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In der letzten Warteschleife

Altwerden in Deutschland, das ist immer wieder auch Altwerden im Heim. Die Menschen in dieser Geschichte versuchen, das Beste daraus zu machen. Doch ob im bescheidenen Haus oder in der Luxusresidenz - sie werden schon zu Lebzeiten aus dem Leben ausgegrenzt.

Von Verena Lugert

"Bingo!", zirpt es aus einer winzigen Person, sie schüttelt die schlohweißen Locken, sie wuchtet sich auf den Rollator, den Gehwagen, drängt nach vorn und sucht sich am Gabentisch ihren Gewinn aus. Sie hält eine Schachtel "Delacre-Keks-Kollektion" in die Höhe, ein kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht. Eine andere alte Dame in türkisblauem Cordsamt sitzt konzentriert über ihrem Bingoschein, ihr Stock hängt am Nachbarstuhl. In sich zusammengesunken kauert ihre Sitznachbarin in einem lila Gewand, sie hat geschminkte Lippen, blickt ausdruckslos vor sich hin. Neben ihr steht ein Rollstuhl, vor ihr eine Schnabeltasse aus durchsichtigem Plastik, darin milchigbrauner Kaffee. Auf den Tischen stehen Platten, auf denen unter einer Frischhaltefolie ungeröstete mit Marmelade bestrichene Toastbrotscheiben und aufgeschnittener Rosinenstuten angerichtet sind. Noch hängt der Mittagessensgeruch im Raum, eine Dunstglocke, gebaut aus Spuren von Fett, Brühe, Kartoffeln und Mehlschwitze. Dreißig alte Menschen spielen heute Bingo, nur zwei Männer sind dabei. Adrett mit Bart und Pullunder der eine, im Rollstuhl gekrümmt und in seinem Vergessen versunken der andere. Die Spielleiterin sitzt vorn an der Bingotrommel, einem goldfarbenen Gebilde, in dem Bälle durcheinandergewirbelt werden. Es rattert und kollert und klöpfelt wie Bachkiesel im Schleudergang. Und steht dann still. "Bingo", flüstert eine Frau.

Spielenachmittag in Hamburger Arbeiterstadtteil Rothenburgsort, im Altenheim Billwerder Bucht. Träger: die Diakonie. Kosten je Monat für betreutes Wohnen: 500 Euro. Ausblick: Bäume, Elbe, Binnenschiffe, Kräne. Und Möwen im Wind.

Klaviertöne perlen aus einem schwarzlackiert-glänzenden Flügel

Gut zehn Kilometer elbabwärts, Richtung Meer: Liedernachmittag im feinen Hamburger Stadtteil Nienstedten, im Altenheim Elbschloss Residenz, der "Hamburger Wohlfühloase", wie die von alten Bäumen und Rhododendren umstandene Anlage für sich wirbt. Im Restaurant Hanseatic perlen Klaviertöne aus einem schwarzlackiert-glänzenden Flügel, Kirschbaumholzstühle stehen auf Teppich und Parkett, Leinen bedeckt die Tische, auf denen Lilien in schlanken Gläsern stehen. Eine Sopranistin hebt die Stimme: "Ein Lied geht um die Welt …" Eine Dame betritt den Raum, im rosa Vichy-Karo die Bluse, cremefarben die Marlenehose, das Handgelenk umspielt ein goldenes Armband. "Na, die Damen!", begrüßt sie ihre Freundinnen schwungvoll. Schon steht ein Glas Champagner vor ihr. Die Elbschloss Residenz ist in privatwirtschaftlicher Trägerschaft und gewinnorientiert. Der Preis für Logis und das tägliche Mittagessen beginnt bei 2000 Euro für das kleinste Apartment und geht bis 4500 Euro, bei Pflege bis 8000 Euro. Pro Monat.

Ausblick: Bäume, Elbe, Schiffe, Kräne. Und Möwen im Wind.

Altwerden in Deutschland bedeutet meist: Altwerden im Heim. Knapp eine Million Deutsche wohnen in Alten- und Pflegeheimen. Dabei wollen neun von zehn Deutschen am liebsten in den eigenen vier Wänden alt werden. Egal, ob ihr neuer Platz ein simples Altenheim ist oder eine luxuriöse Residenz: Abgeschoben fühlen sich viele, nicht mehr gebraucht. So wird Dasein im Altenheim zu einem Aufenthalt in einer Art Zwischenreich. Nicht mehr in der Gesellschaft, aber auch noch nicht außerhalb. Ein Ozean an Zeit steht zur Verfügung, Zeit, die gefüllt werden will und doch meist mit Grübeln verbracht wird oder mit Sorgen.

Die Kinder haben nicht viel Zeit

Die Elbschloss Residenz setzt auf Zerstreuung: Am Liedernachmittag nimmt man Eiskakao zu sich oder Espresso, serviert von Kellnerinnen im schwarzen Anzug. Ein alter Herr blickt in sich hinein. Stocksteif hält er sich, der Rücken ist durchgebogen, am Finger glänzt ein Siegelring. Haltung, überall Haltung. Jürgen R. Alzer, 80, ehemals Vorstand einer international agierenden Baufirma, wippt mit der Melodie mit. Seit bald zwei Jahren lebt er in einem 80-Quadratmeter-Apartment in der Elbschloss Residenz. "Klein Hagen an der Elbchaussee", schrieben ihm seine Kinder auf ein Schild und hängten es an seine Tür. Sie leben in Hamburg. Nachdem er gestürzt war in seinem nordrhein-westfälischen 300-Quadratmeter-Haus, entschloss er sich zum Umzug ins betreute Wohnen. 3000 Bücher und 60 Gemälde ließ er zurück, ebenso die 40 Jahre, die er in dem Haus gelebt hat. Die Erinnerung bleibt, auch an seine Frau, die an Krebs erkrankt war und die er zu Hause gepflegt hat. An den Rosengarten, den er der Todkranken noch pflanzen ließ. Alzer liest viel, hört Klaviermusik. Und hat in den vergangenen zwei Jahren ein Buch über die Weltreligionen geschrieben. Viel Zeit haben seine Kinder nicht für ihn, sie sind berufstätig, haben Familie. "Ich bin ein Mensch, der sehr gut allein sein kann", sagt Alzer. Und dann sagt er: "Wollen muss man können."

Immer älter werden heißt auch: immer länger alt sein. Und immer länger alt sein heißt: Die Wahrscheinlichkeit, ein Pflegefall zu werden, wächst. Ab 90 Jahren liegt sie bei 60 Prozent.

Alzer hat Angst, dass er irgendwann so ein Fall wird, in die "Pflegevilla" kommt, wie die Station hier heißt. "The House of no Return" nennt Alzer sie im Stillen. Pflegefall werden - für alle Bewohner hier ist das die große Angst. Nicht vor den Horrorszenarien, über die in der Zeitung immer wieder zu lesen ist, über Pflegeskandale und ans Bett fixierte Menschen, denen Blasenkatheter gelegt werden, weil keiner Zeit hat, sie zur Toilette zu bringen. Die über die Magensonde ernährt werden, weil das schneller und praktischer ist, als sie Löffel für Löffel geduldig zu füttern. Das ist der Zustand, der unerträglich scheint: nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein. Nicht mehr selbst über sich und seine Körperfunktionen bestimmen zu können. Hindämmernd Platz zu nehmen im Wartesaal vor dem Tod.

Viel Zeit, das ist das Problem

Jetzt spielen sie "Wenn der weiße Flieder wieder blüht", und draußen schiebt sich der Frachter "Grande Brasile" der Grimaldi Lines ins Bild. Man sieht die Straßenuhr an der Ecke der Elbschlossstraße, sie geht nach. Als wollte sie zwinkern und sagen: "Es ist noch nicht so weit. Ist noch Zeit!" Aber genau darin liegt für viele Bewohner das Problem. Riesige Fenster haben die Wohnungen, bodentief. Viel Licht soll helfen gegen die Altersdepression. Und Bewegung: Im Schwimmbad des riesigen Wellness-Spa, in dem Orchideenblüten und Handtuchskulpturen die Augen erfreuen, kann man Bahnen ziehen, am Ergometer mehr Knochendichte herbeiradeln. Bei den Gesichtsbehandlungen "Advanced Biogen" und "High Skin Refiner" noch einmal einen Hauch Jugend in die Wangen streichen lassen. Und: Essen, die Erotik des Alters. Die wird unter silberner Cloche täglich feierlich inszeniert: mit Champignon-Bouillon und provençalischem Lammrollbraten oder glasierten Rinderhackbällchen mit Chili. Der Chef de Cuisine stammt aus Japan und zählte vor Jahren zu Deutschlands Spitzenköchen. Geld ist ein Polster, das manche harten Stöße am Ende eines Lebenswegs abzufedern vermag.

Heute verfügen die ab 70-Jährigen über rund 100 Milliarden Euro, in 40 Jahren werden sich Schätzungen zufolge in Deutschland zwei Drittel des Gesamteinkommens auf die Senioren verteilen. Die Alten sind die neue Zielgruppe für Werbung, Tourismus und Genussindustrie. Die Woopies ("well-off older people") sind gefragt, zumindest ihr Geld. Deswegen boomt bei den Seniorenheimen das Luxussegment, es wird eifrig konzipiert und gebaut. Die amerikanische "Sunrise Senior Living"-Gruppe drängt in den deutschen Markt, sie hat sich auf die High-End- Pflege von Demenzkranken spezialisiert. Sie baut ganze Themenparks für sie, in denen die Darstellung von Schlüsselsituationen wie zum Beispiel einer "Hochzeit" die Kranken kurz herausholen soll aus ihrem Nebel, aus ihrem Taumeln in anderen Wirklichkeiten.

Was, wenn sie "blöd wird im Kopp", fragt sich Maria Kirsch in der Billwerder Bucht. Davor hat sie Angst. Sie ist 102, glasklar noch im Kopf und auch körperlich gut in Schuss, "die Doktersche hat erst letzte Woche wieder die Werte genommen". Maria Kirsch zählt an ihren zierlichen Fingern die Analysedaten auf. Die Schilddrüse "bestens", ebenso die weißen und die roten Blutkörperchen, der Blutdruck geradezu wie im Bilderbuch. Sie lehnt sich im Sessel zurück. 102 Jahre. Man wird älter in Deutschland. Und älter und älter. 1965 waren in Deutschland etwa 8000 Menschen 95 Jahre oder älter. Im Jahr 2005 waren es 150.000. Im Jahr 2050 soll die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen 95 Jahre sein, es gibt andere seriöse Hochrechnungen, die mit 100 Jahren kalkulieren. Dass das Rauchen so gut wie abgeschafft ist, dass sich die Menschen so für ihren Körper und ihre Gesundheit interessieren, Bescheid wissen wollen über Vitamine, Hormone, Behandlungsmöglichkeiten, dass sie sich vernünftiger ernähren und mehr bewegen und die Medizin in Siebenmeilenstiefeln voranschreitet - all das trägt dazu bei, dass unsere Lebenserwartung rapide steigt. Aber auch der Lebenswille? "Wat soll ich denn noch hier, ich hab doch nüschte zu tun mehr!", sagt Maria Kirsch.

Alle Lieben sind lange verstorben

Maria Kirsch ist eine winzig kleine Frau. "Nej, nej, ach jemine!", jetzt tun's die Augen bald nicht mehr. Doch sie findet sich in ihrem Zimmerchen zurecht. Ein Duschbad, eine Kochnische, ein Bett, klein, wie für ein Kind. Darauf eine Tagesdecke in changierendem Rosé, darauf wiederum ein Kissen, auf dem eine Plüschkatze sitzt. Auf dem Nachttisch eine Bibel und ein Gebetbuch. Ein Fläschchen Kölnisch Wasser. Alle Freunde, alle Lieben - "sie sind schon zur Ruhe gegangen, schon lang". Zwei Weltkriege hat die gelernte Schneidermeisterin erlebt, sie wurde durch Heirat Binnenschifferin und fuhr ihr Leben lang zwischen Berlin und Hamburg und auf Rhein, Main und Neckar Korn, Kies und Kohlen hin und her. "Früher, als ich noch jesehen habe, Kindchen, da habe ich von hier" - sie zeigt auf ihren kleinen Balkon - "den Schiffern beim Anlegen zusehen können." Und genäht hat sie, bis voriges Jahr, "und jeknippert, jau, jeknippert", gestrickt, sagt sie mit schwerem Stettiner Zungenschlag, gestrickt, bis fast jeder, den sie kannte, Hausschuhe hatte von ihr. Aber jetzt geht das nicht mehr, "wenn man nichts mehr sieht, hat man nicht mehr viel". Sie will gar nicht mehr vor fremden Menschen essen, weil sie mit dem Messer immer auf dem Teller herumsuchen muss. Sie isst in ihrem Zimmer.

Elbabwärts in der Elbschloss Residenz feiern die Bewohner das Kirschblütenfest. Der Abend badet in Sommerheiterkeit. An den Sonnenschirmen hängen Lampions mit Kirschblütenaufdruck, dahinter fließt satt und träge der Strom. Die ersten Gäste treffen ein, die Weingläser glänzen im Licht des frühen Abends. Blusen aus Seide und Ketten aus Perlmutt schimmern, Vogelgezwitscher untermalt die Szenerie. Geschminkt sind die Damen, behängt mit Preziosen die einen, schlicht in Perlen die anderen, manch eine trägt Hut. Die Kellnerinnen tragen jetzt grün gemusterte Kimonos. Die Gespräche plätschern leicht dahin. Ein Herr mit gestutztem Kinnbart tritt hinter seine Tischdame, rückt ihr den Stuhl zurecht. Das Essen wird jetzt serviert, was heißt Essen, es ist ein Happening, Ikebana auf schwarzen Lacktabletts, schräg geschnittene Bananenblätter, Miniaturschälchen mit Sobanudeln, gekocht in grünem Tee, blättrig geschnittener Ingwer, Garnelenmousse auf Zitronengras, Sushi mit Aal, Bündel vom Miniaturspargel mit einem Klacks Meerrettich. Bernsteinfarben schaukelt der Pflaumenwein in den Gläsern. "Im Altenheim meiner Mutter hätte ich nur äußerst ungern gegessen", sagt Jürgen Alzer. 106 sei die Mutter geworden. Sie konnte nichts mehr sehen, nichts mehr hören, war ans Bett gefesselt. "Was macht man da noch?", fragt er. Wenn er so alt würde? "Ich mag mir das nicht einmal vorstellen", sagt er. Und schweigt.

Auch in der Billwerder Bucht wird jetzt gegessen. Im Speisesaal riecht es ein bisschen nach Kantine, ein bisschen nach Krankenhaus. Es gibt Labskaus mit Spiegelei und Hering. Eine Küchenhilfe geht durch die Tischreihen und bietet Nachschlag an. Da stehen Rollatoren, auf ihren Ablagen liegen Brillen, der Nachtischapfel, Servietten, am Griff baumeln Handtaschen. "Sind Sie mal 92!", stöhnt eine Frau, weißes Haar, Apfelbäckchen. "Der Körper will nicht mehr. Aber das Köpfchen schon!" Sie stapelt die Kissen, die sie auf ihrem Stuhl liegen hatte, auf ihren Rollator. Sie ist sonst zu klein, um am Tisch zu essen. Frau Kirsch hatte Hering zum Abendbrot. Frisch frisiert sitzt sie in einem Sessel, die Friseurin war da. Zehn Euro zahlt sie ihr für die Heimdauerwelle, Maria Kirsch ist froh, dass es so günstig ist. Sie ist daran gewöhnt, aufs Geld zu achten. Auch als sie mit ihrem Mann auf dem Schiff lebte, gab es wenig. Sie blättert in ihren alten Haushaltsbüchern, jede Ausgabe, jeder Apfel, jede Zwiebel, jeder Bückling, der damals gekauft und verzehrt wurde, ist in ihrer steilen und genauen Schrift aufgeführt. "Viel Arbeit ham wir jehabt und wenig Geld", sagt sie. Auch jetzt hat sie nicht viel. "Es sind bei mir jetzt im Monat keine 900 Euro, über 500 Euro zahle ich hier Miete, inklusive Heizung." Der Rest geht drauf für Strom, Telefon, für Waschpulver, für Lebensmittel. Maria Kirsch hat auch Angst vor der Pflege, weil sie dann ihren Spargroschen weggeben muss, das, was ihr übrig geblieben ist von einem ganzen Arbeitsleben, 15.000 Euro, eisern gespart und über die Jahrzehnte verteidigt. Sie hätte sie gern vererbt. Pflege kostet bis zu 3400 Euro im Monat. Die Pflegeversicherung gibt 17 Milliarden Euro im Jahr aus.

Luxus durch kluge Altersvorsorge

Kopfstein an der Elbchaussee, ein paar Meter weiter der Seegerichtshof. Alte Kastanien recken ihre Kerzen in den Himmel, Rhododendron blüht lila und altrosa, die modernen Gebäude der Elbschloss Residenz erstrahlen in Weiß. Alzer finanziert sich sein betreutes Wohnen durch eine kluge Altersvorsorge. Die hält vor. "Wenn mich allerdings die Pflege trifft, ist das ein anderes Thema." Alzer fürchtet sich vor einem Schlaganfall. Er spaziert durch die Elbauen, die Landschaft pulsiert vor Leben. Er beugt sich herab, auf dem Weg liegt ein vertrocknetes Bündel von Gedärmen, ein toter Igel, Ameisen haben bereits fast alle Überreste des Kadavers in winzigen Teilchen weggeschleppt. "Ich habe keine Angst vor dem Tod", sagt Alzer, "ich habe Angst vor dem Weg dahin." Vor dem Einsamsein und der Hilflosigkeit.

Sonntagsgottesdienst in der Billwerder Bucht. "Lobe den Herrn, meine Seele …", hebt der Pastor an, der kleine Nebenraum des Speisesaals ist mit Kerzen geschmückt, zehn, zwölf Leute haben sich versammelt, "… und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat", ergänzt Maria Kirsch lautstark. "Richtig, Frau Kirsch!", lobt der Pastor. Kirsch hat die Hände auf der Höhe ihres Kinns gefaltet, sie singt. Jeden Sonntag ist sie zur Kirche gegangen, ein Leben lang. Wie war Ihr Leben, Frau Kirsch? "Och, Kindchen, wie ein Leben halt ist: schön und hart." Sie faltet die Hände in den Schoß. "Aber jetzt ist es genug."

Von Maria Kirschs Balkon hat man einen wunderschönen Blick auf den Deich, auf die Elbe. Man sieht den Anleger der Flussschifferkirche. Vögel zwitschern und Möwen wogen im Wind, sie torkeln und breiten die Schwingen aus. Rechts und links liegen die kleinen Binnenschiffe angeleint an der Elbe. Wildgänse fliegen in Formation, in der Ferne winken Kräne.

Auch von Alzers großem Balkon sieht man auf den Strom, breiter ist er jetzt, tiefer, da sich Norder- und Süderelbe vereinigt haben. Es sind keine Binnenschiffe, sondern Frachter, mächtige Ozeanriesen, die sich getragen und stolz auf dem Wasser bewegen.

Und doch ist es derselbe Fluss. Und er fließt ins Meer.

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