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Familie darf türkischen Nachnamen nicht ändern

Ein Ehepaar vermutet, dass ihre Kinder durch ihren türkischen Nachnamen benachteiligt werden. Das Braunschweiger Verwaltungsgericht sieht dies anders - und erlaubt der Familie nicht, den Namen der deutschen Mutter anzunehmen.

  Laut Gericht könne die Familie keine schwerwiegende Beeinträchtigung der Zwillinge durch ihren Nachnamen belegen

Laut Gericht könne die Familie keine schwerwiegende Beeinträchtigung der Zwillinge durch ihren Nachnamen belegen

Eine deutsch-türkische Familie ist vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig mit einer Klage gescheitert, ihren ausländischen Nachnamen ändern zu dürfen. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, argumentierten die Eltern damit, dass der türkische Nachname zu Diskriminierungen ihrer Kinder in der Schule geführt habe. Zuvor hatte auch das Standesamt Braunschweig den Antrag abgelehnt, vom türkischen Familiennamen des Vaters auf den deutschen Namen der Mutter wechseln zu dürfen.

Die Eltern vermuten, dass die Kinder wegen ihres Nachnamens auch für ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt wurden. Auch wurde ihnen spezieller Sprachförderbedarf attestiert, obwohl in der Familie gar kein Türkisch gesprochen wird.

Das Gericht entschied, diese Argumente seien für eine Namensänderung nicht ausreichend. Auch eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Zwillinge durch ihren Nachnamen habe die Familie nicht belegen können. "Ein ausländisch klingender Familienname allein rechtfertigt eine Namensänderung jedenfalls nicht", sagte Gerichtssprecher Torsten Baumgarten zu der Entscheidung.

amt/DPA
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