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Volker Beck lässt sich nach Drogen-Vorwürfen krankschreiben

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck wurde mit Drogen erwischt, vermutlich Crystal Meth. Während ganz Deutschland über den Fall diskutiert, zieht sich der Politik erst einmal zurück.

Volker Beck

Der innenpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, hat seine Ämter in der Fraktion niedergelegt. Er wurde von der Polizei mit Rauschgift aufgegriffen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck nimmt sich nach dem mutmaßlichen Drogenfund bei ihm vorerst eine Auszeit.
Sein Arzt habe ihn für einen Monat krankgeschrieben, teilte sein Büroleiter, Sebastian Brux, der "Süddeutschen Zeitung" mit.

Die Polizei hatte Beck am vergangenen Dienstag in Berlin bei einer Kontrolle mit 0,6 Gramm eines verbotenen Rauschmittels erwischt. Nach Medienberichten soll es sich dabei um die synthetische Droge Crystal Meth gehandelt haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe stellte Beck seine Fraktionsämter zur Verfügung, nicht aber sein Bundestagsmandat.

Özdemir will Volker Beck zweite Chance geben

Grünen-Chef Cem Özdemir hält eine Rehabilitierung seines Parteifreundes für möglich. "Ich komme zwar aus einer muslimischen Familie, aber ich habe gelernt, dass es ein Teil des christlichen Menschenbildes ist, dass man Menschen nicht nur eine zweite, sondern auch eine dritte und vierte Chance geben muss", sagte Özdemir "faz.net". "Man sollte immer wieder eine Chance erhalten, das sollte das Leitbild für alle Humanisten sein." 

In der Frage eines möglichen Mandatsverzichts Becks plädierte Özdemir dafür, die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abzuwarten. Der Grünen-Chef sieht durch den Fall Beck auch keine Notwendigkeit, die liberale Drogenpolitik seiner Partei zu korrigieren: "Unsere Haltung ist glasklar: Crystal Meth ist eine harte und gefährliche Droge, die zu Recht verboten ist."

kis/DPA
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