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Verdächtige von Hinterhalt auf Dach in der Schanze wieder freigelassen

Die Polizei veröffentlichte Wärmebildaufnahmen von Menschen, die Gegenstände von Häusern auf Polizisten warfen: 13 Tatverdächtige mussten nun dennoch freigelassen werden. Es habe keine belastbaren Anhaltspunkte für Beteiligung an Gewalttaten gegeben, teilte ein Gericht mit.

Auf den Dächern im Schanzenviertel sammelten sich am G20-Wochenende Randalierer und Schaulustige

Auf den Dächern im Schanzenviertel sammelten sich am G20-Wochenende Randalierer und Schaulustige

Auf dem Höhepunkt der -Krawalle im Hamburger Schanzenviertel in Gewahrsam genommene 13 Tatverdächtige sind wieder auf freiem Fuß. Es handelt sich nach Angaben des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom Dienstag um jene Personen, die in der Nacht zum Samstag auf dem Dach, im Hinterhof und in anderen Bereichen des Gebäudes am Schulterblatt 1 festgesetzt worden waren. Schwer bewaffnete Spezialkräfte hatten das eingerüstete Gebäude gestürmt, von dem aus Randalierer die Polizei massiv angegriffen hatten. Zuerst hatte das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet. 

Für keine der 13 Personen sei ein Haftbefehl beantragt worden, bestätigte Gerichtssprecher Kai Wantzen. Er begründete dies damit, dass sich aus der Situation der Ingewahrsamnahme heraus keine belastbaren Anhaltspunkte für die Beteiligung an Gewalttaten ergeben hätten. 

G20-Krawalle: Woran Ingewahrsamnahme scheiterte

Eine Verlängerung der Ingewahrsamnahme scheiterte demnach in fünf Fällen daran, dass die Polizei die 13 Anträge hierfür so kurzfristig einreichte, dass die hoch belastete Nebenstelle des Amtsgerichts Hamburg nicht mehr rechtzeitig vor Ablauf der Frist eine Entscheidung darüber habe treffen können. In vier Fällen habe mangels Anhaltspunkten für die Beteiligung an den Gewalttaten die Freilassung angeordnet werden müssen, in weiteren vier Fällen sei die Ingewahrsamnahme bis zum Sonntag beziehungsweise Montag verlängert worden.

Die hatte die Randalierer in der Straße Schulterblatt zunächst mehrere Stunden lang gewähren lassen, weil sie einen Hinterhalt befürchtete. In dieser Zeit wurden Barrikaden angezündet und Läden geplündert. Erst als das Haus gesichert war, gingen die Kräfte massiv vor.

 


feh/DPA

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