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Aussterben abgesagt

Das Innenministerium zeichnet einen Essay von Wolfgang Gründinger beim Wettbewerb "Chance Demografie" aus. Er warnt vor "Methusalem-Panik": Der Wandel sei vielmehr eine Chance, die es zu nutzen gilt.

  Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Der demografische Wandel birgt Handlungsspielräume für Jung und Alt – und ist ein Vorteil für die ganze Gesellschaft. Das meint Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche vom Bundesministerium des Inneren. Ende November zeichnete er 15 Preisträgerinnen und Preisträger des Studierenden-Wettbewerbs 2012 "Chance Demografie" aus. "Mit ihren Beiträgen und kreativen Ideen beleuchten sie das Thema Demografie aus anderen Perspektiven und zeigen, dass jeder Wandel die Möglichkeit zum Um- und Neudenken mit sich bringt", so Fritsche.

Seit 1999 schreibt das Bundesinnenministerium den Wettbewerb zu aktuellen Fragen der Innenpolitik aus. Preisträger in der Kategorie "Essay/Reportage" ist Wolfang Gründinger. Der 28-jährige Sozialwissenschaftler warnt vor "Methusalem-Panik": Der demografische Wandel bringe viele Vorteile mit sich – zum Beispiel durch die Entlastung des Arbeitsmarkts und bessere Bildungschancen. Voraussetzung sei jedoch, dass Alt und Jung den Wandel gemeinsam gestalten.

Lesen Sie hier den vollständigen Essay:



Der Krieg der Generationen lauert in jedem Bücherregal. Wer etwa den Bestseller Das Methusalem-Komplott von Frank Schirrmacher liest, muss aufpassen, nicht in Depressionen zu verfallen. "Das Alter wirft seine Schatten schon auf die 30-Jährigen, und es vermummt manche 40-Jährigen mit Melancholie und Traurigkeit", steht dort gedruckt.

In der Tat gibt es in meinem Freundeskreis das Phänomen der Quarterlife Crisis. Wer 30 wird, den befällt die Panik. Aus lauter Angst, etwas zu verpassen, beendet man die Beziehung zum Partner, den man eigentlich heiraten wollte, heiratet dann jemand völlig anderen, schmeißt den Job hin, bekommt schnell ein Kind, oder macht einen Salsa-Tanzkurs – oder alles zusammen.

Deutschland - grässlich und grau?

Dem Methusalem-Propheten Schirrmacher aber geht es um mehr als die Sinnkrise der Mittdreißiger. Für ihn steht die Zukunft der Republik auf dem Spiel. Das Altern der Bevölkerung, warnt er, beschwöre eine Katastrophe herauf, einen "lautlosen Krieg", der die gesellschaftlichen Grundfesten erschüttere. Es drohe ein Kampf der Generationen um leere Rentenkassen, um Pfründe, Posten und Parkbänke.

Leere Wiegen, volle Pflegeheime – alles ist grässlich und grau im Deutschland der Zukunft, so die gängigen Prophezeiungen. Horrorszenarien vom "Land ohne Lachen" und vom "Raum ohne Volk" machen die Runde.

Medial aufgeblähte Hysterie

Bisweilen nimmt die Methusalem-Panik selbst bei Lappalien kein Ende. In ihrem Demografie-Bericht warnt die brandenburgische Landesregierung, die Sportvereine bekämen "existenzielle Probleme" wegen fehlendem Nachwuchs, und die Kirchen müssten ihre Seelsorge mangels Nachfrage ausdünnen. In der medial aufgeblähten Hysterie wurde selbst die Alterung der deutschen Hundepopulation zum Problemthema hochstilisiert, schwarz auf weiß in der Süddeutschen Zeitung. Damit dürfte der skurrile Höhepunkt der katastrophistischen Berichterstattung erreicht sein.

Die Demografie wird als bedrohliches Zahlentableau wahrgenommen, als Problem, das es zu bekämpfen, nicht als Wandel, den es zu gestalten gilt, geschweige denn als Chance, die es nutzen gilt. "Es gibt in Deutschland zu viel Angst und zu wenig Hoffnung", meint Prof. James W. Vaupel, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, und rät zu mehr Gelassenheit.

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  Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Jeder kennt die talkshowgerechte Faustformel: Kommen heute noch drei Jüngere für einen Rentner auf, werden es im Jahr 2030 nur noch zwei sein. Das sorgt für Horrorszenarien: Der Kollaps der Sozialkassen sei vorprogrammiert, die Nation dem Aussterben geweiht, Deutschland mutiere zu einem riesigen Altenheim ohne Kinder und ohne Zukunft. Die Meinungsmacher sind sich einig: Die demografische Zeitbombe tickt.

Allerdings: Die „demografische Zeitbombe“ tickte schon einmal – nur andersherum. Noch vor 40 Jahren wünschten sich die Deutschen sinkende Geburtenraten, weil die wachsende Menschheit von der Erde nicht mehr verkraftet werden könne. Wenn die „Bevölkerungsbombe“ explodiere, warnte damals der prominente Biologe Paul Ehrlich, seien Hungersnöte und Umweltkatastrophen unausweichlich. Hollywood fand eine wenig elegante Lösung: Im Film Soylent Green wurden Rentner stilvoll vergiftet und zu Lebensmitteln verarbeitet.

Ökotourismus mit schneidigen Naturburschen

Zu viele Menschen, aber zu wenige Deutsche? – Da passt etwas nicht zusammen. Ein Deutscher verbraucht 50mal so viele Umweltressourcen wie ein Bangladeschi. Die ökologischen Kosten der Überbevölkerung können hierzulande wirksamer begrenzt werden als dort, wo die "Bevölkerungspyramide" noch die Entwicklung bestimmt. Weniger Menschen verbrauchen weniger Energie und belasten die Atmosphäre mit weniger Treibhausgasen. Für den Kampf gegen Klimakatastrophe, Rohstoffkrise und Naturzerstörung ist die Schrumpfung ein Segen.

Doch Frank Schirrmacher warnt vor der Verwilderung der Republik: "Unsere Kinder werden zu Zeitgenossen der Wölfe! Bundesländer werden verwildern!" Das heißt aber auch, anders gewendet: Unsere Kinder werden schneidige Naturburschen, die staunende Ökotouristen durch die deutschen Wälder führen. Die Wölfe kehren (nicht nur) in die Lausitz zurück und die Bären (nicht nur) nach Bayern. Weil weniger Münder zu stopfen sind, wird Ackerfläche frei für die Rückkehr der Natur. Auf den Straßen gibt es weniger Verkehr und weniger Staus, dafür bessere Luft und mehr Grün, die Parkplatznot in den Städten ist vorüber.

Gute Chancen für Wohlstand

Jenseits der ökologisch heilsamen Wirkung verbergen sich hinter dem Phantom des demografischen Wandels noch mehr Vorteile: In einer älteren Gesellschaft geht es friedlicher zu, weil alte Menschen seltener Gewaltverbrechen begehen. Die Immobilienpreise brechen zwar ein, doch dafür können wir auch billiger wohnen – ein Glücksfall für alle Studenten! Weil mit den Kinderzahlen auch die Schülerzahlen sinken, sparen die finanzklammen Länder dreistellige Milliardenbeträge ein – viel Geld, das in die bessere Bildung der verbliebenen jungen Menschen investiert werden kann. Die Bildungschancen für die nachrückende Generation stehen gut, und damit ihre Wohlstandschancen.

Der Arbeitsmarkt wird entlastet, weil weniger jüngere Menschen ins Berufsleben eintreten als ältere in den Ruhestand gehen. Auch das Wirtschaftswachstum braucht nicht erlahmen. Denn für was wir unser Geld ausgeben – ob für Schaukelpferde oder Schaukelstühle, ob für Babywindeln oder Inkontinenzhilfen –, ist für das Wachstum letztlich einerlei.

Glückslos für Nachhaltigkeit

Die nächste frohe Botschaft: Dem Sozialstaat droht nicht der Untergang. Denn die gängigen Indikatoren der Bevölkerungsalterung übersehen, dass die Alten ihre gewonnenen Jahre nicht in Krankheit und Siechtum verbringen, sondern länger gesund und aktiv an der Wertschöpfung partizipieren können. Wenn die Menschen nicht sozialverträglich in die Frühverrentung abgeschoben werden, sondern länger am Arbeitsleben teilhaben, ist der Alterung viel Sprengstoff genommen.

Ein Umbau der Sozialversicherungen ist ohnehin überfällig: weg von der einseitigen Fixiertheit auf abhängige Lohnarbeit, hin zu einer breiteren Finanzierungsbasis, bei der auch Beamte, Notare, Mietshäusle-Besitzer und Spitzenverdiener in die Solidargemeinschaft einbezogen sind. Dieser politisch konfliktintensive Kraftakt wird vermutlich erst in Angriff genommen werden können, wenn der demografische Leidensdruck steigt. Für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit wäre das ein Glückslos.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: "Die 'natürliche' Bevölkerungspyramide – und andere Missverständnisse"

  Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Der medizinische Fortschritt und ein längeres Leben gehören zu den treibenden Kräften der Alterung. Das sollten wir positiv sehen und nicht schwarz färben. Die "Bevölkerungspyramide" ist nämlich keineswegs "natürlich". Die Bevölkerungspyramide rührt nur daher, dass die Menschen in früheren Zeiten nicht allzu lange lebten, die Kindersterblichkeit hoch war und verlässliche Verhütungsmethoden schlicht nicht existierten. Die prognostizierte Bevölkerungsstruktur in Form einer "Urne" wiederum ist, anders als die Bezeichnung suggeriert, vielmehr Ausweis einer vitalen Gesellschaft als Symptom der Morbidität: Sie resultiert daraus, dass immer mehr Menschen immer länger leben – und ihre gewonnenen Jahre zweifellos nicht nur am Krückstock verbringen – und der Zwang zu vielen Kindern gelöst ist, da die geborenen Kinder in der Regel überleben und sichere Verhütungsmittel kostengünstig verfügbar sind. Eine alternde Gesellschaft ist Fortschritt, kein Rückschritt.

Anders als manche Meinungsmacher möchten Bevölkerungsforscher die Alterung partout nicht schwarzmalen. So bemängelt das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, die "analytischen Konzepte" zur Alterung seien "recht statisch geblieben". Denn die herkömmlichen Altenquotienten blenden die Erfolgsgeschichte des medizinischen Fortschritts aus: Wir bleiben länger jung, als unsere Geburtstage anzeigen. Ein heute 60jähriger ist gesünder und geistig reger als ein 60jähriger zu Nachkriegszeiten. So profan diese Erkenntnis klingt, so wenig hat sie in den üblichen Statistiken ihren Niederschlag gefunden. Die Berge an Literatur zur Vergreisung der Republik laborieren daher allesamt an dem gleichen fundamentalen Mangel verzerrter Statistik.

Sehr beliebt: die Schuldfrage

Statt aber darüber zu sprechen, wie wir das Beste aus der demografischen Entwicklung machen können, schieben wir lieber den Schwarzen Peter hin und her. Mit Schuldzuweisungen wie "Die Alten sind schuld, weil sie zu viele sind" oder "Die Jungen sind schuld, weil sie so wenige Kinder kriegen" kommen wir jedoch nicht weiter. Die ideologischen Scheingefechte stiften Unfrieden und verstellen den Blick auf die eigentlich nötigen Maßnahmen.

Ohnehin sind Generationen keine starren Einheiten. Wer alt ist, war einmal jung. Wer jung ist, will selbst einmal alt werden. Schon daher führt die Rhetorik vom "Krieg der Generationen" in die Irre – zumindest als plakative Kampfrhetorik, wie sie allenthalben ihren Einsatz findet.

Jung und Alt in Deutschland verstehen sich heutzutage besser denn je, allem Kriegsgetrommel zum Trotz. Fast alle jungen Leute sagen, sie würden ihre Kinder so erziehen, wie sie selbst erzogen worden sind. Da bleibt kaum Raum für Konflikte, zumindest nicht für politisch aufladbare. Die Omis und Opis, Mütter und Väter unterstützen ihren Nachwuchs mit Geld und Zeit, und umgekehrt. Vom Aufkündigen der Solidarität kann keine Rede sein. Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

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  Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Wichtiger als der verengte Blick auf den Altenquotient sind andere Faktoren: Wie gut sind die Menschen ausgebildet, wie gesund sind sie, wie viele Menschen haben Arbeit, wie gut sind die Löhne, wie produktiv ist die Wirtschaft? Ein steigender Altenquotient belastet zwar die Rentenkassen. Aber wenn zugleich die Arbeitslosigkeit sinkt, mehr Frauen und Zuwanderer einer Erwerbsarbeit nachgehen, Geringqualifizierte besser ausgebildet werden, und das Ruhestandsalter schrittweise angehoben wird, dann wird die Alterung spielend kompensiert. Schließlich zählt nicht, wie viele Menschen über 60 und wie viele unter 60 Jahre alt sind. Sondern es zählt, wie viele Menschen tatsächlich Sozialleistungen beziehen, und wie viele Menschen tatsächlich arbeiten und in die Sozialkassen einzahlen. Und wie starr oder dynamisch eine Gesellschaft ist, ist keine Frage des kalendarischen Alters ihrer Angehörigen, sondern eine Frage der Kultur.

Mitte des Jahrhunderts werden immer noch zwischen 69 bis 74 Millionen Menschen in Deutschland leben. Die Republik wird also nicht zum entvölkerten Raum. Unbestritten bleibt dennoch: Die Bevölkerungsschrumpfung bei gleichzeitigem Anstieg des Anteil alter und sehr alter Menschen wird unsere Gesellschaft verändern. Gerade wenn der demografische Wandel abrupt verläuft, und obendrein – wie in Ostdeutschland – noch andere sozioökonomische Probleme dazu kommen, ist der Anpassungsbedarf zweifellos hoch.

Wie soll die demografische Dividende aussehen?

Doch Schrumpfen kann man lernen. Waren Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bislang auf stetes Bevölkerungswachstum eingestellt, so müssen wir nun umdenken und uns daran gewöhnen, mit einer schrumpfenden und älteren Bevölkerung umzugehen.

Die brennende Frage lautet: Wie soll die demografische Dividende aussehen? Das heißt: Was fangen wir mit dem Geld an, das wir dank sinkender Schülerzahlen einsparen? Setzen wir es dafür ein, unsere Kitas und Kindergärten, Schulen und Universitäten auf Toplevel bringen? Oder nehmen wir das gesparte Geld, um es pünktlich zur nächsten Wahl als Extra-Renten an die Alten auszuschütten? Die Verteilungskämpfe werden nicht auf sich warten lassen, und an der Verwendung der demografischen Dividende werden wir ablesen können, wer in diesem Kampf die Oberhand behält.

Die Alterung ist nicht mehr rückgängig zu machen. Die fehlenden Geburten der letzten 20 Jahre lassen sich nicht einfach nachholen. Der demografische Wandel ist aber nichts, was wie eine Naturkatastrophe über uns hinwegbrausen würde. Es geht darum, die Alterung zu managen: das Altern neu zu erfinden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: "Liebe Alte: Wir brauchen euch!"

  Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Beim Wettbewerb "Chance Demografie" des Bundesinnenministeriums belegte der Text von Wolfgang Gründiger den ersten Platz in der Kategorie "Essay/Reportage".

Die Rentner und ihre Funktionäre sprechen gern darüber, was die Gesellschaft ihnen schuldet. Selten wird darüber gesprochen, was die Alten uns schulden. Von einer wohlhabenden und zahlreichen Altengeneration können wir erwarten, dass sie mehr an uns Junge zurückgibt.

Um das Land enkeltauglich zu machen, brauchen die Jungen einen mächtigen Bündnispartner: die Alten, die heute an den Hebeln der Entscheidungen sitzen, die Masse der Wähler und Verbraucher stellen. Liebe Alte: Wir brauchen euch!

Wir brauchen eure Macht. Denn ihr seid viele, und Masse ist Macht. Geht mit uns zusammen auf die Straße. Treibt eure Kinder und Enkel an, wenn sie verlernt haben, dass man Gesellschaft gestalten kann. Geht wählen und abstimmen – und kreuzt nicht an, was ihr schon immer angekreuzt habt. Sondern versetzt euch an die Stelle eures Ur-Enkels und fragt euch, was aus dessen Sicht vermutlich am besten wäre.

Wissenstransfer ist keine Einbahnstraße

Wir brauchen eure offenen Ohren. Gesteht euch ein: Die Zeiten sind anders geworden. Heute müssen auch die Eltern von den Kindern lernen. Wissenstransfer ist keine intergenerationelle Einbahnstraße mehr. Hört auf mit den leidigen Appellen, wir sollten endlich Kinder kriegen, und mit eurem Gelaber über die angebliche Politikverdrossenheit der verwöhnten Jugend von heute. Und versucht erst gar nicht, uns weiszumachen, ihr würdet euch mit dem Internet auskennen.

Wir brauchen eure Zeit. Denn ihr habt viel davon. Mit professionellen Dienstleistern allein werden wir für die Kranken, die Pflegebedürftigen, die Kinder kein Rundum-Sorglos-Paket anbieten können. Wir brauchen eine solidarische und engagierte Bürgergesellschaft, in der sich die Menschen umeinander kümmern. Ohne einen produktiven Unruhestand der Alten ist eine solche Bürgergesellschaft nicht vorstellbar.

Wir sind jung und brauchen das Geld!

Wir brauchen euer Geld. Klar: Nicht alle Alten leben wie die Made im Speck. Aber unter euch gibt es mehr Vermögende mit üppig gefüllten Konten als arme Omis mit mageren Renten. Ihr seid die reichste Generation in unserem Land. Gebt einen Teil an die Gesellschaft zurück: als Zukunftssoli für öffentliche Kinderbetreuung und Bildung. Denn: Wir sind jung und brauchen das Geld.

Als Deutschland jung war, wurde die soziale Sicherung für die Alten ausgebaut. Jetzt, da Deutschland alt wird, sind es die Kinder und Jugendlichen, die Unterstützung brauchen. Wir müssen die Solidarität der Generationen neu entdecken. Die Alten sind mehr, sie sind reicher und haben das Sagen. Sie haben die Gesellschaft so gemacht, wie sie heute ist. Daher müssen sie Verantwortung übernehmen. Und die Welt ein bisschen besser hinterlassen.

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