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Elterngeld liegt im Schnitt bei 699 Euro

Väter und Mütter haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr staatliche Unterstützung bekommen als im Vorjahresquartal. Im Schnitt stieg der monatliche Anspruch auf das Elterngeld von 662 auf 699 Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Das vom Staat gezahlte Elterngeld liegt bei durchschnittlich 699 Euro. Dabei bekommen Väter mit 967 Euro im Schnitt deutlich mehr als Mütter (632 Euro), wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) erklärte, die Zahlen zeigten, dass das Elterngeld weitgehend von Vätern und Müttern genutzt werde, die arbeiten gingen.

In der Regel ersetzt das Elterngeld 67 Prozent des Nettoeinkommens, das wegen der Babypause wegfällt. Höchstens werden monatlich 1.800 Euro gezahlt.

Der Durchschnittsbetrag von 699 Euro gilt laut Statistischem Bundesamt für die Eltern, die im ersten Quartal 2010 den Bezug von Elterngeld beendeten; maßgeblich war dabei die Höhe des ersten Bezugsmonats. Das waren mehr als 151.000 Mütter und knapp 38.000 Väter. Der Väteranteil lag damit bei rund 20 Prozent.

Acht von zehn Vätern (81 Prozent) und sechs von zehn Müttern (58 Prozent) waren vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig. Der durchschnittliche Elterngeldanspruch lag bei erwerbstätigen Vätern im ersten Bezugsmonat im Schnitt bei 1.114 Euro monatlich, für erwerbstätige Mütter hingegen bei 855 Euro. Bei sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen wird das Mutterschaftsgeld (in der Regel in den ersten beiden Monaten nach der Geburt gezahlt) auf den Elterngeldanspruch angerechnet.

Eltern, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren, erhalten den Elterngeld-Grundbetrag von 300 Euro monatlich. Wenn sie mehr Kinder haben, kommen noch 29 Euro als Geschwisterbonus oder "Mehrlingszuschlag" hinzu. Diese Aufschläge erhalten auch erwerbstätige Eltern.

Schröder sagte, das Elterngeld sei ein Erfolgsmodell. Deswegen bleibe seine Struktur unangetastet. Es trage zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei und erfülle seine Funktion als Einkommensersatz nach der Geburt eines Kindes. Bei seiner Sparklausur hatte das Kabinett deutliche Einschnitte beim Elterngeld angekündigt. Der Höchstbetrag von 1.800 Euro soll allerdings unangetastet beleiben.

Die Grünen bezeichneten die geplante Elterngeldkürzung als unsozial. Zudem werde die gesellschaftlich überholte Alleinernährer-Ehe bevorzugt. "Bei den ärmsten Eltern Elterngeld einzusparen, kann nicht akzeptiert werden. Der Vorschlag muss umgehend vom Tisch", sagte die Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, Katja Dörner.

APN/DPA/DPA
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