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Deutsche wünschen sich Afrikaner als Papst

Nach dem Rücktritt von Benedikt XVI sähen die Deutschen gern einen Reformer als neuen Papst. Besonders gern hätten sie ein Kirchenoberhaupt aus Afrika.

  Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Der Nachfolger von Papst Benedikt XVI dürfte bald feststehen.

Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Der Nachfolger von Papst Benedikt XVI dürfte bald feststehen.

Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich, dass nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. ein Reformer zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wird. Das ergibt sich aus einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern.

Nahezu einmütig (95 Prozent) wollen die Befragten, dass der künftige Papst die Anwendung von Verhütungsmitteln wie Pille und Kondom zulässt. 88 Prozent fordern, er solle Ehescheidungen nach weltlichem Muster akzeptieren. 82 Prozent erwarten von ihm, dass er das Zölibat abschafft. Ebenso viele möchten, dass er auch Frauen zum Priesteramt zulässt.

Dass die katholische Kirche das gesetzliche Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch anerkennen soll, wünschen sich 76 Prozent der Bundesbürger. Mehr als jeder Zweite (60 Prozent) spricht sich dafür aus, dass der künftige Papst die Home-Ehe anerkennt.

Gutes Verhältnis zu anderen Religionen wichtig

Wichtig ist den Deutschen aber auch ein gutes Verhältnis zu anderen Religionen: 52 Prozent möchten, dass der Nachfolger Benedikts stärker als bislang auf die Muslime zugeht. Allen Punkten stimmen die befragten Katholiken nahezu genauso zu wie Protestanten oder Konfessionslose. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich.

Ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen steht ein Papst auf Afrika. 67 Prozent würden dies begrüßen. Unter den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren sowie den befragten Katholiken fänden dies sogar rund 75 Prozent gut.

Entschieden anders als die Kirchenoberen im Vatikan denken die Deutschen über die Möglichkeit, dass auch einmal eine Frau Papst werden könnte. 76 Prozent aller Bürger sähen dies gerne. Selbst 71 Prozent der Katholiken halten dies für richtig.

mw/print

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