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Puffmutter muss ins Gefängnis

Die so genannten Flatrate-Bordelle waren den Behörden schon lange ein Dorn im Auge - und ihre Chefin ebenfalls. Nun muss Patricia F. ins Gefängnis. Wegen Sozialversicherungsbetrugs. Ein anderer Vorwurf wurde fallen gelassen.

Sozialversicherungsbetrug ja, Menschenhandel nein: Patricia F., Chefin von vier Flatrate-Bordellen, ist am Freitag zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Stuttgarter Landgericht sah es als erwiesen an, dass die Frau 2,7 Millionen Euro Sozialversicherungsbeiträge am Fiskus vorbeigeschleust hat. Auch zwei Mitangeklagte der 26-Jährigen wurden mit mehreren Jahren Haft bestraft. Zwei weitere Helfer kamen mit Bewährungsstrafen, einer mit einer Geldstrafe davon. Gewaltdrohungen gegen die Prostituierten sah das Gericht nicht.

Die "Pussy-Clubs" hatten in Stuttgart, Heidelberg, Berlin und Wuppertal mit Sex zu Einheitspreisen, sogenannten Flatrates, geworben. Menschenrechtsorganisationen, Politiker und Kirchenverbände verurteilen das Angebot als menschenverachtend und gingen dagegen vor. Im vergangenen Jahr wurden die Clubs in Heidelberg und Stuttgart nach Razzien geschlossen. Hygienische Mängel waren der offzielle Grund.

ben/DPA/DPA

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