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Täglich sterben drei Kinder durch Unfälle oder Gewalt

Das Statistische Bundesamt hat Todesfälle unter Kindern und Jugendlichen untersucht. Ergebnis: Mehr als 1000 junge Menschen sterben pro Jahr nach Unfällen, Gewalt oder Suizid. Die Experten ermittelten auch typische Muster der verhängnisvollen Abläufe.

  Etwa 200.000 Kinder unter 15 Jahren müssen jährlich wegen einer Verletzung oder Vergiftung ins Krankenhaus

Etwa 200.000 Kinder unter 15 Jahren müssen jährlich wegen einer Verletzung oder Vergiftung ins Krankenhaus

Der Tod des eigenen Kindes gehört zu den grausamsten Schicksalsschlägen, die einen Erwachsenen treffen können. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat jetzt ermittelt, wie oft in Deutschland Kinder und Jugendliche durch Unfälle, Gewalt oder Selbstmord zu Tode kommen: Im Jahr 2009 waren es drei Fälle pro Tag, wie die Experten am Montag mitteilten. Insgesamt kamen 1076 Jungen und Mädchen im Alter bis zu 19 Jahren ums Leben. Aktuellere Daten als für 2009 liegen noch nicht vor.

Weitere etwa 199.000 Kinder unter 15 Jahren mussten wegen einer Verletzung oder Vergiftung in einem Krankenhaus behandelt werden, bei den Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) waren es 88.000. Laut Statistik entspricht das täglich 786 Kindern und Jugendlichen, die in die Klinik müssen.

Gefährliche Wasserkocher

Der Bericht des Bundesamts identifiziert auch typische Muster für Unfälle und andere Ereignisse. Demnach besteht bei Säuglingen ein hohes Risiko für schwere oder sogar tödliche Verletzungen durch Unfälle im häuslichen Bereich sowie Gewalt. Etwa Dreiviertel aller wegen Verbrennungen behandelter junger Menschen waren Kleinkinder unter fünf Jahren. Ein besonderes Risiko sind dabei laut Bundesamt elektronische Wasserkocher, die umkippen oder von Kindern heruntergezogen werden können.

Jugendliche setzen sich im Straßenverkehr dem höchsten Risiko aus. Als zweithäufigste Todesursache folgen Suizide, betroffen sind dort vor allem Jungen. In der Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren brachten sich insgesamt 194 Jugendliche selbst um, 21 weitere begingen vor ihrem 15. Geburtstag Suizid.

fw/DPA/AFP/DPA

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