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Offenbar kein Funkloch bei Zugunglück in Bad Aibling

Im Zusammenhang mit dem Zugunglück in Bad Aibling wurde vermutet, dass es auf der Strecke ein Funkloch gegeben haben könnte. Der Fahrdienstleiter hatte einen Notruf an die Lokführer abgesetzt, der nie ankam. Doch das Netz ist offenbar fehlerfrei.

Die Unglücksstelle in der Nähe von Bad Aibling in Bayern: Züge haben sich ineinander verkeilt

Die Unglücksstelle in der Nähe von Bad Aibling in Bayern: Züge verkeilten sich ineinander

Bei dem Zugunglück in Bad Aibling soll es kein Funkloch gegeben haben. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Telekommunikationsexperten des bayerischen Landeskriminalamts (LKA). Das bahneigene Funknetz arbeite auf der Unglücksstrecke demnach lückenlos.

Bei dem Unfall in Bayern starben am 9. Februar elf Menschen. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Fahrdienstleister das Unglück durch einen Fehler verursacht haben. Der 39-Jährige, gegen den wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird, soll mit einem Sondersignal einen verspäteten Zug auf die eingleisige Strecke geschickt haben. Dies hätte er nach Überzeugung der Ermittler nicht tun dürfen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Fahrdienstleiter noch einen Notruf an die Lokführer abgesetzt. Dieser ging aber ins Leere. Daraufhin wurde spekuliert, dass es auf dem Abschnitt der Unglücksstrecke möglicherweise ein Funkloch gab. Diese Annahme ist offenbar falsch.

Keine Feier für Helfer von Bad Aibling

Das geplante Dankeschönfest für die Helfer nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling wurde abgesagt. "Der Kreisbrandrat hat uns gebeten, die Feier nicht stattfinden zu lassen, da mehrere Helfer noch zu traumatisiert seien", sagte der Zweite Bürgermeister der Stadt, Otto Steffl.

Zu der Feier, die am 16. April stattfinden sollte, waren ursprünglich rund 700 Mitglieder der Helfervereine eingeladen worden, die nach dem Unfall im Einsatz waren. Bereits eingegangene Geldspenden für das Fest werden laut Steffl zurücküberwiesen, Sachgeschenke auf die Vereine verteilt.

Eine Verschiebung komme zunächst aus logistischen Gründen nicht infrage, "aber vielleicht organisieren wir im nächsten Jahr noch mal eine Feier", sagte Steffl. Am kommenden Montag findet in München nach einem ökumenischen Gottesdienst ein Staatsempfang für die Helfer statt.

kis mit DPA
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