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Australische Medienaufsicht ermittelt nach Telefonscherz

Der Auslöser für den Suizid einer Krankenschwester aus Kates Klinik ist weiterhin unklar. Die Autopsieergebnisse werden heute erwartet. Die australische Medienaufsicht hat sich eingeschaltet.

  Lisha Barboza, die Tochter der verstorbenen Krankenschwester, und ihr Vater Ben, trauern um Jacintha Saldanha.

Lisha Barboza, die Tochter der verstorbenen Krankenschwester, und ihr Vater Ben, trauern um Jacintha Saldanha.

Dem australischen Radiosender, der mit einem Scherzanruf in der Klinik mit der schwangeren Kate in London weltweit Schlagzeilen gemacht hat, drohen Konsequenzen. Die australische Medienaufsicht leitete eine formelle Untersuchung ein, ob 2DayFM mit dem Anruf die Richtlinien für Privatsender verletzt hat. Geprüft wird unter anderem, ob die Radiostation die Vorschriften zum Persönlichkeitsschutz verletzt hat.

Der australische Medienkonzern Southern Cross Austereo (SCA), zu dem 2DayFM gehört, betonte, der Sender habe die Klinik vor der Ausstrahlung des Telefonmitschnitts fünf Mal angerufen, um die Aufnahme zu besprechen. Das Krankenhaus erklärte dagegen, weder die Leitung noch die Presseabteilung der Klinik sei kontaktiert worden. Gemäß den australischen Vorschriften muss vor der Ausstrahlung eines Telefonscherzes im Radio die Zustimmung des Betroffenen eingeholt werden.

Autopsieergebnisse werden veröffentlicht

Die Krankenschwester Jacintha Saldanha war vor einer Woche im König-Edward-VII.-Krankenhaus ans Telefon gegangen. Am anderen Ende der Leitung gaben sich die 2DayFM-Moderatoren Mel Greig und Michael Christian als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles aus. Sie erkundigten sich nach dem Zustand der schwangeren britischen Herzogin Kate, die in dem Krankenhaus wegen schwerer Übelkeit behandelt wurde. Saldanha stellte den Anruf zu einer Kollegin durch, die Auskunft gab.

Drei Tage später wurde Saldanha tot in ihrer Wohnung gefunden. Nach unbestätigten britischen Medienberichten hatte sie sich erhängt. Das Autopsieergebnis soll am Donnerstag veröffentlicht werden.

swd/DPA/AFP/DPA

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