18. April 2010, 09:53 Uhr

Williamson will gegen Urteil vorgehen

Der wegen Volksverhetzung vom Amtsgericht Regensburg verurteilte Holocaust-Leugner Richard Williamson akzeptiert die ihm auferlegte Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro einem Fernsehbericht zufolge nicht. Der Bischof der erzkonservativen Piusbruderschaft werde gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen, sagte sein Sprecher Matthias Loßmann.

Der Holocaust-Leugner Richard Williamson will die Verurteilung zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro nach einem ARD- Bericht anfechten und Rechtsmittel einlegen. Das teilte der Anwalt des 70-jährige Bischofs der ultrakonservativen Piusbruderschaft dem ARD-Magazin "Report Mainz" mit.

Loßmann ließ offen, ob er das Urteil vom Freitag wegen vermeintlicher Rechtsfehler des Gerichts oder mit dem Ziel einer neuen Beweisaufnahme anfechten will. Er sagte, Williamson wolle dies erst entscheiden, wenn ihm das schriftliche Urteil vorliege - üblicherweise dauere dies mehrere Wochen. Bei einem Rechtsfehler wird beim Oberlandesgericht in Nürnberg Revision eingelegt, bei einer neuen Beweisaufnahme geht der Fall vor dem Landgericht Regensburg in Berufung.

Das Amtsgericht Regensburg hatte die Geldstrafe gegen Williamson verhängt, weil er in einem in Regensburg geführten Interview mit dem schwedischen Fernsehen den Holocaust geleugnet hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 12.000 Euro gefordert. Einen Strafbefehl über diese Summe hatte der 70-Jährige im Vorfeld abgelehnt, weshalb es zu dem Prozess kam.

AFP/DPA
 
 
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