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24. November 2008, 11:02 Uhr

Piraten ergreifen die Flucht

Die Piraten, die vor Somalia den Super-Tanker "Sirius Star" gekapert haben, nehmen die Drohung islamistischer Milizen, das Schiff aus ihrer Gewalt zu befreien, offenbar ernst. Sie lichteten den Anker und sind auf dem Weg ins offene Meer. Zuvor hatten die Seeräuber 15 Millionen Dollar Lösegeld verlangt.

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Die "Sirius Star": Der Tanker war am 15. November entführt worden© U.S. Navy/DDP

Nach Drohungen islamistischer Milizen in Somalia haben die Piraten mit dem gekaperten Super-Tanker "Sirius Star" den Ankerplatz vor der Hafenstadt Haradhere verlassen. Ein Mitglied der Ältesten des Ortes in Nordsomalia sagte am Montag, die Piraten hätten sich "in Richtung hoher See" entfernt. Die Islamisten hatten in den vergangenen Tagen mehrfach gedroht, sie nähmen den Kampf gegen die Seeräuber auf.

Zuvor war bekannt geworden, dass die somalischen Piraten für die Herausgabe des Super-Tankers aus Saudi-Arabien 15 Millionen US-Dollar (12 Millionen Euro) gefordert haben. Saudische Medien berichteten am Montag, die Seeräuber hätten zunächst 25 Millionen Dollar für den Tanker und die 25 Besatzungsmitglieder gefordert. Nach Verhandlungen mit dem somalischen Vize-Ministerpräsidenten Ahmed Abdulsalam, der zum gleichen Stamm wie die Piraten gehöre, hätten sie ihre Geldforderung für Schiff und Besatzung aber gesenkt.

Die Piraten hatten den Öltanker "Sirius Star", der einer Tochtergesellschaft des saudischen Konzerns Aramco gehört, vor neun Tagen vor der kenianischen Küste in ihre Gewalt gebracht. Das Schiff ist mit zwei Millionen Barrel Öl beladen und die bislang größte Beute der Seeräuber.

Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
snort (25.11.2008, 17:35 Uhr)
alles vorbereitung
bis die uno grünes licht gibt zum einreiten.
kann doch nicht sein dass sich arme schlucker gegen die globalisierte wirtschaftsmacht auflehnen, die ihnen die fanggründe leerfischt.
hätte mehr erwartet, zb videoaufzeichnungen von ermordungen von seeleuten und mehr...
wann kommen diese fakes auf youtube ???
und natürlich hollywoodreif alles im namen allahs.
damit unser rolliminister das gg kippen kann.
Anno1701 (24.11.2008, 19:53 Uhr)
Alles inzeniert
Hat sich eigentlich einer gefragt warum ausgerechnet jetzt so stark darüber berichtet wird? Diese Medienkampagne ist schon lange vorbereit gewesen. Welcher Idiot würde schon ein Schiff mit Panzern oder riesigen Mengen Öl unbewacht übers Meer fahren lassen, direkt an einer der gefährlichsten Regionen der Welt vorbei. Hinter der Aktion steckt noch mehr dahinter.
Wie waelder schon aufgelistet hat, da hat jemand "von weiter oben" die Finger mit im Spiel und ich befürchte es sind nicht gewöhnliche Verbrecher, die Herren stammen eher aus Regierungsebene...
screne (24.11.2008, 18:06 Uhr)
Stern schreibt Geschichte
Das ist wohl das erste Mal in der Geschichte, dass Piraten mit einem Öltanker INS Meer flüchten. Wieder mal eine Ausnahmeleistung des Stern.
Inteliewengzbestie (24.11.2008, 16:40 Uhr)
Alles nur eine Werbekampagne für Fluch der Karibik IV
Alles nur Werbung. Mehr nicht.
waelder (24.11.2008, 16:35 Uhr)
Piraterie... wer verdient daran?
Es gibt in Somalia keine Fabrik, die Panzerfäuste herstellt, keine funktionierende Zementfabrik, keine Produktionsanlage für Allradfahrzeuge - wer liefert dies alles in die Region Puntland, damit dort damit geprotzt werden kann?
Offiziell gibt es keine Möglichkeit Fremdwährung aus Somalia irgendwohin zu transferieren - wer wäscht die Millionen?
Die paar armen Schlucker und ihre Familien, die sich für die Piraterie hergeben, waren doch anfangs garnicht in der Lage, mittels Satellitenfunk und GPS (auch die Geräte werden nicht in Somalia produziert) Schiffe zu orten - wer hat ihnen das alles geliefert und sie ausgebildet?
Über die Ermittlungen hierzu vernimmt man aus den Medien praktisch nichts. Und mit ein paar Kriegsschiffen vor der Küste ermittelt man auch nichts.
Wer hat daran verdient, diese Leute aufzurüsten und auszubilden, damit Schiffe auf hoher See verfolgen und kapern können?
Wer verdient an den Lieferung der Konsumgüter, die es sonst in Somalia kaum gibt?
Wer versorgt die Piraten mit Informationen über Schiffe?
Das sind gewiß nicht die Leute in Puntland, sondern das sind die üblichen Verdächtigen, die mit allem handeln, wenn es sich nur lohnt.
ironponys (24.11.2008, 14:06 Uhr)
rekapern
Bin mal gespannt ob unsere Blauen Jungs (BUMA) dort etwas ausrichten koennen, falls der Einsatz genehmigt wird. Um Piraterei ein wenig interessant zu machen, warum nicht einfach laengs-seits gehen u. rekapern. (wohl nicht moeglich da politiker sich hier nicht einmischen)
Mein zeigt stolz ein Deutsche Flagge in internationalen Waessern. Spazierfahrt??? Hobby-Flotte?? Oder nur zu gewagt??
summer8 (24.11.2008, 12:36 Uhr)
Es scheint so...
als würden die Piraten die aktuellen Börsenkurse für Rohöl im Internet verfolgen. Anders kann ich mir diese moderaten Lösegeldforderungen nicht erklären. Also ruhig noch 1-2 Wochen verhandeln und dann sinkt die Lösegeldforderung nochmals um 20 bis 30%
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