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Die wahre Geschichte vom Weihnachtsmann

Weihnachtliche Spurensuche mit Thomas Hauschild: Vom heiligen Nikolaus, dem Coca Cola-Mann, chinesischen Göttern und anderen Geschichten rund um den Weihnachtsmann erzählt er in einem Sachbuch.

  Er ist fast auf der ganzen Welt bekannt und wohl auch ebenso beliebt: der Weihnachtsmann. Doch woher kommt er eigentlich?

Er ist fast auf der ganzen Welt bekannt und wohl auch ebenso beliebt: der Weihnachtsmann. Doch woher kommt er eigentlich?

Er hat ein freundliches Gesicht, rote Bäckchen, einen weißen Rauschebart und trägt eine rote Kutte mit Pelzmütze. Vor allem bei Kindern erfreut er sich großer Beliebtheit. Schließlich hat er nur gute Dinge im Gepäck. Wahrscheinlich gehört er zu den bekanntesten Größen auf unserem Planeten. In den christlichen Ländern sowieso, aber auch in Peking und Singapur ist er längst populär: der Weihnachtsmann.

Über die Herkunft dieser universellen Erscheinung kursieren die verschiedensten Geschichten. Die einen bringen den Weihnachtsmann mit dem heiligen Nikolaus in Verbindung, die anderen mit Väterchen Frost. Dritte halten ihn für einen genialen Werbetrick von Coca Cola. Das alles stimmt und auch wieder nicht, verrät uns der Ethnologe Thomas Hauschild. In seinem Buch "Weihnachtsmann. Die wahre Geschichte" begibt er sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei überwindet er mühelos Jahrtausende und Kontinente.

Mischung aus christlicher Tradition und weltlicher Werbung

Denn sehr unterschiedliche Einflüsse und Traditionen sind in die Geschichte des Weihnachtsmannes eingeflossen. Dass der heilige Nikolaus eine wichtige Rolle in der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsmannes spielt, ist unbestritten. Um den Bischof von Myra aus dem 4. Jahrhundert rankten sich seit jeher zahlreiche Legenden. Im Mittelalter wurde er zu einer Art Wundermann, der den Menschen Gutes tat. So soll er einem armen Vater, der seine Töchter aus Not als Prostituierte verkaufen wollte, einen Klumpen Gold geschenkt haben. Auch soll er Männer vor dem Scharfrichter und Schiffbrüchige gerettet haben. Bald wurde der heilige Nikolaus zum Schutzpatron der Kinder. An seinem Namenstag, dem 6. Dezember, wurden sie beschenkt.

Recht erstaunt dürften heutige Leser über die früheren rauen Weihnachtsbräuche sein. Gilt Weihnachten heute als Fest der Heimeligkeit, ging es im Mittelalter ausgesprochen deftig zu. Die Sitten erinnerten eher an einen ausgelassenen Straßenkarneval mit Betteln und Anmachen. Dem guten Nikolaus wurde der böse, strafende Knecht Ruprecht mit seiner Rute an die Seite gestellt. Wie Hauschild zu berichten weiß, haben sich einige dieser rauen Bräuche in abgewandelter Form noch in Enklaven erhalten, etwa auf der Insel Borkum. Erst in der Neuzeit zivilisierte sich das Weihnachtsfest.

Eine nicht unwesentliche Rolle in der Entstehungsgeschichte des heutigen Weihnachtsmannes spielte der Pfälzer Thomas Nast (1840-1902), der als Kind in die USA auswanderte. Er stellte "Old Santa Claus" in seinen populären Zeichnungen als gemütlichen, alten weißbärtigen Mann mit Tonpfeife dar. Dieser Weihnachtsschrat, dessen Schlitten zunächst von einem Pferd, dann von einem Rentier gezogen wurde, fand später Eingang in die Coca-Cola-Welt. 1931 war das Geburtsjahr des Coca Cola-Weihnachtsmannes, eines freundlichen alten Mannes in rotweißer Winterkleidung, der sich eine Coke genehmigt. Spätestens da bekam der Weihnachtsmann sein heute bekanntes Gesicht. Doch die Geschichte des Weihnachtsmannes ist damit noch nicht zu Ende erzählt.

Parallelen zu chinesichen Göttern

Schließlich hat sie, jenseits christlicher Traditionen, auch mit uralten Winterbräuchen zu tun. Der Beginn des Winters war in agrarischen Gesellschaften eine Zeit des Zusammenrückens, aber auch des Schlachtens und Konservierens vor langen Monaten der Entbehrung. Ein Gabenbringer war da mehr als willkommen. Hauschild schlägt den Bogen jedoch noch weiter. Für uns westliche Leser überraschend, zeigt er Parallelen mit chinesischen Göttern der Langlebigkeit auf wie etwa Shou Xing oder Nan Dou. Auch diese alten Männer mit ihren Rauschebärten sind als Wohltäter der Kinder bekannt.

Hauschild ist ein ebenso fundiertes wie lebendiges Buch mit erstaunlichen Erkenntnissen gelungen. Er zeigt, dass die Geschichte des Weihnachtsmannes über Coca Cola und das Christentum weit hinaus reicht. Sie hat viel mit unseren Träumen und Sehnsüchten zu tun - und das macht den Weihnachtsmann fast unsterblich.

Sibylle Peine, DPA/DPA

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