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Illegale Zerstreuung

Immer mehr Menschen möchten im Bodensee ihre letzte Ruhe finden. Allerdings verstoßen Seebestattungen dort gegen deutsches Recht. Viele nehmen daher den Umweg über die Schweiz.

Von Vivian Alterauge

  Ruhe sanft: Viele Menschen wünschen sich den idyllischen Bodensee als letzte Ruhestätte

Ruhe sanft: Viele Menschen wünschen sich den idyllischen Bodensee als letzte Ruhestätte

Das Ziel der finalen Reise ist ein viel diskutiertes Thema. Während Traditionalisten ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof suchen, gibt es immer mehr Menschen, die ihre Asche vom Winde verweht wissen wollen oder auf hoher See den ewigen Frieden suchen. Doch es muss nicht gleich die Nordsee sein. Auf dem Bodensee kann die Asche ebenso sanft durch die Wogen rieseln und sich in den Fluten von Deutschlands größtem Binnengewässer bis in alle Ewigkeit verlieren.

Gisela Hanßler und ihr Mann aus Pfullendorf haben die Naturbestattung im Angebot. Seit vergangenem Jahr bieten sie das Verstreuen der sterblichen Überreste im knapp 25 Kilometer entfernten See auf der Website ihres Bestattungsinstituts an. "Es gibt mindestens eine Anfrage pro Monat", sagt Hanßler. Für die schwäbischen Bestatter ist das aber nur ein Service, um auf die steigende Nachfrage zu reagieren. Selbst können sie das Geschäft nicht machen, sondern lediglich die Interessenten an ein Schweizer Institut weiterleiten.

Bodensee = Totensee?

Denn im Ländle verstößt das Verteilen von Totenasche auf dem Bodensee gegen das Gesetz. Das baden-württembergische Bestattungsrecht schreibt eine klassische Friedhofsbestattung oder eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung vor.

Alle Liberalisierungsversuche scheiterten bisher. So etwa der eines Landtagsabgeordneten der FDP, der 2008 vorschlug, den Ort der Bestattung freizustellen und so auch die Bodenseebeisetzung zu legalisieren. Die CDU-Fraktion im Landtag, damals Koalitionspartner der FDP, lehnte einstimmig ab: Der Bodensee könne doch nicht zum "Totensee" verkommen, empörten sich die Unionsabgeordneten. Schließlich diene der See als Trinkwasserspeicher für die ganze Region.

Etwas lockerer sieht man das am Südufer des Sees. Die Bestattungsrechte in der Schweiz sind deutlich liberaler als die der deutschen Nachbarn. Zwar ist auch hier eine kommerzielle Seebestattung verboten. Aber Angehörige können die Urne mit der Asche ihrer Verstorbenen ausgehändigt bekommen und frei entscheiden, was damit geschieht.

Kooperation mit Schweizer Instituten

Und weil das auch immer mehr Deutsche wollen, ist in der Bodenseeregion ein regelrechter Bestattungstourismus in Gang gekommen: Immer mehr deutsche Bestatter bieten in Kooperation mit Schweizer Instituten eine Bodenseebeisetzung an.

Während die Vermittlung bis vor wenigen Jahren nur heimlich erfolgte, wird sie heute wie bei den Hanßlers auf den Websites offen beworben.

Der Schweizer Bestatter Robert Schwank bietet Naturbestattungen nahe der deutschen Grenze an: Für 250 Euro gibt er die Urne für Angehörige frei. Gemessen an den Kosten für eine Erdbestattung samt Grabpflege ist das ein Schnäppchen.

Geld sparen durch Seebestattung

"Natürlich gibt es auch Leute, die Geld sparen wollen, gerade wenn es um entfernte Verwandte geht", sagt Schwank. Kunden, die sich nur aus Kostengründen entscheiden, ihre Angehörigen im See zu entsorgen, lehnt er aber ab. Ihm gehe es darum, den letzten Willen der Menschen zu erfüllen, sagt er: "Es gibt Deutsche, die oft in der Schweiz Urlaub gemacht haben und auch in einem Schweizer See verstreut werden möchten."

Bei denen, die ihr Leben nahe dem schwäbischen Meer verbracht haben, scheint der Drang, sich danach über dem Bodensee zu zerstreuen, weniger ausgeprägt. In Pfullendorf jedenfalls sind bislang ausschließlich Anfragen von außerhalb eingegangen. Und auch Gisela Hanßler wird auf den neuen Service selbst verzichten. "Ich persönlich", sagt die Bestatterin, "möchte das nicht."

FTD

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