr)
Alexandros1gr
"Na dann gehen halt ein paar Westliche Männer ,Frauen ,und Kinder drauf für jeman der nichts zu essen hat ist das doch UNINTRESANNT ."
was hat der spruch denn mit
"Normal-Inteligent" zu tun?
überleben wollen auch die schiffsbesatzungen, die weder sklaven gekauft noch verkauft haben.
sie sind nicht verantwortlich für das elend in afrika.
die kriegsschiffe sind zum schutz da und keine angreifer!
ich wiederhole mich:
bei voller handlungsfreiheit der marine sind die piraten eine lachnummer.

JanvanHelsing (11.04.2009, 10:31 Uhr)
@djchrisi
wann warst du denn das letzte mal in Afrika ???
--
wo haben die denn Infrastruktur ???
--
Glaubst da hat es so ausgeschaut wie bei dir daheim, als die Europäer da noch etwas zu sagen hatten???
--
Die Afrikaner hatten gar nicht die Leute um irgendwas zu übernehmen, a) weil keine Schulbildung und b) daraus resultierend keine Ausbildung.
Deswegen liegt dort alles brach, wenn du denen nicht zeigst wie man was macht lassen die alles liegen, weil sie es schlicht weg und ergreifend nicht können.
--
Ob Araber oder Europäer ist doch egal, die Europäer haben in Amerika die Sklaven gekauft...
boamer42 (11.04.2009, 10:23 Uhr)
Vielleicht eine Lösung..?
Putins Schwarzmeerflotte.
djchrisi (11.04.2009, 10:22 Uhr)
@ JanvanHelsing
Als die Afrikanischen Staaten in die Unabhängigkeit entlassen wurden waren die Zukunftsperspektiven glänzend. Im gegensatz zu denen in Asien. In Afrika war Infrastruktur und Bodenschätze. Dann haben die Afrikaner selber alles verspielt. Das ist in keinster weise die Schuld von Europa. Und nicht die Europäer habe Sklavern verkauft sondern die Araber.
JanvanHelsing (11.04.2009, 10:20 Uhr)
@djchrisi
vor Kenia ???
jo nee iss klar ne ???
Kenia hat gar keinen Zugang zum Golf von Aden, da ist die somalische Küste...und die jemenitische...
Aber im Jemen wird entführt, die schwimmen nicht und fahren kein Boetchen.
JanvanHelsing (11.04.2009, 10:17 Uhr)
@djchrisi
hier geht ews nicht um wer hat denn zuerst oder so.
--
Angefangen haben die Europäer, erst als sie Afrika okkupierten, dann haben sie Menschen nach Amerika verschleppt um sie dort zu verkaufen, dann haben sie sich die Länder unter den Nagel gerissen, haben sich der Flora und Fauna bedient und als es immer technischer zuging hat man angefangen sich der Rohstoffe zu bedienen....
---
So und jetzt rate mal wie viele Afrikaner da mitmachen durften???
--
Und dann stellst Du die Frage von eben noch mal...
djchrisi (11.04.2009, 10:16 Uhr)
@ JanvanHelsing
Deshalb wurden ja die letzten Schiffe vor Kenia geschnappt. Schiffe fahren lieher eher in Küstennähe.
JanvanHelsing (11.04.2009, 10:12 Uhr)
@djchrisi
kennst du den Atlas nicht???
--
Die Schiffe müssen an dieser Küste vorbei, entweder weil sie grösstenteils durch den Suezkanal müssen oder weil sie nach Südafrika wollen...
Kenia und Tansania liegen zu weit westlich und dort geht es den Menschen, im Vergleich zu den Somalis, besser.
MEHR ZUM ARTIKEL
"Maersk Alabama" Kapitän wollte Piraten davonschwimmen

Fluchtversuch auf hoher See: Der von Piraten gekidnappte Kapitän des Frachters "Maersk Alabama" hat offenbar erfolglos versucht, schwimmend aus der Gewalt seiner Entführer zu entkommen. Unterdessen schicken die US-Streitkräfte Verstärkung in die Region. mehr...

"Maersk Alabama" FBI verhandelt mit Piraten über entführten Kapitän

Das Ringen um den von Piraten gekidnappten Kapitän des Frachters "Maersk Alabama" hält an. Inzwischen hat sich die US-Bundespolizei FBI in die Lösegeld-Verhandlungen mit den vier Piraten eingeschaltet. Ein US-Zerstörer überwacht die Situation, die für die Kidnapper auch aus einem anderen Grund immer ungemütlicher wird. mehr...

Angriff auf Frachter "Maersk Alabama" US-Besatzung schlägt Piraten zurück

Offenbar nur kurz gelang es somalischen Piraten, den Frachter "Maersk Alabama" in ihre Gewalt zu bringen, dann wehrten sich die 21 amerikanischen Seeleute und schlugen die Entführer in die Flucht. Ein Pirat befindet sich laut Medienberichten im Gewahrsam der Besatzung, die übrigen drei seien mit dem Kapitän als Geisel geflüchtet. mehr...

Piraten-Überfall Deutsche Seeleute auf gekapertem Frachter

Überfall im Indischen Ozean: Piraten haben etwa 740 Kilometer vor der Küste Somalias ein deutsches Schiff gekapert. An Bord des 20.000-Tonnen-Frachters befinden sich 24 Seeleute, darunter auch mehrere Deutsche. Im Auswärtigen Amt wurde ein Krisenstab zusammengestellt mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe