HOME

Ostdeutsche haben bei Kinderkrippen die Nase vorn

Fast jedes zweite Kind unter drei Jahren in Ostdeutschland geht in eine Kinderkrippe. Damit liegen die ostdeutschen Bundesländer meilenweit vor den westdeutschen Ländern, wo gerade mal 5 bis 15 Prozent der Kleinkinder betreut werden.

In ostdeutschen Kommunen nehmen weiter deutlich mehr Eltern Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren in Anspruch als im Westen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, lag die Betreuungsquote im März 2009 in mehr als jeder zweiten kreisfreien Stadt und in fast jedem dritten Landkreis im Osten Deutschlands bei mindestens 50 Prozent. In Westdeutschland dagegen lag der Anteil der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe überwiegend nur zwischen 5 und 15 Prozent. In Berlin betrug die Quote 41,5 Prozent.

Die höchsten Betreuungsquoten gab es laut Bundesamt in drei Landkreisen in Sachsen-Anhalt: Der Kreis Jerichower-Land hatte die bundesweit höchste Betreuungsquote (61,8 Prozent), gefolgt vom Salzlandkreis (59,6 Prozent) und dem Landkreis Börde (57,7 Prozent). Sachsen-Anhalt sei das einzige Bundesland, in dem alle Landkreise und kreisfreien Städte eine Betreuungsquote von mindestens 50 Prozent aufwiesen, erklärten die Statistiker. Die niedrigsten Betreuungsquoten für Kinder unter drei Jahren haben die niedersächsischen Landkreise Aurich (5,8 Prozent), Cloppenburg (5,3 Prozent) und Leer (3,6 Prozent).

APN/APN

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren