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Die geniale Antwort eines Deutsch-Iraners auf rechte Hetze

Ein Regensburger Student, Sohn eines Iraners und einer Deutschen, kennt rassistische Anfeindungen aus dem Alltag, doch seit Köln ist alles noch viel schlimmer. Dagegen hat er jetzt getwittert – mit viel Erfolg.

Der Tweet von Ssaman Mardi

Das beste Rezept gegen Hass und Hetze: eine Prise Ironie

Seit den Ereignissen von Köln hat die ausländerfeindliche Hetze in Deutschland massiv zugenommen. Kübelweise ergießen sich Hass, Hetze und Pöbeleien im Internet. So ergeht es auch einem Regensburger Studenten, der mit täglichen Anfeindungen konfrontiert ist. Doch der junge Mann mit Namen Ssaman Mardi wollte sich damit nicht abfinden und setzte einen Tweet ab: "Seit #Silvester haben mich schon drei Leute dazu aufgefordert in meine #Heimat zurückzukehren. Was soll ich denn bitte in #Göttingen?"

Mardi ist erst seit Kurzem auf Twitter, aber der Deutsch-Iraner brachte es mit seinem Tweet im Rekordtempo zu einer gewissen Berühmtheit. Sein Statement, (es war erst sein zweiter Tweet überhaupt)  wurde bislang über 2.600 Mal retweetet und über 5000 Mal mit geliked. Das ist für einen Neuling auf Twitter eine beachtliche Zahl – und zeigt, dass Mardi einen Nerv getroffen hat.

Nicht nur Frauen sind Opfer

Die verheerende Silvesternacht in Köln hat nicht nur zahlreiche Frauen zu Opfern gemacht, sondern auch Flüchtlinge und Muslime. “Wir erleben eine neue Dimension des Hasses sagte der Zentralratsvorsitzende der Muslime, Adam Mazyek.

Mardi bestätigte der "Mittelbayerischen Zeitung" die gleiche Erfahrung. Er sei in Göttingen als Sohn eines Iraners und einer Deutschen geboren, lebe aber seit 20 Jahren in Bayern. In Landshut sei er aufgewachsen, jetzt studiere er Informatik in Regensburg. Feindselige Äußerungen kenne er aus dem Alltag, "aber seit Silvester hat das zugenommen", sagte er der Zeitung. Er werde auf der Straße und online beschimpft. Deshalb habe er beschlossen, die Anfeindungen öffentlich zu machen, "statt den Frust in mich hineinzufressen".

Viele fühlen sich ermutigt

Der Erfolg seines Tweets gibt ihm Recht. Viele der Antworten sind so ironisch wie der Tweet und verteidigen Göttingen als lebenswerte Stadt. Oder Mardi bekommt Zuspruch von anderen Migranten, die Ähnliches erleben. Viele Menschen hätten sich von seinem Tweet ermutigt gefühlt, das freue ihn, sagte er der Mittelbayerischen Zeitung.





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