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Radiomoderator soll Gewinnspiele manipuliert haben

Einem ehemaligen Radiomoderator wird vorgeworfen, 61.000 Euro in die eigene Tasche abgezweigt zu haben - durch fingierte Gewinnspiele. Ein Unbekannter ist er nicht: 2012 wurde er wegen Kindesmissbrauchs verurteilt.

Radiomoderator

Rund 61.000 Euro soll der Radiomoderator durch Manipulation von Gewinnspielen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben

Wegen der mutmaßlichen Manipulation von Gewinnspielen muss sich ein ehemaliger Radio-Moderator vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf dem 42-Jährigen am Dienstag vor, rund 61.000 Euro, die den Hörern des privaten Senders hätten zukommen sollen, in die eigene Tasche umgeleitet zu haben.

Dafür suchte er als "Gewinner" unter den per Telefon teilnehmenden Anrufern jene aus, die vorher von einem Mittäter zu einer fingierten Teilnahme aufgefordert worden waren. Die Anrufer konnten rund ein Viertel der Gewinnsumme für sich behalten, das Übrige teilte sich der Moderator mit seinem Komplizen.

Gläubiger fordern 520.000 Euro

Der Angeklagte war offenbar hochverschuldet. Er ist zusätzlich wegen Insolvenzbetrugs angeklagt. Gläubiger forderten von ihm rund 520.000 Euro, die er aber nicht zahlte. Er hatte die Höhe seines Einkommens gegenüber den Gläubigern verschleiert.

2012 war der Moderator zudem zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Er hatte sich zwischen 2005 und 2008 wiederholt an einem anfangs zwölfjährigen Mädchen vergangen. Sie hatte bei einem Gewinnspiel einen Besuch im Studio gewonnen.

amt/AFP
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