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Warum sind Rasierer für Frauen eigentlich 40 Prozent teurer?

In Deutschland gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, schon klar. Wie gleich zum Beispiel die Geschlechter aber wirklich behandelt werden, davon erzählt ein Video der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Der Clip ist ein Klick-Hit.

Frau sagt mit erhobenem Zeigefinger

"Pfui!": Eine Szene aus dem Video der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Seit ihrer Gründung 2006 kümmert sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes um Menschen, die sich aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt fühlen. Die Organisation unterstützt die Diskriminierten bei der Durchsetzung ihrer Rechte.

Dass es aber auch neun Jahre, nachdem die ADS ins Leben gerufen wurde, noch sehr viel zu tun gibt, darauf macht die Stelle in einem Video aufmerksam, das auf ihrer Facebook-Seite zu sehen ist: In dem Clip mit dem selbsterklärenden Titel "12 Dinge, die sie noch nicht über Geschlechterdiskriminierung wussten" lesen Frauen und Männer unbequeme Wahrheiten vor wie: "Rasierer sind für Frauen im Schnitt mehr als 40 Prozent teurer als für Männer." Oder: "Etwa jede zweite Studienanfängerin ist weiblich. Aber nur jeder fünfte Professor ist eine Frau." Oder auch: "Schachweltmeisterschaften sind nach Geschlechtern getrennt. Frauen und Männer können nicht gegeneinander antreten."

Auch Klaus Wowereit kommt zu Wort

Gefilmt wurde das Video auf bei einem Aktionstag zum Thema in Berlin, auch der ehemalige Hauptstadtbürgermeister Klaus Wowereit und CDU-Politikerin Rita Süssmuth kommen zu Wort.

12 Dinge, die Sie noch nicht über Geschlechterdiskriminierung wussten. #Rasierer #Schach #Chefetagen

Posted by Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) on Mittwoch, 23. September 2015

Im Netz ist der Clip ein Hit. Über 150.000 Aufrufe verzeichnet er nach wenigen Tagen, fast 2000 Mal haben Facebook-Nutzer ihn geteilt.

tim

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