Kein Schmerzensgeld nach Brustvergrößerung

14. März 2013, 11:19 Uhr

Einer Frau werden mangelhafte Brustimplantate eingesetzt, sie verlangt Schmerzensgeld vom Tüv-Rheinland. Doch die Richter verlangen Beweise. In einem ähnlichen Fall steht die Entscheidung noch aus.

PIP, Prozess, Implantate, Behörde, Richter, Schuld, Schadensersatz, Silikon, Karlsruhe, Iris Herold, Urteil, Brustimplantateskandal, Brust, Tüv, Silikon

Die französische Firma Poly Implant Prothese (PIP) soll hunderttausendfach billiges Industriesilikon in Brustimplantate gefüllt haben©

Die Klage einer Frau aus Ludwigshafen auf 100.000 Euro Schmerzensgeld wegen mangelhafter Brustimplantate ist abgewiesen worden. Die Klägerin habe nicht ausreichend bewiesen, dass die Implantate ihrer Gesundheit geschadet hätten, sagte die Richterin am Landgericht Frankenthal. Die Frau hatte dem Tüv-Rheinland vorgeworfen, die französische Herstellerfirma der Polster nicht ausreichend überwacht zu haben.

Die inzwischen insolvente Poly Implant Prothèse (PIP) soll hunderttausendfach billiges Industriesilikon in Brustimplantate gefüllt haben. Auch in Deutschland wurden die Polster verkauft. Ein Fall beschäftigt auch das Landgericht Karlsruhe, eine Entscheidung gibt es dort aber noch nicht.

Klägerin will in Berufung gehen

Die Frankenthaler Richterin sagte, es fehlten Beweise dafür, dass in den Brustpolstern der Klägerin tatsächlich Industriesilikon enthalten gewesen sei. Zudem sei nicht erwiesen, dass der Tüv überhaupt hätte überprüfen müssen, welches Silikon in den Implantaten enthalten gewesen sei.

Die Anwältin der Klägerin hatte bereits vor dem Gerichtstermin angekündigt, in Berufung zu gehen, sollte die Klage scheitern. Der Tüv habe seine Pflichten vernachlässigt, dazu hätten Analysen der Implantate und unangekündigte Besuche bei PIP gehört.

Die Klägerin hatte sich die Polster nach einer Operation zur Krebsvorsorge einsetzen lassen und über anschließende gesundheitliche Probleme berichtet. Der Tüv hatte die Vorwürfe in einer ersten Verhandlung im Januar zurückgewiesen und erklärt, alle Richtlinien eingehalten zu haben.

Zum Thema
Panorama
Spende sucht soziale Helden
Aktion Deutschlands Herzschlag: Hier können Sie sich bewerben! Aktion Deutschlands Herzschlag Hier können Sie sich bewerben!
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von dorfdepp: Soll sich die westliche Welt Kuba gegenüber öffnen?

 

  von dorfdepp: Gibt es noch Vorbehalte gegen Online-Banking?

 

  von JennyJay: Heißt es "mittels Mobilkrane" oder "mittels Mobilkränen"?

 

  von bh_roth: Vorsätzliche Tötung

 

  von Amos: Warum muß ein Blinder bei "Wetten dass" eine geschwärzte Brille tragen?

 

  von Amos: Seit heute steigen die Preise der DB, wenn ich per Kreditkarte oder Internet bezahle.

 

  von Bananabender: Der Mythos Megapixel

 

  von Amos: Warum müssen verunglückte Reitpferde immer eingeschläfert werden?

 

  von Amos: Haus mit 5 Wohneinheiten. Jetzt steht eine Wohnung längere Zeit leer. Wie verhält es sich dann mit...

 

  von Amos: Smartphones zu Weihnachten: Kaufentscheidung abhängig von der Fotoauflösung? Telefonieren wäre doch...

 

  von StechusKaktus: Wie kann die kalte Progression abgeschafft werden?

 

  von bh_roth: Gastherme versetzen

 

  von Bananabender: Drucker Patronen

 

  von bh_roth: Lichterführung bei speziellen LKW

 

  von Amos: Wenn ich einen Karton Sekt aus Bequemlichkeit im Kofferraum "vergesse": wie hoch ist die...

 

  von Musca: Vogelschwarm filmen

 

  von Amos: Da ich als Arzt nicht mehr tätig bin, habe ich meine Berufshaftplicht gekündigt.

 

  von Amos: Eine Fondsgesellschaft schickt mir am 2..12.2014 die Steuerbescheinigung für 2013. Obwohl ich meine...

 

  von Gast: Ist der Nahme "Haircouture" geschützt

 

  von Gast: ich habe eine rente in höhe von 760 ?,wie viel kann ich dazu beantragen?