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Zoll fängt Kokainlieferung an den Vatikan ab

Weihrauch ist anscheinend nicht genug: Am Leipziger Flughafen hat der Zoll 340 Gramm Kokain in Kondome verpackt sichergestellt. Pikant: Adressiert ist die Lieferung an die Poststelle des Vatikan.

  Kondome werden häufiger als Transportmittel für Drogen verwendet (Archivbild). Das Kokain, das in dem Paket an den Vatikan gefunden worden ist, wurde in flüssiger Form transportiert.

Kondome werden häufiger als Transportmittel für Drogen verwendet (Archivbild). Das Kokain, das in dem Paket an den Vatikan gefunden worden ist, wurde in flüssiger Form transportiert.

Der deutsche Zoll hat eine an den Vatikan adressierte Drogenlieferung abgefangen. Beamte hätten am 19. Januar am Leipziger Flughafen 340 Gramm Kokain mit einem Schwarzmarktwert von 40.000 Euro aus Südamerika sichergestellt, berichtet die "Bild am Sonntag". Das Rauschgift sei in verflüssigter Form in 14 Kondome verpackt gewesen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Zollbericht.

Ein konkreter Empfänger war demnach nicht angegeben, sondern die Poststelle des Vatikan. Damit kommen theortisch alle rund 800 Bewohner des Vatinkanstaates in Betracht - darunter Kardinäle, Schweizer Gardisten und das Gendarmariekorps. Der deutsche Zoll übergab die Drogen einem Polizisten des Vatikanstaats in Rom. Die Falle schnappte indes bislang nicht zu: Niemand versuchte, das Paket abzuholen.

Die deutschen Ermittler gehen laut "BamS" inzwischen davon aus, dass der unbekannte Empfänger einen Tipp bekommen hat und die Aktion verraten wurde. Die Ermittlungen zu den Hintermännern des Kokain-Paketes sollen jetzt gemeinsam mit dem Interpol-Büro des Vatikan fortgeführt werden.

Bis 2008 legere Drogengesetze im Vatikan

Bereits 2007 gab es einen Kokainfund im Zwergstaat. Nachdem ein Mitarbeiter des Governatorats mit 87 Gramm der Droge gefasst wurde, verschärfte man dort die Gesetze. Bis 2008 waren Drogenkonsum und -handel im Vatikan nämlich kein Straftatbestand.

and/AFP/AFP
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