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Jugendlicher rettet Kleinkind das Leben - und wird jetzt gesucht

In Bayern hat ein Jugendlicher einem zweijährigen Kind das Leben gerettet - und ist dann verschwunden. Jetzt wird er von der Feuerwehr gesucht. Die will ihm offiziell für seine Tat danken.

Stephan Rudolph, der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr München.

Stephan Rudolph, der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr München. Die Feuerwehr sucht nach einem Jugendlichen, der ein Kleinkind vor dem Ertrinken gerettet hat.

Am späten Donnerstagnachmittag spielt in München ein kleines Mädchen am Wasser, läuft auf Kieselsteinen am Seeufer entlang. Plötzlich rutscht es auf der Böschung auf dem Geröll aus und fällt in den Feldmochinger See. Das Kind ist erst zwei Jahre alt und kann noch nicht schwimmen. Doch ein Jugendlicher steht in der Nähe, sieht, was passiert und reagiert blitzschnell. Er springt in den See und zieht das Mädchen zurück ans Ufer, rettet dem Kleinkind damit wohl das Leben.

Der Jugendliche übergibt die Kleine ihrer Mutter, die alarmiert sofort die Feuerwehr und einen Notarzt.

Der junge Mann verschwindet, noch bevor die Rettungskräfte eintreffen. Soweit der Fall, den die Münchner Berufsfeuerwehr in einer Mitteilung schildert, auch die Lokalpresse hat über den unbekannten Lebensretter aus Bayern berichtet.

Jugendlicher Retter soll ausgezeichnet werden

Das kleine Mädchen lebt, es wurde am Donnerstag nur zur Kontrolle in eine Münchner Kinderklinik gebracht. Wie es aussieht, konnte der Jugendliche tatsächlich das Schlimmste verhindern: "Aufgrund des schnellen Handelns des jungen Mannes kam das kleine Mädchen mit dem Schrecken davon", teilt die Münchner Feuerwehr mit.


Deshalb soll der anonyme Lebensretter nun für seinen Einsatz belohnt werden. Die Münchner Berufsfeuerwehr sucht aktuell nach dem Jugendlichen in den sozialen Netzwerken und hofft auf die Mithilfe der Nutzer. Um den Jugendlichen zu finden, hat die Feuerwehr einen Aufruf gestartet:

"Wir suchen den Lebensretter der Zweijährigen, der durch das schnelle Erkennen der lebensbedrohlichen Situation und sein beherztes Eingreifen Schlimmeres verhinderte. Die Feuerwehr München möchte sich daher bei Ihm persönlich bedanken und ihn für sein vorbildliches Verhalten auszeichnen", schreibt die Münchner Feuerwehr auf Facebook. Der Aufruf wurde bislang knapp 1.600-mal geteilt.


Eine Frau auf Facebook behauptet derweil, der Retter sei ihr 13 Jahre alter Sohn Florian, das konnte bislang jedoch nicht überprüft werden.

jen

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