Startseite

Ausstellung "Von ganz weit weg" beginnt

50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges fanden zahlreiche Juden aus der ehemaligen Sowjetunion seit 1990 in Deutschland ein neues Zuhause. Das Jüdische Museum in München erzählt ihre Geschichten.

  Das Jüdische Museum in München zeigt ab Dienstag Erinnerungsstücke an Juden, die nach der Wiedervereinigung in die Bundesrepublik kamen

Das Jüdische Museum in München zeigt ab Dienstag Erinnerungsstücke an Juden, die nach der Wiedervereinigung in die Bundesrepublik kamen

Irina Boukhgalter hat nicht viel mitgebracht aus der ehemaligen Sowjetunion. Eins der wenigen Dinge ist ein Tallit, ein Gebetsmantel, der ihrem Großvater gehörte. Und sie kann sich noch genau erinnern, wann sie den das erste Mal wahrgenommen hat. Es war das Jahr 1941. Ihr Vater war nach dem Angriff des Deutschen Reiches eingezogen worden, sie mit ihrer Mutter und den Großeltern nach Sibirien geflohen. "Einmal habe ich gesehen, wie mein Großvater in der beengten Unterkunft den Tallit herausgeholt und dafür gebetet hat, dass mein Vater unverletzt aus dem Krieg zurückkommt", erinnert sie sich. "Der Tallit ist eine Erinnerung an meine Kindheit, meine Familie. Ich konnte ihn nicht weggeben, obwohl ich nicht gläubig bin."

Irina Boukgalter ist das, was man einen jüdischen "Kontingentflüchtling" nennt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands kam die Jüdin in die Bundesrepublik - genauer gesagt nach München. Sie ist eine von 23 dieser Flüchtlinge, die dem Jüdischen Museum dort ein ganz besonderes Erinnerungsstück überlassen haben. Diese Andenken sind von diesem Dienstag an in der Ausstellung "Von ganz weit weg - Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion" zu sehen.

Seit 1991 rund 200.000 russischsprachige Einwanderer

Die Schau ist der zweite Teil der Ausstellungsreihe "Juden 45/90". Zehntausende Juden kamen seit Anfang der 1990er Jahren als "Kontingentflüchtlinge" ins wiedervereinigte Deutschland. "Zum ersten Mal nach der Shoa wurde Deutschland als Einwanderungsland für Juden attraktiv", sagte Kuratorin Piritta Kleiner am Montag. Ihre Geschichten wollten sie und ihre Kollegin Jutta Fleckenstein erzählen, ohne dass die Protagonisten sich ausgestellt fühlen "wie Juden hinter Glas".

Seit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zur Aufnahme von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion im Jahr 1991 kamen nach Museumsangaben rund 200.000 russischsprachige Einwanderer nach Deutschland. Nach Berlin und Düsseldorf wurde München die Stadt mit dem größten Zuwachs. Fast 28.000 Menschen kamen nach Bayern, davon leben rund 10.000 allein in München.

Die Ausstellung, die noch bis zum 27. Januar läuft, zeichnet die Wege der Einwanderer in die neue Heimat nach und will der Frage nachgehen, welche Erinnerungswelten sich hinter den Erinnerungsstücken verbergen. "Es ist eine Momentaufnahme", betonte Kuratorin Fleckenstein. "In 20 Jahren würde eine solche Ausstellung wahrscheinlich völlig anders aussehen."

Britta Schultejans,DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools