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Wikileaks veröffentlicht neue US-Militärdokumente

Auch wenn Julian Assange seit Monaten in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, will Wikileaks funktionstüchtig sein. Derzeit werden neue US-Militärdokumente zu Guantanamo veröffentlicht.

  Wikileaks macht nach längerer Zeit wieder inhaltlich von sich reden. Die Enthüllungsplattform veröffentlicht Dokumente über die Gefangenenbehandlung in Guantanamo.

Wikileaks macht nach längerer Zeit wieder inhaltlich von sich reden. Die Enthüllungsplattform veröffentlicht Dokumente über die Gefangenenbehandlung in Guantanamo.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat am Donnerstagabend mit der Veröffentlichung von neuen US-Militärdokumenten begonnen. Nach Angaben von Wikileaks-Gründer Julian Assange handelt es sich dabei um Anweisungen zum Umgang mit Häftlingen in den umstrittenen Militärgefängnissen im Irak und im Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba.

100 Dokumente sind angekündigt

Bislang stehen auf der Website wikileaks.org unter dem Titel "Detainee Policies" fünf Dokumente aus der Ära des US-Präsidenten George W. Bush zur Behandlung der Insassen in den Gefangenenlagern. Insgesamt werde man aber über 100 Dokumente zum Umgang der USA mit den Gefangenen veröffentlichen. Man verfüge auch über ein Handbuch, das kurz nach der Gründung des Lagers Guantánamo im Jahr 2002 herausgegeben worden sei.

"Dieses Dokument ist von großer historischer Bedeutung. Guantánamo Bay wurde zu Recht zu einem Symbol für die systematische Verletzung der Menschenrechte im Westen", erklärte Assange.

Der 41 Jahre Australier sitzt seit fünf Monaten in der Botschaft von Ecuador in London, wo er politisches Asyl beantragt hat. Großbritannien will Assange nach Schweden ausliefern, wo ihm Sexualdelikte vorgeworfen werden. Der Wikileaks-Gründer befürchtet, dass er von dort aus in die USA abgeschoben werden könnte, wo ihm die Todesstrafe wegen der Enthüllungen auf Wikileaks drohe.

swd/DPA/DPA
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