Von der Himmelfahrt Jesu und modischen Herrenpartien

12. Mai 2010, 08:41 Uhr

An diesem Donnerstag ehrt Google die Krawattenträger mit einem eigenen Doodle: Während Christen die Himmelfahrt Jesu feiern, genießen Väter mit Bier und Bollerwagen die weltlichen Freuden.

Ein langes Wochenende steht bevor - Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Das ist ein Feiertag für Christen und für Väter. Christi Himmelfahrt gilt hierzulande auch als Vatertag. Traditionell und zahlreich ziehen Männer mit dem Bollerwagen voll Bier durch die Gegend.

Ursprünglich feiern Christen 40 Tage nach Ostern das Fest Christi Himmelfahrt. Biblische Grundlage ist neben den Evangelien von Markus und Lukas die Apostelgeschichte. Darin heißt es, dass der Auferstandene, der seinen Jüngern während 40 Tagen erschienen war, von einer Wolke aufgehoben in den Himmel fuhr.

Die Himmelfahrt ist allerdings nicht wörtlich zu nehmen. Die Wolke steht für die Gegenwart Gottes. "Aufgefahren in den Himmel" bedeutet nach christlichem Verständnis, dass Christus nun bei Gott ist. Die Kirchen sprechen heute von der "Erhöhung Christi", um zu verdeutlichen, dass Jesus mit Gott gleich geworden ist.

Um den Himmelfahrtstag haben sich Bräuche entwickelt wie das Hinaufziehen einer Christusstatue zur Kirchendecke, das Ausblasen der in der Osternacht entzündeten Kerze oder der Verzehr von Geflügel ("fliegendes Fleisch").

Und auch die Tradition des an Himmelfahrt mit feuchtfröhlichen Herrenpartien gefeierten Vatertages hat möglicherweise einen christlichen Ursprung. Bereits im 16. Jahrhundert zogen Katholiken in feierlichen Prozessionen um die Felder und baten um eine gute Ernte. Oft ging der Tag mit Speis und Trank, Tanz und Gesang zu Ende. Später rückte der christliche Ursprung in den Hintergrund. Im 19. Jahrhundert kamen in Berlin dann "Herrenpartien" in Mode. Urbane Männer zog es hinaus in die Natur. In Ostdeutschland heißt der Ehrentag der Väter auch "Herrentag".

So mancher moderne Vater verzichtet allerdings auf eine Männerparty mit Alkohol und widmet den Tag seiner Familie. Ähnlich wie am Muttertag gibt es von den Kindern kleine Geschenke.

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