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Franziskus eckt bei konservativen Katholiken an

Just zum Osterfest hat Papst Franziskus konservative Kirchenkreise verärgert. Er liest den Geistlichen die Leviten. Und er vollzieht das Ritual der Fußwaschung an Frauen - ein klarer Tabubruch.

  Papst Franziskus am Karfreitag im Petersdom: Kritiker der Kirche, in der Kritik der Kirche

Papst Franziskus am Karfreitag im Petersdom: Kritiker der Kirche, in der Kritik der Kirche

Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, bis Papst Franzikus konservative Kirchenkreise gegen sich aufbringen würde. Zu deutlich waren seine Zeichen, zu deutlich seine Kritik an der Verkrustung seiner Kirche in den vergangenen Tagen. Just zu Ostern, dem höchsten christlichen Fest, hat der neue Pontifex "vom anderen Ende der Welt", wie er es nach seiner Wahl selbst ausdrückte, gezeigt, dass er es offenbar ernst meint mit einer anderen Kirche. Dies zeigte er nicht nur in deutlichen Worten, sondern auch durch eindeutige Gesten.

Vor allem die rituelle Fußwaschung im römischen Jugendgefängnis Casal del Marmo während der Abendmahlmesse am Gründonnerstag erregte Aufsehen. Während Kommentatoren zum Teil von einer berührenden Geste sprechen, rührt sich unter konservativen Katholiken offenbar tunehmend Kritik. Dabei geht es weniger darum, dass Franziskus das Ritual an zwölf jungen Häftlingen - die die zwölf Jünger Jesu repräsentierten - durchführte, sondern vielmehr darum, dass darunter auch zwei Frauen waren. Ein Bruch mit dem Kirchenrecht.

"Ein fragwürdiges Beispiel"

Der neue Pontifex will auf solche Weise ein Beispiel geben; ein Beispiel für eine Kirche, die sich öffnet und eine Kirche, die den Menschen dient. "Die Frage ist, welche Art von Beispiel gibt er?", fragt dagegen Dr. Edward Peters, Experte für Kirchenrecht und Berater des Vatikan in seinem Blog - und urteilt: "Es ist ein fragwürdiges Beispiel." Indem er die Regeln der Fußwaschung schlicht missachte, sende der Papst vor allem das Signal, dass es unnötig sei eine Regel zu reformieren, wenn man sich doch einfach darüber hinwegsetzen kann.

Nicht die einzige kritische Stimme aus katholischen Kreisen, die laut wurde. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sah sich jedenfalls gezwungen, am Karfreitag beschwichtigend einzugreifen. Es habe sich um eine Ausnahme gehandelt, betonte er. "Es war eine besondere Situation, in der ein Ausschluss der Mädchen inopportun gewesen wäre für das einfache Ziel, eine Botschaft der Liebe an eine Gruppe zu senden, die sicherlich keine ausgewiesenen Kenner liturgoscher Regeln beinhaltete", zitiert "Spiegel online" aus einer E-Mail Federicos an die Nachrichtenagentur AP.

"Verwalter" und "Antiquitätensammler"

Schon zuvor mussten den katholischen Geistlichen die Ohren klingeln, bei dem, was ihnen ihr Papst ins Stammbuch schrieb. Zahlreiche Priester seien angesichts der Verweltlichung der Gesellschaften "verbittert" und verkämen zu "Antiquitätensammlern", sagte das neue Oberhaupt der Katholiken am Gründonnerstag während der Chrisanmesse im Vatikan. Ein Priester, der "nicht mehr aus sich selbst herauskommt", werde anstelle eines Mittlers zwischen Gott und den Menschen zu einem "Verwalter". Aus Unzufriedenheit erwachse die "Krise der priesterlichen Identität", die "uns alle bedroht".

Auch wenn Franziskus keine konkreten Reformschritte ankündigte, so gelten die Worte eines Pontifex während der Chrisanmesse doch traditionell als richtungsweisend für die katholische Priesterschaft weltweit - also als eine Art "Regierungserklärung" eines Papstes. "Wer auch immer ganz oben steht, muss den anderen dienen", gab Franziskus während der Abendmahlmesse in der Anstaltskirche von Casal del Marmo die Richtung vor. Auf Effekthascherei kommt es ihm dabei anscheinend nicht an: Die ungewöhnliche Fußwaschung wurde nicht im Fernsehen übertragen - aus Rücksicht auf die Identität der jungen Straftäter.

dho/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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