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Weißes Haus kündigt Berufung gegen Stopp von Einwanderungsdekret an

Mehrere Verletzte nach Explosion am Ätna +++ Hunderte Briten wollen die deutsche Staatsbürgerschaft +++ Schüsse an französischer Schule - mehrere Verletzte +++ Die Nachrichten des Tages.

Sean Spicer mit der neuesten Hiobsbotschaft

Sean Spicer mit der neuesten Hiobsbotschaft aus dem Weißen Haus

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 23.04 Uhr: Kölner Silvesternacht: Scharfe Kritik an Verantwortlichen +++

Fast 15 Monate nach den massiven Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht hat der Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags Bilanz gezogen. Im Entwurf seines Abschlussberichts erhebt das Gremium nach Informationen der Zeitung "Express" schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen. "Die Übergriffe der Silvesternacht 2015/2016 hätten, zumindest weitgehend, verhindert werden können, wenn schon bei den ersten Straftaten frühzeitig und entschlossen durchgegriffen worden wäre. Für ein solches Vorgehen fehlten der Überblick und die nötigen Kräfte", zitiert das Blatt aus dem Papier. Die Einsatzplanung der Stadt Köln und der Landespolizei wird dem Bericht zufolge wegen mangelnder Berücksichtigung der Erfahrungen aus den Vorjahren als "unzureichend" bezeichnet, die Reduzierung der angeforderten Kräfte durch das Land als "grober Fehler" mit fatalen Folgen bewertet.

+++ 22.18 Uhr: Ungarns Staatspräsident Ader unterzeichnet verschärftes Asylgesetz +++

Der ungarische Staatspräsident Janos Ader hat das neue Asylgesetz unterzeichnet, demzufolge künftig alle Asylbewerber in Lagern unmittelbar an der Grenze festgehalten werden sollen. Ader nahm die Unterzeichnung bereits am Mittwoch vor. Das ungarische Internet-Portal "index.hu" berichtete darüber, nachdem es auf der Webseite des Parlaments eine diesbezügliche Mitteilung Aders an Parlamentspräsident Laszlö Köver entdeckt hatte. Das Gesetz war vor zehn Tagen vom Parlament beschlossen worden. Es stieß auf starke internationale Kritik. Die pauschale Festhaltung von Asylbewerbern verstößt nach Ansicht von Juristen gegen internationales Recht. Das neue ungarische Gesetz sieht sogar die Internierung von unbegleiteten Minderjährigen vor.

+++ 22.06 Uhr: Umfrage: CDU und SPD vor Saar-Landtagswahl fast gleichauf +++

Gut eine Woche vor der Landtagswahl im Saarland zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den derzeitigen Regierungspartnern CDU und SPD ab. In einer Umfrage für die ARD liegen die Parteien fast gleichauf. Neben der Fortsetzung der großen Koalition ist demnach ein rot-rotes Bündnis möglich. Die Wahl am 26. März gilt als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September. Die CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer lag in der Infratest-dimap-Umfrage mit 35 Prozent nur noch leicht vor der SPD mit 34 Prozent. Die Linkspartei kam auf 13 Prozent, die AfD auf 6,5 Prozent. Die Grünen müssen demnach mit nur noch 4,5 Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Schlechte Chancen dafür hat die FDP mit nur noch drei Prozent. Die ARD wies darauf hin, dass es sich bei den Ergebnissen nicht um eine Wahlprognose handele, sondern um die politische Stimmung in der laufenden Woche.

+++ 21.57 Uhr: Weißes Haus kündigt Berufung gegen Stopp von Einwanderungsdekret an +++

Das Weiße Haus hat angekündigt, den Stopp des neuen Einwanderungsdekrets von US-Präsident Donald Trump vor Gericht anzufechten. "Wir haben die Absicht, gegen diese fehlerhafte Entscheidung Berufung einzulegen", sagte Präsidentensprecher Sean Spicer. Die Juristen der Regierung würden die beste Strategie anwenden, um das Dekret zu verteidigen. Zuvor hatte Trump bereits angekündigt, gegen die Entscheidung notfalls "bis vor das Oberste Gericht" zu ziehen. Am Mittwoch und Donnerstag hatten Richter in den Bundesstaaten Hawaii und Maryland ein von Trump erlassenes Dekret mit pauschalen Einreiseverboten für Bürger muslimischer Staaten sowie Flüchtlinge vorläufig außer Kraft gesetzt. Bereits ein ähnliches Dekret Trumps von Ende Januar war gerichtlich gestoppt worden. Trump entschied sich daraufhin, eine neue Anordnung formulieren zu lassen.

+++ 20.44 Uhr: Mindestens 42 Tote bei Luftangriff auf Moschee bei Aleppo +++

Bei einem Luftangriff auf eine Moschee nahe der Großstadt Aleppo im Norden Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens 42 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Viele von ihnen lägen noch unter den Trümmern des Gebäudes. Aktivisten sprachen noch einer noch höheren Zahl an Todesopfern. Getroffen wurde demnach eine Moschee in dem von Rebellen kontrollierten Ort Al-Dschinnah westlich von Aleppo, während dort Gläubige zum Abendgebet zusammengekommen waren. Aktivisten berichteten, es seien etwa 300 Menschen in der Moschee gewesen. Bilder zeigten Leichen auf dem Boden des Gebäudes. In der Region sind zahlreiche Vertriebene untergekommen, die im vergangenen Jahr aus dem heftig umkämpften Aleppos geflohen war.

+++ 18.52 Uhr: Explosives Paket an IWF kam aus Griechenland +++

Die im Bürogebäude des  in Paris explodierte Postsendung war in Griechenland verschickt worden. Dies teilte am Abend der griechische Bürgerschutzminister Nikos Toskas mit. "Als angeblicher Absender erschien der Name Vassilis Kikilias", sagte der Minister dem griechischen Fernsehsender ANT1. Kikilias ist der Sprecher der oppositionellen griechischen konservativen Partei Nea Dimokratia.

Hinter dem Anschlag vermutete Tsokas eine autonome Linksgruppierung. "Die Konspiration der Feuerzellen" hatte bereits am Vormittag die Verantwortung für eine ähnliche Postsendung an das Finanzministerium in übernommen. Diese Briefbombe konnte rechtzeitig entschärft werden. Dagegen war der Brief an das IWF in den Händen einer Mitarbeiterin explodiert und hatte sie verletzt.

+++ 18.45 Uhr: In Goa ermordete Touristin vor Tod vergewaltigt +++

Eine im indischen Urlaubsparadies Goa ermordete irische Touristin ist vor ihrem Tod vergewaltigt worden. Das habe die Obduktion der Leiche ergeben, sagte ein örtlicher Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Ein des Mordes beschuldigter 23-jähriger Inder müsse sich nun auch wegen verantworten. Der Mann befindet sich in Gewahrsam und soll in der kommenden Woche vor Gericht erscheinen.

Die 28-jährige Irin hatte nach Polizeiangaben am Montagabend das indische Frühlingsfest Holi am beliebten Palolem-Strand in Goa gefeiert. Am nächsten Tag entdeckte ein Bauer ihre übel zugerichtete nackte Leiche auf einem Feld in einigen Kilometern Entfernung.

+++ 18.44 Uhr: Entdeckte Statue wohl doch nicht Ramses II. +++

Bei der in Kairo geborgenen riesigen Pharaonenstatue handelt es sich doch nicht um Ramses II. Inschriften deuteten nach einer ersten Untersuchung darauf hin, dass die Statue vielmehr auf Pharao Psammetich I. zurückgehe, erklärte der ägyptische Altertumsminister Chaled al-Enani am Abend in Kairo. Das meldete die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram. 

Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hatte vor einer Woche die Entdeckung der acht Meter großen Statue im Stadtteil Al-Matarija im Osten Kairos bekanntgegeben. Der Koloss lag - in mehrere Teile zerbrochen - in einer Schlammgrube. Ägyptische Fachleute waren zunächst davon ausgegangen, dass es sich um Ramses II. handelt.

+++ 18.40 Uhr: Tatverdächtige nach Banküberfall in Duisburg wieder frei +++

Nach dem Überfall auf eine Sparkassenfiliale in Duisburg hat die zwei zunächst verdächtigte Männer wieder freigelassen. Der Tatverdacht habe sich nicht bestätigt, teilten die Ermittler am Abend mit. Die beiden Männer hätten mit Hilfe ihrer Arbeitskollegen ein lückenloses Alibi für die Tatzeit nachweisen können. Spezialkräfte hatten sie nicht weit vom Tatort festgenommen. Bei dem Überfall wurde nach Polizeiangaben aus dem Tresorraum eine größere Menge Geld erbeutet. Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich jetzt unter anderem auf die Flüchtigen in dem roten Golf älteren Baujahrs. Der Wagen sei kurz vor dem Überfall-Alarm in der Sparkassenfiliale mit zwei jungen Männern davongefahren.

+++ 18.37 Uhr: Merkel zu Treffen mit Trump abgeflogen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Abend zu ihrem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump abgeflogen. An diesem Freitag (16.20 Uhr MEZ) wird sie zu einem Gespräch im Weißen Haus in Washington erwartet. Hauptthemen sollen nach deutschen Regierungsangaben die Beziehungen der USA zu sowie der Europäischen Union als Handelspartner, Sicherheitspartner und Wertepartner sein. Ferner will Merkel über die Lage in Syrien, Libyen, Afghanistan und in der Ukraine sowie über den Kampf gegen den Terror und auch die Flüchtlingspolitik sprechen. Ein Schwerpunkt dürften ferner Trumps umstrittene Pläne zur Abschottung der US-Wirtschaft sein. Merkel setzt auf Freihandel und offene Märkte.

+++ 18.24 Uhr: Sieben Vermisste nach Frachter-Untergang vor Libyen +++

Nach dem Sinken eines türkischen Frachtschiffes vor der libyschen Küste werden sieben Menschen vermisst. Sechs Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Das Unglück ereignete sich laut Anadolu gegen 10.30 Uhr im Hafengewässer der libyschen Stadt Misrata, wo der Frachter vor Anker lag. Grund des Unglücks seien das schlechte Wetter gewesen, meldete Anadolu unter Berufung auf das türkische Ministerium für Verkehr, Schifffahrt und Kommunikation. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Der Frachter habe Marmorstaub nach Libyen transportiert.

+++ 18.18 Uhr: Schürfer findet 706-Karat-Diamanten +++

Ein Schürfer im westafrikanischen Sierra Leone hat den Fund seines Lebens gemacht: Stolze 706 Karat (141 Gramm) wiegt ein Diamant, den der Schürfer Emmanuel Momoh in einer einfachen Mine ausgrub, wie die Regierung des Landes mitteilte. Nach Einschätzung von Experten könnte der Stein unter den zehn größten jemals gefundenen Diamanten rangieren.

Der Fund hat mutmaßlich großen Wert - wie groß genau, können Experten erst nach einer Untersuchung von Reinheit und Färbung beziffern. Präsident Ernest Bai Koroma sagte zu, den Stein unter transparenten Bedingungen versteigern zu lassen und den Erlös der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen. Koroma dankte dem Finder, dass er den Stein nicht zum Verkauf außer Landes schmuggelte.

+++ 18.05 Uhr: Freiheitsberaubung? Freispruch für Musiklehrer rechtskräftig +++

Der Freispruch für einen Musiklehrer aus Kaarst vom Vorwurf der Freiheitsberaubung ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft habe ihre Revision zurückgezogen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Düsseldorf auf Anfrage. Der Lehrer war angezeigt worden, nachdem er Schüler daran gehindert haben soll, den Klassenraum zu verlassen.

Das Amtsgericht in Neuss hatte ihn in erster Instanz verurteilt.
Dagegen legte er Berufung ein. Das Düsseldorfer Landgericht sprach den Lehrer dann frei, weil es nach eigenen Angaben keine Straftat feststellen konnte. Dagegen ging die Staatsanwaltschaft zunächst in Revision, ließ ihr Vorhaben nun aber fallen. 

+++ 17.28 Uhr: Innsbrucker Konzertsaal sagt türkisches Konzert wegen politischen Zusammenhangs ab +++

Die Betreiber der Innsbrucker Olympiahalle haben ein türkisches Konzert abgesagt, weil sie eine Verbindung zum umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei sehen. Eine Prüfung habe ergeben, dass die für Samstag geplante Veranstaltung "auf einen parteipolitischen Inhalt ausgerichtet sei", erklärte die Betreibergesellschaft OSVI am Donnerstag. "Bei Kenntnis der Sachlage wäre eine derartige Mietvereinbarung seitens der OSVI nie abgeschlossen worden."

+++ 17.24 Uhr: Klinik darf Befruchtung mit Erbgut dreier Menschen vornehmen +++

Weltweit erstmals hat eine britische Klinik die Erlaubnis für eine umstrittene künstliche Befruchtung mit Genmaterial von drei Menschen bekommen. Die Methode soll bestimmte Erkrankungen, die mit den Mitochondrien vererbt werden, verhindern. Kritiker fürchten, dass solche Eingriffe den Weg zu "Designer-Babys" ebnen.

Experten der Universität Newcastle hatten die neue Methode entwickelt, bei der die gestörten Zell-Kraftwerke der Mutter durch Mitochondrien einer Spenderin ersetzt werden. Die Ärzte dürfen nun insgesamt 25 Patientinnen auf diese Weise behandeln.

+++ 16.07 Uhr: Einsatz an Schule in Holzkirchen beendet +++

Bei dem Polizeieinsatz an einer Schule im oberbayerischen Holzkirchen hat es sich offenbar um einen Fehlalarm gehandelt. Wie die Polizei auf Twitter mitteilt, ist die Durchsuchung beendet. Die Gebäude werden wieder freigegeben.


+++ 16.06 Uhr: Hannover sagt Auftritt von AKP-Vize vor Türkei-Referendum ab +++

Die Stadt Hannover hat eine geplante Wahlkampfveranstaltung des Vizevorsitzenden der türkischen Regierungspartei AKP, Mehmet Mehdi Eker, abgesagt. Das Angebot der Stadt für die am Freitag geplante Veranstaltung sei nach Absprache mit der Polizei und dem Land Niedersachsen zurückgezogen worden, erklärte Oberbürgermeister Stefan Schostok am Donnerstag. "Wir wollen damit deutlich machen, dass wir als politisch Verantwortliche der Stadt Hannover eine solche Wahlkampfveranstaltung nicht in unserer Stadt haben möchten."

Hannover stehe für einen friedlichen Dialog der Kulturen, das gelte insbesondere auch für die türkischstämmigen Menschen in der Stadt. "Als Oberbürgermeister verwahre ich mich aber entschieden dagegen, dass ein innertürkischer Streit in unsere Stadt getragen wird", fügte Schostok hinzu.

+++ 15.58 Uhr: Getötete Frau in Kiel - verdächtiger Ehemann in U-Haft +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 34-Jährigen in Kiel ist der tatverdächtige Ehemann seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Ein Amtsrichter in Kiel habe einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des vollendeten Totschlags stattgegeben, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler der Deutschen Presse-Agentur. Die Frau sei mit einem Küchenmesser getötet worden. Die Polizei habe die Tatwaffe sichergestellt. Der 40 Jahre alte Verdächtige sei ins Gefängnis nach Neumünster gebracht worden. Der Mann soll seine Frau am Mittwoch auf der Straße im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf angegriffen haben.

+++ 15.54: Acht Leichtverletzte nach Angriff auf französische Schule +++

Nach der Schießerei an einem Gymnasium im südfranzösischen Grasse gibt es neue Erkenntnisse. Demnach wurden acht Menschen leicht verletzt. Drei seien von Geschossen getroffen worden und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Unter ihnen ist nach früheren Informationen der Schulleiter. Fünf weitere Personen seien im folgenden Gedränge leicht verletzt worden Die Behörden gehen nicht von einem terroristischen Hintergrund aus.

+++ 15.19 Uhr: Explosion am Ätna - mehrere Verletzte +++

Bei einer vulkanischen Explosion am Ätna sind mehrere Menschen auf Sizilien verletzt worden. Der höchste Vulkan Europas spuckt seit Dienstagabend wieder Asche und hat am Südostkrater einen Lavastrom gebildet. Am Donnerstag sei es auf 2700 Metern zu einer Explosion gekommen, bei der Splitter in die Luft geschleudert worden. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, dass vier Menschen leicht verletzt wurden. Sie seien aus Arbeitsgründen am Vulkan unterwegs gewesen. Italienische Medien sprachen von Ausflüglern und zehn Verletzten. Keiner von ihnen sei in kritischem Zustand. Das Institut konnte diese Zahlen zunächst nicht bestätigen.

Zuvor hatte es mitgeteilt, dass der Ätna erneut ausgebrochen war. Er hatte demnach eine bis zu 200 Meter hohe Lava-Fontäne ausgestoßen. Auswirkungen auf die Bevölkerung der nahe gelegenen Stadt Catania seien nicht zu befürchten, hieß es.

Auch eine BBC-Reporterin berichtet von vor Ort von Verletzten. Auf Twitter schreibt sie aber, dass alle gerettet seien.


+++ 15.05 Uhr: Großer Polizeieinsatz an Schule in Holzkirchen +++

An einer Schule im oberbayerischen Holzkirchen läuft derzeit ein großer Polizeieinsatz. Die Schule wurde geräumt und abgesperrt, Spezialkräfte durchsuchen derzeit das Gebäude. Die Schüler haben sich laut "tz" auf einer Wiese vor der Schule gesammelt. Ob tatsächlich eine Gefahrenlage vorliegt oder es sich um einen Fehlalarm handelt, ist derzeit noch unklar.


+++ 14.47 Uhr: Einbrecher verlangen "Lösegeld" für wertvolle Weine +++

Drei Einbrecher haben aus einem sizilianischen Restaurant dutzende Flaschen teuren Weines gestohlen und anschließend ein "Lösegeld" für die Rückgabe des Diebesgutes gefordert. Die drei Männer waren in ein bekanntes Restaurant im Badeort Taormina eingestiegen und hatten rund 200 Flaschen gestohlen. Anschließend forderten die Einbrecher von den Restaurantbesitzern für ihr Diebesgut im Wert von rund 40.000 Euro ein "Lösegeld" in Höhe von 15.000 Euro - andernfalls würden sie den teuren Wein vernichten. Die Gastronomen wollten sich jedoch nicht erpressen lassen und schalteten die Polizei ein. Am Mittwoch wurden schließlich drei Verdächtige festgenommen.

+++ 14.37 Uhr: Frankreich: 17-Jähriger mit mehreren Waffen festgenommen +++

Nach den Schüssen in einem französischen Gymnasium ist ein 17-Jähriger mit mehreren Waffen festgenommen worden. Er sei mit einem Gewehr, einer Pistole, einem Revolver und zwei Granaten bewaffnet gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Polizeikreisen. Unklar sei aber, ob alle Waffen funktionsfähig waren. Es handele sich um einen Schüler des Lycée Alexis de Tocqueville im südostfranzösischen Grasse, in dem die Schüsse gefallen waren. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein, darunter der Schulleiter und zwei Schüler. Die Einsatzkräfte suchen noch nach einem möglichen weiteren Beteiligten, bislang gibt es aber keine Bestätigung dafür, dass es tatsächlich einen zweiten Täter geben könnte. Der führende Regionalpolitiker Christian Estrosi sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass die Ermittlungen nicht auf einen Terrorakt hindeuteten.

+++ 13.21 Uhr: Schießerei in französischer Schule - mehrere Verletzte +++

In einem Gymnasium im Südosten Frankreichs sind am Donnerstag Schüsse gefallen. Die zuständige Präfektur bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag die Schüsse in der Stadt Grasse, konnte aber zunächst keine näheren Angaben machen. Im Lycée Alexis de Tocqueville seien am Donnerstag zwei Menschen verletzt worden, berichtete der französische Sender BFMTV unter Berufung auf Polizeikreise. Eine Person sei festgenommen worden. Auch die Zeitung "Le Monde" sprach unter Berufung auf das Innenministerium von zwei Verletzten. 


Das Pariser Innenministerium rief auf Twitter dazu auf, den Bereich um die Schule zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Regionalpräsident Christian Estrosi schrieb auf Twitter, dass der Schulleiter verletzt sein solle.


+++ 13.15 Uhr: 19-Jähriger gesteht Vergewaltigung von 91-Jähriger +++

Fünf Monate nach der Vergewaltigung einer fast 91 Jahre alten Frau in Düsseldorf hat ein 19-Jähriger die Tat vor Gericht gestanden. "Als ich zu Hause war, konnte ich gar nicht glauben, was passiert war", sagte der Angeklagte am Donnerstag beim Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht. Die betagte Frau war nach ihrem Kirchgang in der Altstadt angegriffen und in einen schmalen Durchgang zwischen zwei Häusern gezerrt worden. Sie musste nach dem Sexualverbrechen am 2. Oktober vergangenen Jahres in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Angeklagte war zur Tatzeit 19 Jahre alt. Er habe vor der Tat Alkohol, Kokain und Ketamin konsumiert, sagte er. 

+++ 13.15 Uhr: Trump ist Twitter dankbar für seinen Aufstieg +++

US-Präsident Donald Trump führt seinen politischen Aufstieg auch auf den effektiven Gebrauch des Kurzbotschaftendienstes Twitter zurück. "Vielleicht wäre ich nicht hier, wenn es Twitter nicht gäbe", sagte Trump am Mittwoch in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News. Twitter erlaube es ihm, die traditionellen Medien zu umgehen und direkt mit seinen Anhängern zu kommunizieren, sagte der Präsident. "Ich habe meine ganz eigene Art von Medien", sagte er. "Twitter ist für mich wunderbar."

+++ 12.37 Uhr: Eine Verletzte bei Explosion einer Briefbombe am IWF-Sitz in Paris +++

Im Pariser Bürogebäude des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist ein Briefumschlag explodiert und hat eine Person leicht verletzt. Nach ersten Angaben handelte es sich nicht um eine große Explosion. Die Kriminalpolizei und Sprengstoffexperten seien vor Ort, nähere Informationen gebe es noch nicht. Auch woher die Sendung kam, war noch unklar. 

Am Mittwoch war auch in der Poststelle des Berliner Bundesfinanzministeriums ein gefährliches Paket mit einem explosiven Gemisch und scharfem Zünder entdeckt worden. Das sogenannte Blitzknallgemisch hätte laut Polizei beim Öffnen zu erheblichen Verletzungen führen können. Eine linksextremistische griechische Gruppierung hatte erklärt, die Absenderin des Explosivstoff-Pakets zu sein.

+++ 12.26 Uhr: Einsatz in Sparkassenfiliale in Duisburg unblutig beendet +++

Der Polizeieinsatz in einer Sparkassenfiliale in Duisburg ist unblutig zu Ende gegangen. Einsatzkräfte seien in das Gebäude eingedrungen und hätten dort keinen Täter mehr vorgefunden, teilte die Polizei mit.

Mehr dazu finden Sie hier.

+++ 12.08 Uhr: Seilbahn-Ausfall auf Teneriffa: 70 Menschen in Gondel gefangen +++

Horrorszenario auf Spaniens höchstem Berg: Nachdem die Seilbahn auf dem Weg zum Gipfel des Vulkans Teide auf Teneriffa am Mittwochnachmittag in luftiger Höhe ausgefallen war, mussten etwa 70 Passagiere stundenlang in der Kabine ausharren. Dutzende Rettungskräfte - darunter Feuerwehr, Polizei und mehrere Hubschrauber - seien viele Stunden im Einsatz gewesen, um die eingeschlossenen Menschen aus ihrer misslichen Lage zu befreien, berichtete die Nachrichtenseite "Teneriffa News". Das spanische Fernsehen zeigte Bilder, wie die Passagiere einzeln abgeseilt wurden. Anschließend traten sie zu Fuß den Rückweg ins Tal an. Schlechtes Wetter habe die Rettungsarbeiten aber behindert, hieß es. Dass es in der Gondel nicht zu Panik gekommen sei, sei dem gut geschulten Personal zu verdanken, das zufällig mit an Bord war. 

+++ 12.04 Uhr: Fast jeder 7. Bundesbürger erlitt als Kind Missbrauch +++

Fast jeder siebte Bundesbürger ist nach einer neuen wissenschaftlichen Studie als Kind sexuell missbraucht worden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter rund 2500 Bundesbürgern von 14 bis 94 Jahren hervor, die Forscher der Universität Ulm am Donnerstag in Berlin vorstellten. Danach gaben 13,9 Prozent der Befragten an, dass sie in ihrer Kindheit sexuelle Übergriffe erlebten. Bei einer vergleichbaren Studie, die 2011 veröffentlicht wurde, habe dieser Wert bei 12,6 Prozent gelegen, berichtete Jörg Fegert, ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Ulm. "Es gibt keine Entwarnung. Die Zahlen bewegen sich weiter auf hohem Niveau."

+++ 11.49 Uhr: Polizei nimmt zwei Tatverdächtige bei Duisburger Bank fest +++

Nach dem Überfall auf eine Bank in Duisburg hat die Polizei in der Nähe des Einsatzortes zwei Tatverdächtige festgenommen. Auf sie passe die Täterbeschreibung, die eine aus dem Gebäude entkommene Frau den Polizisten gegeben habe, sagte ein Polizeisprecher. Ob die beiden Männer tatsächlich an der Tat beteiligt seien, werde nun geklärt. Die Polizei geht davon aus, dass mindestens ein bewaffneter Täter weiterhin in der Bank ist. Wie viele Mitarbeiter in der Filiale im Stadtteil Rumeln-Kaldenhausen bedroht werden, sei unklar. Vermutlich hat der Täter mehrere Angestellte in seine Gewalt gebracht. Einer Mitarbeiterin gelang es später, die Filiale zu verlassen.

+++ 11.27 Uhr: Hunderte Rocker bei der Beerdigung des kleinen Jaden +++

Zur Beerdigung des vor eineinhalb Wochen ermordeten Jaden sind in Herne Hunderte Mitglieder verschiedener Rockergruppen angereist. Die Männer versammelten sich vor dem Eingang eines Waldfriedhofs an der Stadtgrenze zu Herten, auch zahlreiche Mitglieder der "Bandidos" waren dabei ebenso wie andere Rockerclubs. Auch die "Hells Angels" hatten angekündigt, Mitglieder schicken zu wollen. Der Stiefvater von Jaden ist nach Angaben des Anwalts der Familie Mitglied der "Bandidos" in Essen.


+++ 11.26 Uhr: Junge Frau aus Bremen nach Verzehr von Cannabis-Kuchen beinahe gestorben +++

Nach dem Verzehr eines stark mit Cannabis versetzten Kuchens ist eine 25-jährige Frau in Bremen beinahe gestorben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war die Mitarbeiterin eines Flüchtlingsheims zusammen mit einer älteren Kollegin von einem 16-jährigen Bewohner zum Kuchenessen eingeladen worden. Danach wurde beiden derart übel, dass sie in Krankenhäuser gebracht werden mussten. Dort musste die 25-Jährige wiederbelebt werden. Nach dem Vorfall vom Mittwochnachmittag wurde der 16-Jährige vorläufig festgenommen. Laut Polizei ist aber noch unklar, ob er von den Drogen in dem Kuchen wusste. Er sagte aus, ein Bekannter aus Niedersachsen habe ihm diesen geschenkt.

+++ 11.23 Uhr: Paar wegen heimlicher Gefängnis-Fotos von Hoeneß verurteilt +++

Eine ehemaliger Mithäftling von Uli Hoeneß ist wegen heimlicher Fotos des Fußballmanagers im Gefängnis zu einer weiteren Gefängnisstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Die Frau des Mannes, die einen Kugelschreiber mit Minikamera in das Gefängnis im oberbayerischen Landsberg geschmuggelt hatte, erhielt eine achtmonatige Bewährungsstrafe, wie ein Sprecher des Landsberger Amtsgerichtes am Donnerstag sagte. Da der Mann als Häftling bereits mehrfach Straftaten begangen hat, wurde seine Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt.

+++ 10.59 Uhr: Türkischer Außenminister warnt vor "Religionskriegen" in Europa +++

Nach den Parlamentswahlen in den Niederlanden hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu vor einem "Glaubenskrieg" in Europa gewarnt. "Ihr führt Europa einem Abgrund entgegen", sagte Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Donnerstag im südtürkischen Antalya. "Bald könnten in Europa auch Religionskriege beginnen, und sie werden beginnen". Zu den Parlamentswahlen in den Niederlanden sagte er, "Zwischen den Sozialdemokraten und den Faschisten (Geert) Wilders besteht überhaupt kein Unterschied, alle denken gleich."

+++ 10.49 Uhr: Anklage gegen 23-jähriges mutmaßliches IS-Mitglied +++

Wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Bundesanwaltschaft einen 23-jährigen Deutschen vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) angeklagt. Er soll im August 2015 nach Syrien gereist sein, um sich dem "medizinischen Dienst" des IS anzuschließen, wie die Behörde mitteilte. Dessen Vorgehen habe ihn aber derart abgeschreckt, dass er geflohen sei. Demnach stieß die Brutalität der Miliz "gerade auch gegenüber Muslimen und eigenen Mitgliedern" den Angeklagten bereits in den ersten Wochen seines Aufenthalts massiv ab. Zunächst versuchte er mehrmals vergeblich, das Herrschaftsgebiet des IS wieder zu verlassen. Im Januar 2016 gelang ihm die Flucht in die Türkei.

+++ 10.34 Uhr: Bewaffneter überfällt Bank in Duisburg +++ 

Ein bewaffneter Mann hat am Donnerstagmorgen in Duisburg eine Sparkassenfiliale überfallen. "Wir gehen von einem bewaffneten Täter aus, der sich in den Räumen der Sparkasse aufhält", sagte ein Sprecher der Essener Polizei am Vormittag. Nicht gesichert ist, ob der Mann Geiseln in seiner Gewalt hat. In der Filiale sollen sich zwei Mitarbeiter aufgehalten haben, als der Mann eindrang. "Alle zur Verfügung stehenden Kräfte werden alarmiert und hingeschickt", sagte eine Sprecherin. Einsatzkräfte aus Duisburg und Essen würden zusammengezogen. Der Bereich um die Sparkasse im linksrheinischen Duisburger Stadtteil Rumeln-Kaldenhausen wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei spricht von einer "Großlage".

+++ 9.23 Uhr: Bestimmte Schmerzmittel erhöhen Risiko für Herzstillstand +++

Die Einnahme bestimmter Schmerzmittel erhöht das Risiko für einen Herzstillstand. Davor warnen dänische Forscher. Häufig verwendete schmerzlindernde Arzneistoffe wie Ibuprofen und Diclofenac könnten in Einzelfällen schwere Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben, berichten sie im "European Heart Journal". Sie hatten Daten von allen fast 29 000 Herzstillstand-Patienten in Dänemark zwischen 2001 und 2010 ausgewertet.  

+++ 9:14 Uhr: Ungar raubt vier Tankstellen aus und erschießt sich selbst +++

Ein Ungar hat in der Nähe von Budapest vier Tankstellen ausgeraubt, mit seinem Wagen einen Unfall verursacht und sich anschließend selbst erschossen. Bei den Überfällen am frühen Donnerstagmorgen gab der Mann mehrere Schüsse ab, ohne jemanden zu verletzen, teilte die ungarische Polizei mit.

Der mutmaßliche Täter steuerte mit seinem Wagen Tankstellen entlang der Autobahn M7 an, die von Budapest nach Kroatien führt. Das Personal bedrohte er mit einer Waffe und Schüssen in die Luft. Damit erzwang er das in der Kasse befindliche Geld.

Bei Szekesfehervar (70 Kilometer südwestlich von Budapest) verließ er die Autobahn. In einem Kreisverkehr kam er von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Daraufhin erschoss er sich selbst.

+++ 8:28 Uhr: Niederlanden steht nach Wahl vor schwieriger Regierungsbildung +++

In den Niederlanden zeichnet sich nach der Parlamentswahl vom Mittwoch eine schwierige Regierungsbildung ab. Der Partei von Ministerpräsident Mark Rutte gelang es nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen zwar, den rechtspopulistischen Herausforderer Geert Wilders klar abzuwehren. Seine bisherige Koalition mit den Sozialdemokraten kann der seit 2010 amtierende Premier allerdings nicht fortsetzen. Der Bündnispartner wurde massiv abgestraft und erlitt eine in der niederländischen Parlamentsgeschichte beispiellose Niederlage.

Das Endergebnis der Wahl, bei der knapp 13 Millionen Niederländer stimmberechtigt waren, verzögerte sich am Donnerstag noch. Die Auszählung der Reststimmen könne sich möglicherweise bis Freitag hinziehen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP.


+++ 8:12 Uhr: Radfahrer auf der Autobahn flüchtet vor Polizei und wird angeschossen +++

Bei einem Polizeieinsatz an der Autobahn 52 in Nordrhein-Westfalen ist ein Mann von Beamten angeschossen worden. Nach Angaben der Polizei fuhr der Mann am Mittwoch mit einem Fahrrad auf der Autobahn nahe Dorsten. Als ihn Polizisten kontrollieren wollten, sei er zu Fuß über ein Feld geflüchtet. In dieser Situation habe einer der Beamten auf den flüchtenden Mann geschossen. Die genauen Umstände werden von einer Ermittlungskommission untersucht. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer er verletzt ist, war zunächst nicht zu erfahren.

+++ 7.39 Uhr: Nach Brexit: Hunderte Briten wollen Deutsche werden +++

Die Zahl der Briten, die nach der Brexit-Entscheidung die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen, steigt. Das ergab eine Anfrage der "Welt" in mehreren deutschen Großstädten. Demnach beantragten im vergangenen Jahr insgesamt 480 Briten in Berlin (60), Hamburg (280) und Frankfurt am Main (140) die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der drei Städte waren es im Jahr 2015 insgesamt nur 79. Der Trend, der mit dem Votum zum Austritt aus der Europäischen Union eingesetzt habe, setze sich in diesem Jahr ungebrochen fort, heißt es in dem Bericht weiter: In Frankfurt beantragten demnach in den ersten beiden Monaten bereits 43 Briten die deutsche Staatsbürgerschaft. In der Hansestadt Hamburg waren es bis Anfang März bereits 99 und in Berlin 24. Eine bundesweite Zahl liegt noch nicht vor. In Deutschland leben aktuell rund 106.000 Menschen aus Großbritannien. Für sie ist eine doppelte Staatsbürgerschaft ohne Einschränkung möglich. Mit einem deutschen Pass sichern sich Briten trotz des Brexits Vorzüge der EU-Mitgliedschaft.

+++ 6:43 Uhr: Verurteilter Mörder erstreitet sich Recht auf Toupet +++

Neuseeland hat sich ein zu lebenslanger Haft verurteilter Mörder das Recht erstritten, im Gefängnis ein Toupet tragen zu dürfen. Ein Gericht entschied am Donnerstag, dass die Justizvollzugsanstalt in Auckland ihm sein Haarteil zurückgeben muss. Die Forderung nach 5000 neuseeländischen Dollar (etwa 3270 Euro) Schadenersatz wies die Justiz jedoch zurück.

Der ziemlich kahlköpfige Mann, der wegen eines Mordes 1996 im Gefängnis sitzt, hatte sich 2014 während eines Freigangs mit einem gefälschten Pass - und dem Toupet auf dem Kopf - ins Ausland abgesetzt. Als er geschnappt wurde und zurück ins Gefängnis kam, ließ die Direktion das künstliche Haupthaar beschlagnahmen. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass damit gegen das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verstoßen werde.

Der Mann hatte mit 17 Jahren einen 13-jährigen Jungen missbraucht und später dann dessen Vater erstochen. Deshalb muss er eine lebenslange Haftstrafe verbüßen.

+++ 6:04 Uhr: Mehr CO2-Ausstoß - Klimaziel für 2020 in Deutschland kaum erreichbar +++

Der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland hat 2016 allen Klimaschutz-Bemühungen zum Trotz zugenommen. Die Emissionen stiegen um etwa vier Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr auf rund 906 Millionen Tonnen, wie Prognosen des Umweltbundesamts und eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie zeigen. Die Angaben liegen der Deutschen Presse-Agentur und "Spiegel Online" vor. Damit wird unwahrscheinlicher, dass Deutschland sein Klimaziel für das Jahr 2020 erreicht, den Treibhausgas-Ausstoß um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

+++ 6:03 Uhr: Trump plant drastische Kürzungen bei Entwicklungshilfe und Umweltschutz +++

US-Präsident Donald Trump plant einem vorläufigen Haushaltsentwurf für 2018 zufolge drastische Einsparungen bei der Entwicklungshilfe und beim Umweltschutz bei einer gleichzeitigen deutlichen Erhöhung des Verteidigungsbudgets. Den Entwurf, der bereits am Mittwoch vorab vorlag, wollte das Weiße Haus am Donnerstagmorgen (12 Uhr MEZ) veröffentlichen.

Größter Nutznießer ist das Pentagon: Die Verteidigungsausgaben sollen um 54 Milliarden Dollar (knapp 51 Milliarden Euro) steigen, ein Plus von zehn Prozent.


+++ 5:43 Uhr: Neuseeland macht Fluss zur Person +++

Als erstes Land der Welt hat Neuseeland einen Fluss zu einer Person gemacht - wenn auch nur zu einer juristischen. Der Whanganui River, mit 290 Kilometern der drittlängste Fluss des Pazifikstaates, bekommt mit der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes zusätzlichen Schutz. Das Parlament in Wellington kam damit am Donnerstag Forderungen nach, die von Neuseelands Ureinwohnern, den Maori, schon seit mehr als einem Jahrhundert erhoben wurden.

+++ 5:42 Uhr: Nowitzki gewinnt mit Dallas in Washington +++

Die Dallas Mavericks um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki haben sich im Kampf um die Playoff-Teilnahme in der nordamerikanischen Profiliga NBA zurückgemeldet. Die Texaner gewannen am Mittwoch (Ortszeit) nach zuletzt zwei Niederlagen bei den Washington Wizards mit 112:107 (53:57) und konnten den Rückstand in der Western Conference auf Playoff-Platz acht auf drei Siege verkürzen. Nowitzki erzielte 20 Punkte. Die Chicago Bulls verloren mit NBA-Rookie Paul Zipser mit 91:98 (50:54) gegen die Memphis Grizzlies und fielen im Osten auf Platz zehn zurück. Zipser kam in sechs Minuten auf zwei Zähler. 

+++ 4:05 Uhr: Erstes Mordopfer von Herne wird beigesetzt - Rockergruppen erwartet +++

Eineinhalb Wochen nach dem Mord an dem neunjährigen Jaden in Herne findet am Donnerstag (11 Uhr) im angrenzenden Herten die Beisetzung statt. Zu der Beerdigung werden auch Mitglieder der Rockergruppen "Bandidos" und "Hells Angels" erwartet. Die Polizei bereitet sich auf einen Einsatz vor, nennt aber keine Details. Jaden war das erste von zwei Opfern, deren Ermordung der 19-jährige Marcel H. vergangene Woche gestanden hat.

Nach der ersten Tat hatte die Polizei mit einer groß angelegten Aktion bundesweit nach dem flüchtigen Täter gefahndet. Zahlreiche Menschen in der Stadt im Ruhrgebiet waren tagelang in Sorge vor weiteren Taten. Der 22 Jahre alte Christopher, ein Bekannter des mutmaßlichen Täters, war drei Tage nach dem Jungen ebenfalls erstochen in Herne gefunden worden.

+++ 3:34 Uhr: 90-Jährige vergewaltigt - Prozessauftakt in Düsseldorf +++

Fünf Monate nach der Vergewaltigung einer fast 91 Jahre alten Frau in Düsseldorf beginnt an diesem Donnerstag (10.30 Uhr) der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Peiniger. Die betagte Frau war nach ihrem Kirchgang in der Altstadt angegriffen und in einen schmalen Durchgang zwischen zwei Häusern gezerrt worden. Sie musste nach dem Sexualverbrechen am 2. Oktober vergangenen Jahres in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Angeklagte war zur Tatzeit 19 Jahre alt.

+++ 1:24 Uhr: Neun Krokodile entkommen aus Zoo in Peru +++

Nach Überschwemmungen sind in Peru neun Krokodile aus einem Zoo entkommen. Vier der Reptilien, unter anderem auch Kaimane, wurden am Mittwoch in der Umgebung des Zoos wieder eingefangen, wie die Nachrichtenagentur Andina berichtete. Dabei biss eines der Tiere einem Mann ins Bein. Die übrigen fünf Krokodile sind noch nicht entdeckt worden.

Die Reptilien konnten aus dem Gehege "Las Pirkas" ausbrechen, nachdem der Fluss Motupe über die Ufer getreten war und den Wassergraben des Zoos, der rund 600 Kilometer nordwestlich von Lima liegt, überflutet hatte. Seit Dezember anhaltende Regenfälle haben in Peru zu zahlreichen Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Dabei kamen nach amtlichen Angaben 50 Menschen ums Leben.


+++ 0:50 Uhr: Paket mit explosivem Stoff für Bundesfinanzministerium kaum aus Athen +++

In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums ist am Mittwoch ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen. Die Untersuchung der Sendung habe ergeben, "dass sich in dem Paket ein sogenanntes Blitzknallgemisch befand", teilte die Berliner Polizei mit. Dieses werde "häufig bei der Herstellung von Pyrotechnik verwendet". Nach Angaben aus griechischen Polizeikreisen wurde das Paket in Athen verschickt.

Das Paket wäre laut Polizei geeignet gewesen, erhebliche Verletzungen beim Öffnen zu verursachen. Es gab zudem "eine Art Zünder", sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei ließ die Poststelle und die Umgebung räumen.

Auch nach dem Röntgen des Pakets konnte der Inhalt nicht eindeutig identifiziert werden, weshalb es auf einen Sprengplatz gebracht und am frühen Abend gesprengt wurde. Die Ermittlungen übernahm das Berliner Landeskriminalamt.

 +++ 0:26 Uhr: Türkei droht mit Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens +++

Ein Jahr nach Abschluss des Flüchtlingspakts mit der EU hat die Türkei mit dessen Aufkündigung gedroht. Das Abkommen werde neu bewertet, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend in einem Interview mit dem Sender 24 TV. Wenn Bedingungen wie die Visa-Freiheit für türkische Staatsbürger in der EU nicht erfüllt würden, dann könne das Abkommen aufgekündigt werden.

Das am 18. März 2016 abgeschlossene Flüchtlingsabkommen zwischen der der Regierung in Ankara und der EU sieht vor, dass die Türkei illegal nach Europa eingereiste Migranten nach deren jeweiligen Asylverfahren von den griechischen Inseln in der Ostägäis wieder zurücknimmt. Für jeden zurückgeschickten Schutzsuchenden aus Syrien nimmt die EU einen syrischen Flüchtling legal auf.


anb/tkr/DPA/AFP

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