Startseite

Neuseeland öffnet die Ehe für Homosexuelle

Ab sofort sind Homosexuelle in Neuseeland bei der Ehe gleichgestellt. Die ersten Hochzeiten fanden in Flugzeugen oder sogar mit Gottes Segen statt. Auch erste Hochzeitstouristen reisten an.

  Jess Ives und Rachel Briscoe feierten ihre Hochzeit in Rotorua im Herzen von Neuseelands Nordinsel

Jess Ives und Rachel Briscoe feierten ihre Hochzeit in Rotorua im Herzen von Neuseelands Nordinsel

Gleiche Pflichten, gleiche Rechte: Ab sofort gehört Neuseeland zu den wenigen Ländern auf der Erde, die eine völlige Gleichstellung im Eherecht für Homosexuelle eingeführt haben. Ein entsprechendes Gesetz, welches im April verabschiedet wurde, trat am Montag in Kraft.

Zu den ersten Brautpaaren gehörten Lynley Bendali und Ally Wanikau, die einen Wettbewerb von Air New Zealand gewonnen hatten und an Bord eines Flugzeugs zwischen Queenstown und Auckland heirateten. Neben ihren drei Kindern und der Familie war auch US-Schauspieler Jesse Tyler Ferguson (bekannt aus der TV-Serie "Modern Familiy") mit seinem Mann an Bord.

Laut der Tageszeitung "The New Zealand Herald" gehörten Tash Vitali und Mel Ray aus Auckland zu den ersten Frauen, die das neue Gesetz in Anspruch nahmen. Sie fuhren schon am Morgen gegen halb neun mit dem Motorrad zur Christian Unitary Church im pitoresken Stadtteil Ponsonby, wo sie von einem Pfarrer der protestantischen Kirche getraut wurden.

17. Land das Homosexuelle bei der Ehe gleichstellt

In der Hauptstadt Wellington schlossen die Australier Paul McCarthy und Trent Kandler im Nationalmuseum im Beisein von Familie und Reportern den Bund fürs Leben. Sie hätten kein Problem mit Publicity, wenn die Welt dadurch sehe, dass schwule Männer keine Bedrohung darstellten, sagten sie. In ihrer Heimat gibt es keine vollkommene Gleichstellung, sondern ähnlich wie in Deutschland ein Lebenspartnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare.

Nach Angaben der Standesämterbehörde wollten sich im Laufe des Tages 31 lesbische und schwule Paare das Jawort geben. Neuseeland ist das erste Land in Ozeanien, das gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Mit der Legalisierung der Homo-Ehe können Schwule und Lesben erstmals auch gemeinsam Kinder adoptieren.

In diesem Jahr ist Neuseeland schon das sechste Land, welches die Ehe auch für Homosexuelle erlaubt. Zuvor geschah dies bereits in Brasilien, Frankreich, Kolumbien, Uruquay und - versehentlich - in Costa Rica. In Brasilien und Kolumbien gibt es zwar noch keine Gesetze, welche die Homo-Ehe regeln, die höchsten nationalen Gerichte haben allerdings in aktuellen Urteilen homosexuelle Paare heterosexuellen gleichgestellt.

Im kommenden Jahr soll die Homo-Ehe auch in Großbritannien eingeführt werden, allerdings beschränkt auf England und Wales. In Schottland und Nordirland wird ein entsprechendes Gesetz vorerst wohl nicht umgesetzt. Insgesamt gibt es die gleichgeschlechtliche Ehe mittlerweile in 17 Ländern.

ono/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools