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Kampfplatz Hauptschule

Über keine Schulform wird so viel diskutiert wie über die Hauptschule. Ein Hort der Gewalt oder letzte Chance für die, die sonst keine mehr haben? Ein Lehrer aus Nordrhein-Westfalen hat sieben Monate lang den Alltag an seiner Schule protokolliert. Entstanden ist ein Dokument, das auf verstörende Weise die Hilflosigkeit von Schülern und Lehrern zeigt - aber auch überraschende Lichtblicke.

3. September 08

Eine Kollegin hat den Vertretungsunterricht in der 8a verpennt. In der Klasse Chaos. Schüler werfen Schultaschen mit Getränken an die Tafel, Flaschen zerbersten; andere zerstampfen Kreide. Jemand rotzt in die Tasche eines Mitschülers; andere verstecken sich unter den Tischen oder toben. Niemand holt einen Lehrer.

In Berichten über diese Stunde schreiben die 15-und 16-jährigen Mädchen und Jungen später:
• Acun* ist rausgegangen, und Christian hat dann Acuns Tasche genommen und damit auf die Tafel geschlagen und dabei gespuckt, die Mädchen haben sich geekelt. Der Acar war am Fegen, und dabei sah er Acuns Schnellhefter. Da der Christian da reingespuckt hatte, hat Acar auch reingespuckt. Wir Mädchen meinten, Acun tut uns leid. Aber Oya und ich haben uns unterm Tisch versteckt. Dann hat es gedongt, und wir sind in die Pause gegangen. (Melania)

• Es fing mit Kreidewerfen an, und später wusste ich nur noch, dass Mülltonnen, Tornister und Federmappen durch die Luft geflogen sind. Wer genau das getan hat, weiß ich nicht, denn ich bin raus, um mich zu schützen. Ich empfand nichts außer Wut, weil ich wusste, dass wir später alle Ärger bekommen würden. (Dennis)

• Ich war traurig, weil mir der Acun leid getan hat und ich scheiße fand, was sie hier in der Klasse abgezogen haben. Ich habe auch gesagt, hört auf, aber keiner hat auf mich gehört. Ich saß unterm Tisch und habe mich nicht getraut, rauszugehen. (Anja)

8. September 08

Ein Schüler hat sein großes Geschäft vor dem Physikraum verrichtet. Gerüchten zufolge wollte er damit gegen die vorübergehende Schließung der demolierten Toiletten protestieren.

9. September 08

Berufsinformationstag im Arbeitsamt mit meiner 8a. Eine Schülerin zeigt auf ihrem Handy ein Video. Dort sehe ich, wie die Mutter einer ehemaligen Schülerin strippt. Das Mädchen hatte wegen Gewalt, Drogen und Belei digungen die Schule verlassen müssen. Am Nachmittag rufen die Leute vom Arbeitsamt an. Meine Schüler hätten die Klos ruiniert.

10. September 08

Nach stundenlangen Befragungen stellen sich die Täter vom Arbeitsamt, Christian und Acar. Ihnen war "langweilig" gewesen. Zusätzlich zu den Toiletten haben sie eine Tür beschmiert. Auf eine Anzeige wird verzichtet, weil die beiden den Schaden reparieren.

12. September 08

Am Mittagstisch treffe ich Lea aus der 5c. Sie hat den linken Arm verbunden, der "Musikknochen" ist gebrochen. Arne habe sie "aus Spaß" am Arm gezogen.

12. September 08

Versöhnlicher Abschluss der Katastrophenwoche: Bei einem Medienprojekt produzieren die Schüler ein Radiostück zum Thema "Zukunft", bei dem sie Texte sprechen, moderieren und eine Livediskussion führen. Beeindruckend, welches Potenzial in einigen steckt!

15. September 08

Bacim aus der 9b bricht zusammen. Der Konrektor findet keinen Puls. Es stellt sich heraus, dass das muslimische Mädchen unterzuckert ist. Es ist Ramadan.

16. September 08

Ein Herr aus der Diakonie ist zu Besuch, er betreut den elfjährigen Benedikt aus der 5c, einen schmächtigen Jungen, der zu Aggressionen neigt. Die Mutter hat einen neuen Lebensgefährten, "wolle" Benedikt "nicht mehr".

17. September 08

Beryl fragt bei der Aufgabe "Bewerbungsschreiben", was sie unter "Vater" eintragen solle. Sie kenne ihren Vater nicht, wüsste nur, dass er "irgendwo in Berlin" wohne. Weder zu ihrem Geburtstag noch an Weihnachten besuche er sie; geschweige, dass sie Geschenke bekomme. Der neue Mann ihrer Mutter wolle sie vielleicht adoptieren, aber ihr leiblicher Vater wehre sich, er wolle auch "etwas von seiner Tochter haben". Beryl war zuvor zwei Jahre auf dem Gymnasium und zwei auf der Realschule.

18. September 08

Der Direktor erzählt von Carsten aus der 8c. Der hat "Mist" gebaut - Lehrer beleidigt, Unterricht gestört, Mitarbeit verweigert - und muss sich nun vor dem Gremium aus Lehrern, Eltern und einem Schülervertreter verantworten. Als "Lösungsvorschlag" für Carstens Aggressionen hatte seine Mutter angeboten: "Ich schaff ihn mir vom Hals."

22. September 08

Kollegin Heidi Baumann, seit 20 Jahren im Job, klagt über die "Horrorklassen" 7a und 7d, in denen sie Englisch "unterrichte". Zwei Schüler seien mit dem Messer aufeinander losgegangen, zwei andere haben sich in der Klasse gewürgt. Im Treppenhaus, auf dem Schulhof, in den Klassen, überall tretende, schlagende Kinder. Manchmal hat man das Gefühl, von tollwütigen Hunden umgeben zu sein.

*Die Namen der Beteiligten hat die Redaktion geändert. Die Szenen auf den Fotos wurden den Schilderungen des Lehrers getreu nachgestellt.

23. September 08

In Englisch in der 6c lasse ich einen persönlichen "Steckbrief" verfassen. Heino schreibt, dass er einen Hund hat. Auf Nachfragen sagt er, dass er einen Hund hatte. Er habe ihn zum Geburtstag von seinem Vater bekommen. Der Hund, fünf Monate, stammt aus dem Tierheim, Heino nannte ihn Timmy. Ich wollte wissen, wo der Hund jetzt ist. Er musste ihn wieder "abgeben", sagt Heino. Was war passiert? Zwei Tage nach seinem Geburtstag ist Heino mit der Schwester beim Vater und dessen neuer Freundin. Zuerst sind die Kinder mit dem Hund in der Küche; weil sie aber "stören", gehen sie in Heinos Zimmer. Plötzlich "flippt" die Frau aus, erzählt der Elfjährige. Sie will den Hund verprügeln, schmettert das Handy von Heinos Schwester gegen die Wand. Heinos Vater will die Freundin stoppen, "schubst" sie. Die 37-Jährige fällt zu Boden, stellt sich tot. Heino muss Timmy noch am selben Tag weggeben, "in eine Familie auf dem Land". Heino vergräbt das Gesicht in den Händen. Der Junge, der die ganze Zeit reglos erzählt hat, weint jetzt hemmungslos. Ich verspreche ihm, meinen Hund mit in die Schule zu bringen.

23. September 08

Conny aus der 7d zeigt mir in der Deutschstunde seine geschwollene Lippe und bittet um ein Kühlpack. Cafer habe ihm die Faust ins Gesicht gerammt.

23. September 08

In der Pause kommt Martin aus der 8a weinend zu mir und sagt, er sei von Darcan mit dem Ellbogen gestoßen und mehrfach in den Magen getreten worden. Der Grund: Im Kunstunterricht hatte Darcan das Zeichenpapier von Martin in einen Wasserbecher gesteckt und war daraufhin von der Lehrerin Antje Rosgarten ermahnt worden. Für Darcan Grund genug, Martin neben Prügel noch "Todesschläge" anzudrohen. Ich mache ein Formular für die Ordnungskonferenz fertig, halte es Darcan unter die Nase und drohe, dass ihm noch mehr blühe, falls er Martin auch nur ein Haar krümme. Der 15-jährige Marokkaner, der in seiner Freizeit Taekwondo betreibt, fängt an zu weinen. Seine Klassenlehrerin erklärt, dass Darcan bei der kleinsten Beschwerde aus der Schule von seinem Vater windelweich geprügelt würde. Sie habe ihn schon mehrfach mit blauen Flecken gesehen. Ich werfe das Formular in den Papierkorb und beschließe mit Antje, dass Darcan drei Wochen die Klasse fegen muss.

24. September 08

Gertrud Steinert und ich unterhalten uns in der Pause zur dritten Stunde vor ihrer 7a. Aber wir müssen abbrechen, weil in ihrer Klasse mehrere Kinder aufeinander losgehen und ich die 7d eine Deutscharbeit schreiben lassen will. Wenige Minuten nach Unterrichtsbeginn reißt ein Junge die Klassentür der 7d auf, ruft um Hilfe. In der 7a werde geprügelt. Kollegin Steinert steht auf dem Gang und hält sich den Kopf. Einer ihrer Schüler hat ihr einen Stapel Bücher und Hefte an den Kopf geschmissen. Die 59-Jährige hilflos: "Das ist mir in 33 Jahren an der Hauptschule noch nicht passiert." Tränen laufen ihr über die Wangen. "Das muss man sich von einem Rotzlöffel gefallen lassen." Muss man sich das gefallen lassen? Sind Lehrer ohnmächtig? Keine schöne Vorstellung.

24. September 08

Hendrik, 8. Klasse, die blondierten Haare hochgegelt, beschimpft den spanischen Lehrer Carlos Maia. Alle Spanier seien "schwul und homosexuell". Carlos will ihn von den Eltern abholen lassen. Bei Hendrik ist niemand zu Hause. Unterricht? Nur in Law-and- Order-Manier. Du musst einen Spruch mehr und möglichst einen besseren auf Lager haben. Hauptschule heißt, an Grenzen gehen. Immer. Die Gefahr ist, sich vom optimistischen Bildungsvermittler zum lethargisch-resignierten Stundenklopper zu verbiegen. Die Kinder schreien nach Erziehung und klaren schulischen Aufgaben. Sie brauchen Bestätigung und individuelle Förderung, selbst bei einfachsten Übungen. Haupt- und Realschule sowie Gymnasien zur Gemeinschaftsschule zusammenlegen? Wie soll das gehen, wer hat was davon? Hauptschüler sicher nicht. Eva, Marie und Johanna aus der 5c erzählen beim Mittagessen, wie sie auf der Grundschule vier Jahre darunter gelitten hätten, nicht mithalten zu können. "Jetzt habe ich zum ersten Mal eine Zwei geschrieben", sagt Johanna. Hier liegt die große Chance der Hauptschule: Die Verlierer im Wettkampf Schule wieder aufzubauen. Erfolgserlebnisse als Erfolgsrezept.

25. September 08

Der Konrektor schimpft im Lehrerzimmer, dass er "keinen Bock mehr" habe, mit Magenkrämpfen zur Schule zu kommen. Er "hasse" seinen Job.

25. September 08

Eidem aus der 7d bricht auf dem Schulhof zusammen. Der Zwölfjährige trägt ein Herzfrequenzmessgerät, weil sein Herz plötzlich nachts schnell und heftig schlug. Der Notarzt bringt den Bewusstlosen in die Klinik. Zu Hause ist niemand zu erreichen. Als die Ärzte endlich die marokkanischen Eltern am Telefon haben, zieren die sich, den Sohn zu besuchen. Die Ärzte müssen, so erzählt es eine Kollegin, die Eltern mit den Worten "Einer von Ihnen kommt jetzt augenblicklich hierhin" in die Ambulanz zitieren. Denn ohne ihre Einwilligung könnten sie den Jungen nicht versorgen.

25. September 08

Große Pause. Prügelei vor dem Schultor. Rund 150 Schüler feuern Ilgar und Faik an, fast geifernd. Ilgar kassiert mehrere Faustschläge ins Gesicht - eine Lehrerin steht hilflos daneben.

25. September 08

Deutschunterricht in der 8a. Die Tür geht auf, der Direktor kommt mit einer Schülerin. Er sucht ein Mädchen, das diese Schülerin erpresst.

26. September 08

Und auch das gibt es: Anne, Miriam und Ben aus "meiner" 9c haben für mich gekocht, weil sie mir "etwas Gutes" tun möchten. Eine köstlichere Lasagne habe ich selten gegessen. Als ich in der Mensa versuche, das Essen zu genießen, schreit ein Fünftklässler sein Gegenüber an: "Ich töte dich, du kleiner Bastard."

29. September 08 bis 11. Oktober 08

Herbstferien

13. Oktober 08

Erster Schultag nach den Ferien. In der großen Pause steht ein Junge aus der 6. Klasse mit blutender Nase vor dem Rektorzimmer. Ich nehme mir fest vor, Gewalt und Chaos bei den Kollegen zum Thema zu machen.

14. Oktober 08

Bei der wöchentlichen Lehrerkonferenz renne ich mit meiner Brandrede gegen die nervenaufreibenden Zustände an unserer Schule offene Türen ein. Alle Kollegen fühlen sich angesprochen. Die Hälfte des Kollegiums erklärt sich zur Mitarbeit in einem Arbeitskreis bereit - eine Institution, die ich bislang als Initiativengrab abgelehnt habe. Vom Direktor erfahren wir, dass vor den Ferien zwei Mädchen festgenommen worden sind. Jiyan und Chantal, beide 16, hatten bei einer Mitschülerin eine "Bestellliste" aufgegeben: MP3-Player, Handy, DVDs und 150 Euro in bar, "ansonsten bist du tot", stand auf dem Zettel, den die Mutter der Erpressten mit der "Ware" im Rucksack ihrer Tochter gefunden hatte.

17. Oktober 08

Kollege Carlos Maia erzählt, dass er einen Gerichtstermin mit einem meiner Schüler, Kemal, habe. Kemal hatte ihm gedroht: "Du bist tot. Ich bringe dich um." Für die Richter war das eine Morddrohung: Urteil: 20 Arbeitsstunden und ein Aufsatz "Wie löse ich Konflikte?".

21. Oktober 08

Viktor aus der 6c tituliert seine Englischlehrerin, die schwangere Referendarin Theresa Zeiger, als "fette Schlampe".

21. Oktober 08

Ordnungskonferenz gegen die Randalierer vom Arbeitsamt. Christian kommt mit seinem Vater, Acar mit einem jungen Mann, angeblich sein Bruder; der Vater müsse arbeiten, und die Mutter spreche kein Deutsch. Komisch, noch am Elternabend vor Kurzem hatte ich ein nettes Gespräch mit ihr - auf Deutsch. Gegen beide Schüler spricht die Konferenz die "Androhung eines Verweises" aus. Später rufen wir Acars Mutter an und fragen, warum sie nicht gekommen sei. "Welche Konferenz?", fragt sie - auf Deutsch. Sie habe keinen Brief bekommen, den hatten die Söhne abgefangen. Ich lade die Mutter und beide Söhne vor. Nun geht es um Unterschlagung, Verletzung des Briefgeheimnisses und Falschaussage.

22. Oktober 08

Der 17-jährige Melih, ein früherer Schüler unserer Schule, flegelt sich mit glasigen Augen in den Unterricht des Kollegen Norbert Ziemann, wo er ein bisschen "chillen" will.

22. Oktober 08

Ich lasse Dauerschwänzerin Oya, 16, vom Ordnungsamt zu Hause abholen. Sie war seit den Herbstferien nicht in der Schule. Von den Eltern gibt es kein Lebenszeichen, eine gültige Telefonnummer existiert nicht. Mit dem Jugendamt habe ich bereits über das dauernde Schwänzen gesprochen.

24. Oktober 08

Melih beehrt erneut seine alte Schule, diesmal möchte er am Unterricht von Sportlehrer Carlos Maia teilnehmen. Als der ablehnt, entgegnet Melih: "Du Hurensohn, du hast bestimmt mit 29 deinen ersten Schwanz gelutscht." Carlos wirft Melih aus der Klasse, nimmt später aber seine Entschuldigung an. Früher hatte Carlos den Jungen in der Fußballschulmannschaft gefördert. Der engagierte Lehrer steht ratlos vor mir: "Kann man jemandem Hausverbot erteilen?"

28. Oktober 08

Zweite Sitzung unserer Arbeitsgruppe "Friedliche Schule". Die Kollegen krabbeln aus ihren Schneckenhäusern und schildern neue Fälle: wie den von Achmed und Mahmut aus der 6b, die Hanne aus der 5c über den Schulhof jagen, sie zu Boden werfen und solange an dem frühreifen Kind zerren und reißen, bis deren Brüste hin und her schleudern.

30. Oktober 08

In zwei Tagen startet das zweiwöchige Betriebspraktikum. Von 26 Bewerbungen liegt mir knapp die Hälfte vor, die Hälfte davon wiederum ist Schrott.

24. November 08

Eva aus der 6c schafft es im Englischunterricht nicht, den Satz "His jeans are …" mit der Vokabel "blue" zu vollenden. Obwohl wir diesen und ähnlich einfache Sätze zigmal geübt hatten. Ich sage: "Wir können doch nicht in jeder Stunde bei null anfangen." Eva springt auf, rennt zum Ausgang, ruft: "Schreien Sie mich nicht an, Sie Hurensohn."

18. Dezember 08

Zwei Monate nach Ende der Herbstferien. Zwei Monate Gewalt und Chaos - und plötzlich steht bei der Weihnachtsfeier ein kleiner schwarzer Junge aus der 6. Klasse auf der Bühne und singt "We Are The World", dass einem das Herz aufgeht. Auch das ist Hauptschule. Der Direktor geht das Problem Gewalt jetzt offensiv an: Seine Weihnachtsrede gestaltet er als Scrabble. Für jeden Buchstaben des Wortes "Hauptschule" findet er eine negative Assoziation (H=Hauen) und beschreibt damit den Istzustand. Rund 100 Schüler in der Aula sind aufmerksam und still wie selten. Aber andere Wege sind denkbar. Und so lautet der zweite Teil des Spiels: Für jeden Buchstaben eine positive Assoziation (H=Hilfe). Das kam an.

13. Januar 09

Zeugniskonferenz. 23 Lehrer tragen sich gegenseitig vor, wie viele Schüler sie haben, welcher Schüler warum besonders gefährdet, besonders unerträglich oder nie da ist. Abendfüllend. Analyse gravierender Probleme oder guter Entwicklungen? Lösungen? Fehlanzeige. Eine durch und durch sinnlose Veranstaltung. Schulpolitisches Highlight in diesem Halbjahr: Laut NRW-Schulministerin Barbara Sommer soll möglichst niemand mehr sitzen bleiben. Ein schwieriges Unterfangen bei Klassen, in denen von 25 Schülern 18 mindestens zwei Fünfen zur Halbzeit auf dem Konto haben. Laut Pisa-Studie 2008 fällt in NRW jeder fünfte Hauptschüler aus dem "Bewertungsrahmen", das heißt: 20 Prozent haben nicht einmal Grundschulniveau und können einen einfachen Zeitungsartikel nicht verstehen. Die Schulleitung gibt trotzdem die Parole aus: bessere Noten auf dem Zeugnis. Wie das passieren soll, bleibt unklar.

14. Januar 09

Lehrer, die zu hart benoten, müssen sich erklären. Teilweise zu Recht. So im Fall des türkischen Kollegen Ozan Yaman, einem Maschinenbauingenieur, der ein Jahr arbeitslos war und wegen Lehrermangels auf Schüler losgelassen wurde. Ich versuche ihm zu erklären, dass eine Technik-Fünf im Halbjahreszeugnis meinen Schülern Dennis und Ramin wohl jegliche Chance nehmen wird, im Jahr drauf den Realschulabschluss zu machen. Denn die Fünf zum Halbjahr erscheint auch auf dem Versetzungszeugnis, da Technik "Wechselfach" ist, also nur im ersten Halbjahr unterrichtet wird. Mit einer Fünf im Versetzungszeugnis ist für Neuntklässler jedoch der Zugang zum Realschulabschluss nach der zehnten Klasse versperrt. Ramin ist vom Gymnasium abgestiegen, Dennis von der Realschule. Beide sind faul, aber talentiert. Kollege Yaman versteht mich nicht und beklagt sich, dass er sich in seiner "pädagogischen Freiheit beeinträchtigt" fühle. Am Ende führen wir ein Gespräch am "runden Tisch". Der Lehrer Yaman schlägt dem Schüler Dennis einen Deal vor: "Du versprichst mir, am Ende des zweiten Halbjahres eine Zwei in Physik zu machen. Sonst bekommst du eine Fünf in Physik und eine in Chemie, egal, was du geleistet hast." Ich verstehe den Kollegen nicht. Wie sollen Schüler mit solcher Ungerechtigkeit und Unfairness klarkommen? PS: Zwei Monate später schreibt Ramin sowohl in Chemie und als auch in Physik eine Eins.

27. Januar 09

Donnerstag, noch zwei Tage bis zum zweiten Praktikum. Christian hat keine Stelle gefunden, obwohl er drei Monate Zeit hatte. Ich rufe Herrn M., Ausbildungsleiter einer Maschinenbaufirma, an. Christian soll eine Bewerbung schreiben, die Unterlagen am Nachmittag abgeben. Parallel zum Unterricht verfassen wir Anschreiben und Lebenslauf. Am nächsten Tag kommt die Zusage.

30. Januar 09

Meine "Kinder" laden mich zu einem "perfekten Diner" ein. Tomatencremesuppe, Tortellini mit Sahnesoße, dazu ein Salat und zum Nachtisch Waffeln mit Kirschen und Vanilleeis. Wir sitzen alle zusammen an einem langen Tisch im Hauswirtschaftsraum.

30. Januar 09

Mustafa aus der 6c steht mit blutender, schiefer Nase im Klassenzimmer. Heino hat ihm im Sportunterricht mit der Faust ins Gesicht geschlagen, weil Mustafa ihn "geschubst" hatte. Das Nasenbein ist gebrochen, der Junge muss ins Krankenhaus.

2. Februar 09

Die Schüler sind ab heute im zweiten Praktikum. Ausbildungsleiter M. ruft an und erzählt, dass Christian in der Elektrotechnik-Abteilung einen guten Job mache. Er kann sich jetzt schon vorstellen, ihn als Auszubildenden einzustellen.

3. Februar 09

Um 10.30 Uhr ruft Herr M. wieder an. Christian sei nach der Frühstückspause nicht an den Arbeitsplatz zurückgekommen. Ich rufe Christian an, er ist zu Hause: "Ich habe mich am Sonntag beim Fußball am Zeh verletzt. Daher bin ich zum Arzt." Ohne sich abzumelden, klar. Ich befehle ihm, in genau 30 Minuten bei der Firma zu sein. Doch er erscheint nicht. Herr M. möchte Christian sofort rausschmeißen, der Abteilungsleiter bittet um Gnadenfrist.

4. Februar 09

Christian hat sich an seiner Praktikumsstelle nicht zurückgemeldet und wird rausgeschmissen. Es soll mir niemand erzählen, Hauptschüler bekämen keine Chance.

10. Februar 09

Ich bekomme einen neuen Schüler: Babür. Er soll ab heute ins Praktikum einsteigen. Ich rufe ihn an und erfahre, dass er morgen in einem Supermarkt anfängt.

11. Februar 09

Ich besuche Babür um 10 Uhr. Er spricht nicht viel, macht einen stark verunsicherten Eindruck. Um 16 Uhr ruft mich der Geschäftsführer an: Babür ist entlassen. Er hat den Kassierer des Getränkelagers als "Arschloch" bezeichnet und ihn bedroht. Babür schildert den Fall anders: Der Kassierer habe ihm gesagt, dass er nicht "so blöd" gucken solle. Ich bestelle Babür für morgen früh zum Supermarkt.

12. Februar 09

Er ist pünktlich. Der Geschäftsführer, Babür und ich führen ein Gespräch. Der Vorfall bleibt unklar. Babür gibt zu, den Mann als "Arschloch" bezeichnet zu haben, aber nur, weil er von ihm beleidigt wurde. Und - schließlich habe er nur seine Meinung gesagt.

19. Februar 09

Donnerstag, Weiberfastnacht. Helge aus der 9a kommt angetrunken in den Mathe-Unterricht und fragt nach kurzer Zeit, ob er auf die Toilette dürfe. Der Lehrer lehnt ab, Helges Reaktion: "Ich piss dir in den Mund, du Affe." Helge hat eine Ausbildungsstelle als Maler und Lackierer, die meisten Klassenkameraden haben drei Monate vor den Abschlussprüfungen nichts.

19. Februar 09

Laut Gemeindeunfallversicherungsträger ist jeder zehnte Schulunfall auf Gewalt zurückzuführen. Führend: die Hauptschulen. Bei 217 000 Hauptschülern in NRW ein enormes Potenzial, Streitschlichtung und Gewaltprävention gehören mittlerweile ebenso zum Programm vieler Schulen wie die Theater AG oder die Hausaufgabenbetreuung.

27. Februar 09

Ich muss in den Klassen 7 und 8 katholische Religion unterrichten. Schon die zweite Woche, Religionslehrerin Bruch hatte sich Anfang Februar in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Die Stelle blieb unbesetzt. Ich habe keine Ahnung von Religion, von katholischer schon gar nicht. Aber ich glaube an Gott, das muss reichen. Es wurde eine überraschend schöne Stunde. Ilia, 14, erinnert sich an ihr letztes Gebet: Es war an ihrem Geburtstag. Der Stiefvater war sturzbetrunken, und sie und ihre Mutter hatten höllische Angst. Dann habe sie zu Gott gebetet, dass der Mann sie nicht schlägt. Ilia, die jahrelang unter schwerer Magersucht litt, wurde an ihrem Geburtstag nicht verprügelt; sie lebt heute wieder allein mit ihrer Mutter.

9. März 09

1. Stunde Englisch, unerträgliche Unruhe in der 6c. Nach der Begrüßung glaubt ein großer Teil der Klasse, sein Tagwerk verrichtet zu haben und weiterquatschen zu können. Besonders tun sich dabei stets drei Muslime hervor: Volkan, ein dicker Zwölfjähriger, Mustafa, ein kleiner, freundlicher Marokkaner, und Usman, ein verschmitzter kleiner Türke. Ich frage Volkan, ob er auch ständig stört, wenn sein Imam in der Moschee vorbetet. Sein verständnisloses Nein wird begleitet von einem mitleidigen Lächeln. Warum nicht? "Was wir beim Imam lernen, bereitet uns auf das Leben nach dem Tod vor. Er bringt uns bei, was wir machen müssen, um zu Allah zu kommen." Ich weise ihn darauf hin, dass ein guter Muslim schließlich auch für seine Familie sorgen muss, und ohne Schulabschluss und Beruf könnte dies schwierig werden. Und da ich dafür sorge, dass Allah auch mit diesem Teil von Volkans Leben zufrieden ist, verdiente ich den gleichen Respekt wie sein Imam. Schweigen und Überraschung.

9. März 09

In der 6c erreichen einen die Beklemmungen körperlich. Man sitzt auf einem Vulkan, wird selbst von Minute zu Minute aggressiver. Aber dann gibt es Ausnahmen, für die sich der Job lohnt. Leon erzählt mir, dass andere ihn "Streber" nennen. Ihm sei das aber egal. Er mache nur seine Hausaufgaben und ziehe dies auch durch. "Ich will meinen Realschulabschluss, und wenn ich das will, schaffe ich das auch." Ich sage, dass ich ihn für einen Streber im besten Sinne halte. Für einen Schüler, der sein Bestes gibt. Er solle sich bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen.

9. März 09

5. Stunde. Babür, der neue Schüler, bringt als Entschuldigung für einen versäumten Tag die Vorladung zum Jugendschöffengericht beim Amtsgericht. Der 16-Jährige ist wegen "räuberischer Erpressung" angeklagt.

9. März 09

Ende der 6. Stunde: Ich mache Christina darauf aufmerksam, dass sie von den letzten 20 Schultagen sieben gefehlt hat. Sie sei krank gewesen, "das passiert schon mal". Klar, trotzdem muss die Schule informiert werden. Ihr Vater, der bei der Müllabfuhr arbeitet, sei schon immer sehr früh aus dem Haus. "Einer muss ja das Geld verdienen", sagt die 15-Jährige, die mal beim hilflosen Vater, bei der verhätschelnden Oma und mal bei der alkoholabhängigen Mutter wohnt. Anrufen könne der Vater nicht, da er kein Geld auf dem Handy habe. Ich erkläre Christina, dass ich das Jugendamt einschalten werde.

10. März 09

Nach zwei Stunden Englisch in der 6c könnte ich nach Hause gehen. Usman kam eine halbe Stunde zu spät zum Unterricht und behauptete, der Bus habe Verspätung gehabt. Andere Schüler hatten ihn jedoch vor dem Schultor gesehen. Dieser Klasse aus vielfach unaufmerksamen, unverschämten, unsortierten Kindern den Unterschied zwischen "Yes, it is" und "Yes, they are" zu erklären, ist Folter.

17. März 09

Volkan stört ununterbrochen, von Mitarbeit keine Rede. Ich bitte ihn um ein Gespräch mit den Eltern am kommenden Freitag. Er patzt, seine Eltern könnten nicht kommen, beschimpft mich als "Hurensohn", "Bastard" und "Spasti". Und erklärt dann weinend, dass sein Vater arbeiten und Geld verdienen müsse, weil Volkans Schwester an den Augen operiert werde.

17. März 09

Dienstag, 3. Stunde, Deutsch in der 7d. Ilia, 14, versteht nicht, warum sie "Kind" groß schreiben muss; sie kann das Wort nicht der Gruppe der Lebewesen zuordnen. Plötzlich weint sie, rennt raus, schlägt die Tür zu. Ich finde sie in einer Ecke auf dem Flur gekauert. Später erzählt sie mir unter Tränen, dass ihre Mutter sie "weggegeben" habe. Ilia wohnte mit ihrer Mutter, dem Stiefvater und dem neuen, drei Jahre alten Halbbruder Benjamin zusammen. Auf das Geschwisterchen habe sie sich sehr gefreut: "Ich hab mit meiner Mutter den Kinderwagen ausgesucht. Ich habe den Kleinen als Erste gebadet, weil es meiner Mutter nicht so gut ging." Ilia liebt den Kleinen "über alles". Doch mit dem Stiefvater verstand sie sich vom ersten Tag an nicht, es kam ständig zu Konflikten, auch handgreiflichen. Und vor Kurzem hörte sie, wie er sie als "schlechten Umgang für den kleinen Bruder" bezeichnete. Jetzt lebt sie beim Vater.

18. März 09

Mittwoch, erste große Pause. Kemal fragt mich, wie er sein Deutsch verbessern könne, wie er lernen könne, frei zu reden. Ich gebe ihm einige Tipps: kurze Sätze, knappe, klare Informationen, eigene Worte finden - und immer wieder trainieren. Er sagt: "Manchmal stehe ich im Badezimmer oder vor dem Spiegel und rede Deutsch." Kemal - der neulich erst vor Gericht stand, weil er dem spanischen Kollegen Carlos Maia gedroht hatte, ihn umzubringen - ist ein intelligenter Junge. Vor allem ist er ein ausgezeichneter Handwerker, als Praktikant in einer Chemiefirma erhielt er nur Bestnoten. Auch im Fußball ist er ein Ass. Ich sagte ihm, dies sei genau der richtige Weg. Das ist Hauptschule: heute toll, morgen wieder Chaos total.

19. März 09

Donnerstag, 1. bis 4. Stunde. Crash-Kurs in Recherche- und Präsentationstechniken mit der 8a. Kemal hält einen Vortrag über den deutschen Reichskanzler Bethmann Hollweg und dessen Rede über die Kriegsziele der Deutschen im Ersten Weltkrieg. Er stellt Bethmann Hollweg vor, er spricht deutlich, er bildet kurze und klare Sätze. Am Ende erhält er von der Klasse Applaus. Kemal lacht, ballt die Faust. Ein großer Erfolg für ihn - und eins meiner schönsten Erlebnisse in acht Jahren Hauptschule.

20. März 09

Umwelttag in der Stadt. Meine Klasse macht einen guten Job. Said kümmert sich um Babür. Die beiden Marokkaner scheinen sich anzufreunden. Sie halten am kommenden Montag ein gemeinsames Referat über die Marokko- Krise vor dem Ersten Weltkrieg. Ich bin Said dankbar, dass er Babür ein wenig Halt gibt. Said war vor einiger Zeit noch für seinen Jähzorn und seine Wutanfälle bekannt, heute lädt er die Aggressionen im Fitnessstudio oder auf der Laufbahn ab. Seine Brüder hatten ihm geraten: "Schlag nicht, lauf lieber".

24. März 09

Unsere Englischreferendarin Theresa erzählt, dass sie vom Ausbildungsleiter nur mit "gut" bewertet wurde. Die mündliche Begründung: "Wir müssen ja zunächst abwarten, ob und wie Sie sich in der Schwangerschaft charakterlich verändern."

24. März 09

Zwei Stunden Englisch-"Unterricht" in der 6c. Mit dem dicken Volkan und den anderen Horror- Kids. Am Dienstagmorgen ist der Beruf ein Scheißjob, nicht besser als Steinekloppen. Ich behelfe mir damit, dass ich Hanne in die linke Hälfte der Klasse separiere, ihre Beleidigungen gegen Schüler und Lehrer, die sie durch die Klasse brüllt ("Halt's Maul", "du Behinderter", "fick dich", "mir doch scheißegal"), nicht unterbinde, aber gleichzeitig einen Tadel schreibe, während ich mit der rechten Hälfte der Klasse Englischunterricht mache und Volkan Graffitibilder malen lasse. Das nennt man wohl innere Differenzierung.

25. März 09

Mittwoch, sechs Stunden Unterricht. Das heißt sechs Stunden Anspannung, Störversuche, Unaufmerksamkeit, Gerede, Gekreische, Fußball- Querschläger, die einen Lehrer treffen sollen, Ermahnungen, Ermunterungen, Tadel, Lob, Motivationsversuche, kleinschrittige Anleitungen, Leistungsgefälle, wenig Lernfortschritt, Krisenintervention, Gespräche mit der Bußgeldstelle, Konsequenzen, genervte Blicke, Unfreundlichkeit. Ich bin fertig, kaputt, ausgelaugt, mir reicht's. Wie hält man das jahrzehntelang aus? Mit Glück, robusten Nerven, nichts mit nach Hause nehmen, gegenseitige Wertschätzung pflegen und nichts in sich hineinfressen. Leicht gesagt. Einige schaffen es nicht. In den vergangenen 15 Monaten erlitt ein Kollege einen Schlaganfall, ein anderer einen Herzinfarkt, eine Kollegin fehlt seit Monaten mit Burnout-Syndrom, eine vierte ist nur noch ein Nervenbündel. Im Durchschnitt sind drei Viertel des 24-köpfigen Kollegiums anwesend.

25. März 09

Dennoch ist heute vielleicht der erfolgreichste Tag meiner Lehrer-Ära. Nach einem langen Gespräch über Aggression, null Bock (dazu konnte ich heute eine Menge beisteuern), menschliche Fehler (gestern habe ich mich dazu hinreißen lassen, einem Ex-Schüler Prügel anzudrohen, der den Kollegen Maia aufs Derbste beleidigt hat und zudem im Verdacht steht, ein Drogendealer zu sein), Gewaltspiralen, Sandkastenspiele und Zukunftsperspektiven geben sich die Streithähne Kemal und Babür vor dem Schultor die Hand; beide hatten seit Wochen einen erbitterten türkisch-marokkanischen Krieg geführt. Ich bin froh, die langen Diskussionen haben diesmal gefruchtet.

25. März 09

Noch ein Big Point. Frau M. von der Bußgeldstelle des Ordnungsamtes meldet sich. Ich hatte bei ihr einen Bußgeldantrag gegen die Eltern der Dauerschwänzerin Oya gestellt. Sie sagt, dass der Antrag auch gegen Oya selbst gestellt werden könne, weil sie bereits 16 sei. Umso besser. Fast 400 Euro kosten ihre eigenmächtigen Sonderurlaube. Bezahlt sie nicht, muss sie Arbeitsstunden leisten, leistet sie keine Arbeitsstunden, kommt sie in den Jugendarrest. Dass ich mich darüber freue, eine 16- Jährige möglicherweise in den Knast zu stecken, zeigt das Ausmaß meiner Resignation und Wut.

25. März 09

Anne ist nach zwei Wochen Krankheit zurückgekehrt. Die 17-Jährige ist ein herzensguter Mensch, der gut kochen kann, liebevoll mit Kindern umgeht und tolle Frisuren macht. Ihre Schulkarriere hat sie leider total in den Sand gesetzt. Sie bewegt sich in Deutsch, Englisch und Mathematik maximal auf Grundschulniveau. Die Eltern sind natürlich getrennt. Nach der Sportstunde erklärt sie mir, dass sie "einfach keinen Bock mehr auf diese Schule und diese Leute" habe. Sie will im Sommer nach dem neunten Schuljahr abgehen. Bedauerlich, aber vielleicht der bessere Weg. Man kann nur hoffen, dass sie nicht auf der Straße landet. Der Schulsozialarbeiter bietet ein "Frühabgänger-Seminar" an, über den Erfolg dieser Maßnahme gibt es keine verlässlichen Zahlen.

26. März 09

Die Schulleitung veröffentlicht den neuesten Erlass der Schulbehörde: Bei der Kontingentierung des Kopierpapiers müsse man künftig angeben, ob man beabsichtige, einen Elternbrief zu schreiben oder ein Arbeitsblatt zu kopieren.

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