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Bundesagentur warnt vor "Volk von Transferbeziehern"

Eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze hat laut der Bundesagentur für Arbeit weitreichende Folgen. Sie koste den Steuerzahler 7,4 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr - und niemand bekäme so einen neuen Job.

  Die Jobcenter erwarten rund eine Million mehr Hartz-IV-Berechtigte, sollte es nach den Grünen gehen

Die Jobcenter erwarten rund eine Million mehr Hartz-IV-Berechtigte, sollte es nach den Grünen gehen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat vor den negativen Folgen eines höheren Hartz-IV-Satzes gewarnt. Ein um 50 Euro erhöhter Satz koste die Steuerzahler jährlich 7,4 Milliarden Euro zusätzlich, rechnete die BA in einer neuen Untersuchung vor, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Zudem hätten dann 460.000 Haushalte mit gut einer Million Menschen zusätzlich Anspruch auf Hartz IV.

Die Grünen hatten sich am Wochenende bei ihrem Parteitag für eine Anhebung des Regelsatzes für Erwachsene von derzeit 374 Euro auf 420 Euro ausgesprochen. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt sagte der Zeitung: "Ein höherer Hartz-IV-Bezug wird schnell zum Vermittlungshemmnis." Es gehe aber auch um die Grundsatzfrage, ob "wir wirklich ein Volk von Transferbeziehern werden" wollen.

"Menschen in Arbeit bringen"

Nach Ansicht Alts werde derzeit in der Diskussion "zu viel Energie an der falschen Stelle" aufgewandt. Statt intensiv über Geldleistungen zu diskutieren, sollte der Schwerpunkt auf einer Debatte darüber liegen, "wie man die Menschen in Arbeit integrieren kann". Langzeitarbeitslose bräuchten eine neue Ausbildung oder einen Job. "Am Regelsatz zu schrauben ist die einfachste Übung, Menschen in Arbeit zu bringen die schwierigere", sagt der Zeitung.

awö/dho/DPA/DPA

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