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22. September 2011, 15:39 Uhr

Entdecker müssen Goldschatz an Spanien abgeben

Der Fund war spektakulär - vor vier Jahren entdeckte ein amerikansiches Taucherteam ein Schiff, das 1804 versenkt wurde und große Mengen an Silbermünzen sowie Goldgegenständen in seinem Bauch hatte. Ein gericht erkannte den Fund jetzt den Findern ab.

Das US-Schatzsucherunternehmen Odyssey Marine Exploration muss den womöglich größten jemals aus einem Schiffswrack geborgenen Goldschatz an Spanien übergeben. Wie ein US-Berufungsgericht am Mittwoch in Atlanta entschied, gehört der 2007 entdeckte riesige Schatz aus dem Wrack des spanischen Kriegsschiffs "Nuestra Señora de las Mercedes" rechtmäßigerweise Spanien. Das Gericht bestätigte damit ein Urteil von 2009 zu dem vor rund 200 Jahren gesunkenen Schiff.

Die spanische Botschaft in Washington begrüßte das Urteil und betonte, sie habe von Anfang an die Haltung vertreten, dass gemäß internationalem Recht alle Fundstücke von dem Schiff Spanien gehörten. Das im US-Bundesstaat Florida beheimatete Unternehmen Odyssey Marine Exploration zeigte sich enttäuscht und kündigte an, erneut in Berufung zu gehen.

Das Kriegsschiff war 1804 von der britischen Marine auf der Rückkehr von Südamerika südlich von Portugal versenkt worden. Odyssey entdeckte das Wrack in 518 Metern Tiefe an einem nicht bekannt gegeben Ort, den es mit "Black Swan" bezeichnete. Auf dem Schiff fand die Firma einen Schatz von 17 Tonnen, darunter eine halbe Million Silbermünzen und hunderte von Gegenständen aus Gold.

Odyssey hatte den Schatz nach Florida gebracht, ohne Spanien zu informieren und ohne den Fundort bekannt zu geben. Es behauptete, das Wrack habe sich in internationalen Gewässern befunden. Spanien hatte dagegen von Anbeginn den Verdacht, dass sich der Fundort in seinem Hoheitsgebiet befand.

ono/DPA
 
 
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