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Berliner Suff-Polizisten haben jetzt ihr eigenes Wappen

Mit Alkohol- und Sexeskapaden sorgte eine Berliner Polizeieinheit vor dem G20-Gipfel für Negativ-Schlagzeilen. Doch die Beamten nehmen die Sache offenbar immer noch mit Humor.

Noch bevor der G20-Gipfel in Hamburg begonnen hatte, war der Einsatz für 220 Berliner Polizisten schon beendet. Die Beamten waren in einem Containerdorf in Bad Segeberg nahe Hamburg untergebracht. Dort feierten sie so wild, dass sie umgehend wieder nach Hause geschickt wurden. Bis in die frühen Morgenstunden soll reichlich Alkohol geflossen sein, uriniert wurde an den Zaun, ein Pärchen soll vor allen anderen Sex gehabt haben. Auch von einer Polizistin, die nur im Bademantel, aber mit Dienstpistole auf dem Tisch getanzt habe, wurde berichtet.

Die Party-Polizisten sehen die Vorkommnisse aber offenbar immer noch mit Humor. Schon kurz nach den Vorfällen kursierte ein neues Spaß-Abzeichen durchs Netz, auf dem das Wappen der Berliner Polizei mit einem saufenden und zwei bumsenden Bären zu sehen ist. Dieses Wappen haben sich einige Spaßvögel nun wirklich sticken lassen. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis Kollegen sich das Motiv sticken lassen. Das gab es ja bereits zur Gipfel-Zeit als Foto-Meme im Internet, sagt ein Beamter laut "Bild"

Offenbar waren die Beamten aber nicht ganz so kreativ - denn das Wappen hatte das NDR-Satiremagazin "Extra3" bereits Ende Juni via Twitter veröffentlicht. 

"Getrunken, getanzt, gepinkelt und gebumst"

Die Polizeiführung hatte die Party-Ausschweifungen umgehend als beschämend bezeichnet, die Kollegen aber auch in Schutz genommen. In einer Stellungnahme auf Facebook schrieb die Berliner Polizei, die Feier habe auf einem abgeschlossenen Gelände stattgefunden. "Dabei wurde getrunken, getanzt, gepinkelt und ja scheinbar auch 'gebumst', wie es unser Pressesprecher so schön formuliert hat."

 

In der Einsatzkleidung steckten aber schließlich auch nur Menschen. " Bei unserer Bereitschaftspolizei arbeiten hauptsächlich junge Menschen, die im Einsatz große Verantwortung tragen. Diese jungen Kolleginnen und Kollegen arbeiten sehr professionell. Seit Jahren werden sie von anderen Bundesländern für die verschiedensten Einsätze angefordert. Der hohe Einsatzwert wird dabei durchweg gelobt."  

Angesichts der weiteren Entwicklungen des Gipfel-Wochenendes erscheinen die feuchtfröhlichen Ausschweifungen der Hauptstadtpolizisten eher wie eine Randnotiz. Trotzdem sollte sich wohl besser keiner der Beteiligten beim Tragen der Party-Abzeichen erwischen lassen. 

 

bak

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