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Mutter Teresa wird im September heiliggesprochen

Sie war der Engel der Armen: Die Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa soll im September von Papst Franziskus heiliggesprochen werden, nur 13 Jahre nach ihrem Tod. Das wäre eine der schnellsten Seligsprechungen der Neuzeit.

Die katholische Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa im blau-weißen Schleier

Die katholische Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa wird im September heiliggesprochen

Mutter Teresa, die für ihren Einsatz für die Ärmsten der Armen in Indien bekannt wurde, wird am 4. September heiliggesprochen. Das Datum für die Kanonisierung der albanisch-indischen Friedensnobelpreisträgerin legte Papst Franziskus am Dienstag bei einem Treffen mit seinen Kardinälen fest. Die Zeremonie werde in Rom stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Sie gilt bereits jetzt als einer der Höhepunkte des "Heiligen Jahres der Barmherzigkeit".

Die 1997 im Alter von 87 Jahren gestorbene Nonne war 2003 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen worden. Es handelte sich um eine der schnellsten Seligsprechungen der Neuzeit. Selige und Heilige werden in der katholischen Kirche als Vorbilder christlichen Lebens verehrt. Zuletzt sprach Papst Franziskus die Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. heilig.

Mutter Teresa kümmerte sich unermüdlich um Hungernde und Kranke

Im Dezember hatte Franziskus einer Empfehlung der zuständigen Kongregation im Vatikan zur Heiligsprechung von Mutter Teresa zugestimmt. Damit schrieb er ihr das für die Heiligsprechung nötige "zweite Wunder" zu. Es soll sich dabei um die scheinbar unerklärliche Heilung eines schwer kranken Mannes gehandelt haben.

Mutter Teresa hatte 1950 im indischen Kolkata ihren Orden Missionarinnen der Nächstenliebe" gegründet, weil die Armut sie dort so sehr erschüttert hatte. Seither kümmerte sich die Nonne unermüdlich um Obdachlose, Hungernde, Ausgestoßene und Todkranke. Deshalb wurde sie auch "Engel der Armen" genannt.

Bei dem ordentlichen Konsistorium wurden auch die Termine für die Kanonisierung vier weiterer Seliger festgelegt, die ebenfalls im Vatikan stattfinden: Am 5. Juni werden der polnische Ordensgründer Stanislaus von Jesus Maria (1631-1701) und die Schwedin Maria Elisabeth Hasselblad (1870-1957) heiliggesprochen. Sie war mit Anfang 30 zum Katholizismus konvertiert und hatte später einen neuen Zweig des schwedischen Birgittenordens gegründet. Hasselblad wurde auch als Judenretterin bekannt.

jen/DPA
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