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Bischöfe weisen Vorwurf der Aktenvernichtung zurück

Die Missbrauchsstudie ist gestoppt. Von Zensur und Aktenvernichtung könne aber keine Rede sein, betonen die deutschen Bischöfe. Zweifel am Aufklärungswillen der katholischen Kirche bleiben bestehen.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat im Streit um die gestoppte Studie zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche den Vorwurf der Aktenvernichtung abermals zurückgewiesen. "Es gibt keinerlei Hinweise für Aktenvernichtungen im kirchlichen Bereich", bekräftigte Sekretär Hans Langendörfer am Donnerstag im Deutschlandfunk.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat der katholischen Kirche vorgeworfen, sie sei womöglich nicht an der vollständigen Aufklärung von Missbrauchsfällen interessiert. Die Entscheidung, die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut zu beenden, erwecke den Eindruck, als wollten Kirchen-Vertreter letztlich doch nicht alles unabhängig aufklären lassen, sagte die Ministerin am Donnerstag dem Deutschlandfunk. Möglicherweise habe die Kirche am Ende ihre Hand auf gewonnenen Erkenntnisse halten wollen. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, wies dagegen den Vorwurf der Zensur erneut zurück. Vielmehr habe es Differenzen mit dem Leiter des Forschungsprojekts, Christian Pfeiffer, über die Auswertung von auf Tonband aufgezeichneten Interviews gegeben. Langendörfer, wandte sich auch gegen Berichte, es seien von kirchlicher Seite Akten zu Missbrauchsfällen vernichtet worden. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte.

"Schlag ins Gesicht der Opfer"

Der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat der katholischen Kirche nach dem Stopp des Forschungsprojekts über Kindesmissbrauch den Willen zur Aufklärung abgesprochen. "Ich habe den Verdacht, dass starke Kräfte in der katholischen Kirche jetzt nach der Methode Vergessen-und-Vergeben arbeiten", sagte Hilgers der "Saarbrücker Zeitung". Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sprach von einem "Schlag ins Gesicht der Opfer". Es müsse schnell ein neuer Weg für die rückhaltlose Aufklärung gefunden werden, verlangte sie in der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals ist nach einem Zerwürfnis zwischen der Kirche und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen vorerst gescheitert.Christian Pfeiffer, will das Forschungsprojekt trotzdem fortsetzen - auch ohne Unterstützung der Bischöfe. Die wiederum suchen nun nach einem neuen Projektpartner.

Theologe vermutet Machtkampf unter Bischöfen

"Für die Opfer ist der Stopp der Studie sehr enttäuschend. Wir werden die Opfer bitten, mit uns weiter zusammen zu arbeiten", bekräftigte Pfeiffer der "Passauer Neuen Presse". Den Bischöfen warf er versuchte Zensur vor: "Die katholische Kirche wollte offenbar ein Gutachten ganz nach ihrem Geschmack." Die Hauptwiderstände seien aus der Diözese München und Freising gekommen, in der Papst Benedikt XVI. einst Erzbischof war. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass dieser Zusammenhang eine Erklärung sein könnte.

Der Münsteraner Theologe Klaus Müller vermutet einen Machtkampf unter den Bischöfen hinter dem vorläufigen Scheitern des Projekts. Insbesondere konservative Geistliche hätten Angst vor den Ergebnissen der umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung, sagte der Wissenschaftler vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" an der Universität Münster der Nachrichtenagentur DPA. "Es kann nur daran liegen, dass die Seite der Bischöfe, die diese Form der Aufklärung für richtig halten, unter massivem Druck der konservativen Kräfte stehen."

Bischofskonferenz weist Vorwürfe zurück

Die Deutsche Bischofskonferenz will sich nun einen neuen wissenschaftlichen Partner suchen. Sprecher Matthias Kopp nannte den Vorwurf der Zensur im "Mannheimer Morgen" absurd: "Der Wechsel des Projektpartners, den wir jetzt vollziehen, hat ausschließlich persönliche Gründe im Zerwürfnis mit dem Projektleiter." Er verwahrte sich gegen den Vorwurf, die Aufarbeitung sei an kirchlichem Widerstand gescheitert. "Es gibt kein Bistum, das aus dem Projekt ausgestiegen ist", sagte er.

dho/ins/DPA/DPA

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