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Der Amokläufer von Ansbach galt in der Nachbarschaft als "normaler Junge". Parallelen zu Tim K. drängen sich auf. Das Opferbündnis von Winnenden ist alarmiert und kritisiert die Politik.
Gut sieben Monate nach dem blutigen Amoklauf von Ansbach hat der angeklagte Abiturient gleich zu Prozessbeginn die Tat gestanden. 13 Schüler und zwei Lehrer hatte er teilweise schwer verletzt. Mitleid empfindet der 19-jährige Täter aber immer noch nicht.
Wo immer Amokläufer andere Menschen in den Tod reißen - die Motive bleiben auch nach intensiven Ermittlungen meist vage. Das scheint im Fall des Ansbacher Täters Georg R. anders zu sein.
Der Amokläufer von Ansbach ist gut drei Wochen nach der Bluttat in eine Untersuchungshaftanstalt verlegt worden. Justizmitarbeiter haben den 18 Jahre alten Georg. R. von einer Ansbacher Klinik in die Krankenabteilung eines Gefängnisses in Würzburg gebracht.
Vier Tage nach dem Amoklauf an einer Ansbacher Schule scheint das Motiv des Täters klar: Die Ermittler fanden auf dem Computer des 18-jährigen Georg R. ein 80-seitiges Dokument voller Hass.
Das Urteil ist gefallen: Der Amokläufer von Ansbach muss neun Jahre in Jugendhaft. Er hatte mit Beil, Molotow-Cocktails und Messern 17 Schüler und Lehrer zum Teil schwer verletzt.
Nach dem Amoklauf von Ansbach vernimmt die Polizei weitere Schüler und Lehrer als Zeugen, während der Täter noch im künstlichen Koma liegt. Experten fordern, Selbstmord bei der Diskussion die Motive jugendlicher Amokläufer mehr zu berücksichtigen.
Der Amoklauf von Ansbach war offenbar seit langem geplant. Bei einer Durchsuchung des Zimmers des Gymnasiasten stießen Ermittler auf ein Kalenderblatt mit dem Eintrag "17.9. Apokalypse". Ein Testament datierte Georg R. auf 9/11, den Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center.
Auf den Amoklauf von Ansbach folgten die üblichen Forderungen: Lehrer sollten aufmerksamer sein, Eltern beschützender erziehen. Die Gründe, die jemanden zum Täter machen, sind aber komplexer.
Als der Alarm schrillte, glaubten viele Schüler des Carolinums in Ansbach an ein Feuer. Was sie nicht ahnten: Ein bewaffneter Mitschüler hatte das Gymnasium überfallen.
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