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17. Oktober 2009, 17:32 Uhr

Bundeswehr stoppt Piraten mit Warnschuss

Die deutsche Fregatte "Augsburg" hat im Golf von Aden einen Piratenangriff auf ein Handelsschiff abgewehrt. Mit einem Warnschuss konnten die Angreifer in die Flucht getrieben werden. Weniger Glück hatte zuvor ein Containerschiff unter der Flagge Singapurs.

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Die Fregatte "Augsburg" hat im Golf von Aden einen Piratenangriff vereitelt© David Hecker/DDP

Die deutsche Marine hat mit einem Warnschuss der Fregatte "Augsburg" im Golf von Aden einen Piratenangriff auf das Handelsschiff "MV Thor Spring" verhindert. Wie die Bundeswehr mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall bereits am Freitag. Die Angreifer hätten nach dem Warnschuss aus einer Distanz von 3,5 Seemeilen von dem Handelsschiff abgelassen und seien in Richtung der somalischen Küste abgedreht, teilte die Bundeswehr mit. Der Bordhubschrauber eines italienischen Kriegsschiffes habe das Schiff der Piraten verfolgt, die Fregatte "Augsburg" setzte ihren Einsatz im Rahmen des US-geführten Anti-Terror-Einsatzes "Enduring Freedom" fort.

Unterdessen haben somalische Piraten im Indischen Ozean ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Containerschiff gekapert. Das teilte die europäische Antipiratenmission "Atalanta" auf ihrer Website mit. Demnach erfolgte die Entführung der "Kota Wajar" am Donnerstag etwa 480 Kilometer nördlich der Seychellen. Über die Zahl und die Nationalität der Besatzungsmitglieder wurden keine Angaben gemacht. Ein Flugzeug sei zur Untersuchung des Vorfalls in das betreffende Seegebiet geschickt worden, hieß es in der Mitteilung.

Der Angriff fand in unbewachten Gewässern südlich des Sicherheitskorridors statt, den die Marinemission, die Nato und Bündnispartner im Golf von Aden kontrollieren. Nach Angaben des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) in London sind damit derzeit fünf Schiffe mit mehr als 100 Seeleuten in den Fängen somalischer Seeräuber.

Piraten sind wieder aktiver

Nachdem Ende September der Monsun-Regen im Indischen Ozean abflaute, sind die Piraten wieder deutlich aktiver. Zuletzt war Anfang Oktober ein spanischer Trawler nördlich der Seychellen gekapert worden. Erst am Dienstag hatte die Deutsche Marine ebenfalls nördlich der Seychellen drei verdächtige Boote durch Warnschüsse gestoppt. Der Fregatte "Bremen" gingen dabei elf mutmaßliche Piraten ins Netz. Ihre Ausrüstung wurde ebenso wie zwei kleine Boote versenkt. Gewöhnlich sind die Piraten in kleineren Booten unterwegs, werden aber von einem Mutterschiff versorgt.

Angriffe von Seeräubern vor Ostafrika haben weiter zugenommen. In diesem Jahr zählte das IMB bislang 170 Versuche - im gesamten Vorjahr waren es 111. Wegen der erhöhten Präsenz der Marine hatten die Angreifer jedoch weniger Erfolg. Auf das Konto der Somalier gingen in diesem Jahr 33 Schiffskaperungen mit 569 Geiseln. Im gesamten Vorjahr waren es 42 Kaperungen und 815 Geiseln.

AP/DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Fakten (19.10.2009, 00:32 Uhr)
Ach ja, endlich bekommen wir was fuer die 53% Steuergelder die im Militaerhaushalt verschwinden.
Uebrigens die angeblichen Piraten wehren sich gegen die Verklappung von britischen Muell vor ihrer Kueste.

Aber wir wissen ja mittlerweile das braune Menschen sich nicht wehren duerfen, sind ja Terroristen/Piraten oder sonstwas.
oppenwehe (17.10.2009, 19:51 Uhr)
Warnschuss
Ähm, wer bezahlt den Einsatz eigentlich? Diejenigen Reedereien, die in den letzten zwanzig Jahren ihre Schiffe unter der Flagge von Panama oder der Elfenbeinküste haben laufen lassen, um Geld zu sparen? Vielleicht sollte die Marine von Panama den Schutz der Schiffe übernehmen.
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