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2. September 2010, 10:04 Uhr

Polizei erschießt Umweltschützer

Drei Stunden dauerte das Drama im Hauptquartier des Fernsehsenders Discovery in Washington, dann befreite die Polizei drei Geiseln mit Gewalt aus der Hand eines verwirrten Umweltschützers. Ihm war die Berichterstattung des Senders offenbar nicht radikal genug.

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Der Geiselnehmer hatte zuvor bereits mit Aktionen gegen Discovery auf sich aufmerksam gemacht© Chip Py/AP

Ein offensichtlich verwirrter radikaler Umweltschützer hat am Mittwoch im Hauptquartier des Fernsehsenders Discovery bei Washington drei Geiseln genommen. Er wurde rund drei Stunden später von der Polizei erschossen und die Geiseln in Sicherheit gebracht, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Unklar ist noch, ob der Täter mit Sprengsätzen bewaffnet war und ihn auch an mehreren Stellen im Gebäude deponierte.

Die Spezialeinheit sei erst eingeschritten, als der Verdächtige nach zweistündigen Verhandlungen eine Waffe auf eine seiner Geiseln gerichtet habe, sagte der örtliche Polizeichef. Der Mann habe sich zuvor während der telefonischen Verhandlungen als "emotional instabil" gezeigte.

"Sprengstoff auf dem Rücken"

Die Polizei geht davon aus, dass der asiatischstämmige Mann mit Sprengstoff bewaffnet in das Gebäude in Silver Spring bei Washington eindrang. Die Zentrale des Discovery Channel liegt in einem Geschäftsviertel rund elf Kilometer nördlich des Weißen Hauses. Das Gebäude wurde nach Sprengsätzen durchsucht. Ob es Komplizen gibt, ist derzeit noch unklar.

Eine Mitarbeiterin von Discovery Channel sagte CNN, ein bewaffneter Mann sei in die Eingangshalle des Sendergebäudes gekommen und habe "Sprengstoff auf dem Rücken" gehabt.

Nicht die erste Aktion gegen "Discovery"

Offenbar hatte der Täter in der Vergangenheit Streit mit den Mitarbeitern des Senders gehabt. Medienberichten zufolge war er 2008 festgenommen worden, nachdem er vor dem Gebäude Tausende von Dollar in die Luft geworfen hatte. Mit der Aktion wollte er nach eigenen Worten dagegen protestieren, dass das Programm von Discovery nichts zur Rettung der Erde unternehme.

Auf einer Webseite prangerte er außerdem an, dass Discovery zur Geburt von Kindern ermutige. Menschen seien aber die "zerstörerischsten, schmutzigsten Kreaturen" auf der Erde.

fw/AFP/DPA/APN
 
 
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