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Hamburg bereitet sich auf Hooligan-Demo vor

Nach den Krawallen in Köln sind weitere Demos der rechtsradikalen Hooligans in Hamburg und Berlin geplant. Die Hamburger Polizei will mit dem Veranstalter sprechen und eventuell Auflagen verhängen.

Von Katharina Grimm

  In Köln kam es nach einer Hooligan-Demo zu schweren Ausschreitungen.

In Köln kam es nach einer Hooligan-Demo zu schweren Ausschreitungen.

Nach den massiven Ausschreitungen am Sonntag in Köln verlief eine weitere Demo in Dresden am Montag friedlich. Dort war die Gruppe "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) gegen "Glaubenskriege" auf die Straße gegangen. Zwar betonte einer Initiatoren der Veranstaltung, dass Gewalt absolut abgelehnt werde. Rechtsradikale Parolen waren aber zu hören. Ein Großaufgebot der Polizei hatte die rund 500 Dresdner begleitet.

Dass es nach der Eskalation in Köln nun friedlicher werden könne, ist ein Trugschluss. Denn die Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) planen schon die nächsten Aufmärsche. Hooligans und Neonazis wollen am 15. November in Hamburg und Berlin demonstrieren. Entgegen anderer Gerüchte, die im Netz kursieren, ist für den 9. November in Berlin bislang keine Hooligan-Demo angemeldet worden. Nach Köln ist zu erwarten, dass sowohl die Polizei als auch Gegendemonstranten sich anders auf den Termin vorbereiten.

Rechte Demo in der linken Schanze

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) prüft ein Verbot der Demo. In Hamburg will die Polizei zunächst mit dem Veranstalter, der die Demo angemeldet hat, sprechen. Es soll sich um eine Privatperson handeln, die "bislang ein unbeschriebenes Blatt" sei, sagt eine Polizeisprecherin. Auch wenn der Veranstalter selbst noch nicht als Teil der rechtsradikalen Hooligan-Szene aufgefallen ist, ruft HoGeSa auf ihrer Facebook-Seite zur Teilnahme auf.

Die Demonstrantion soll ausgerechnet durch die Sternschanze, dem links-alternativen Stadtteil, führen. Ausschreitungen sind da programmiert. "Wir werden mit dem Mann Kooperationsgespräche führen. Aber je unkooperativer sich jemand zeigt, um so höher werden unsere Auflagen ausfallen", so die Polizei-Sprecherin. Auch ein Verbot der Versammlung sei nicht ausgeschlossen. Die Antifa Hamburg schrieb dazu auf ihrer Facebook-Seite: "Und es ist hoffentlich nur ein schlechter Witz, dass diese Spinner von der Sternschanze losgehen wollen."

Die Schlacht geht im Netz weiter

Via Facebook und auf Twitter organisieren sich vor allem linke Gruppen zu Gegenveranstaltungen. Auch die Teilnehmer der HoGeSa-Demos am 15.November bilden über Facebook-Seiten schon Fahrgemeinschaften. Der Veranstalter gab gegenüber der Polizei an, dass er mit 500 Teilnehmern rechne. Am Sonntag waren in Köln 4000 gewaltbereite Neonazis und Fußball-Hooligans dabei. Über die Facebook-Seite haben sich für die Demo in Hamburg bereits über 5000 Menschen angemeldet.

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