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1. September 2008, 16:32 Uhr

Mysteriöses Verbrechen beschäftigt Polizei

Drei Leichen, eine abgebrannte Millionärsvilla: Ein rätselhaftes Verbrechen hält die Polizei in Westengland in Atem. Nach dem verheerenden Brand in dem Gebäude hatte die Polizei drei verkohlten Leichen gefunden, bisher konnten zwei davon als Mutter und Tochter identifiziert werden.

So wurde die Familie Foster zuletzt lebend gesehen - bei einem Grillfest© EPA

Knapp eine Woche nach dem rätselhaften Verbrechen in einer Millionärsvilla in Westengland haben die Ermittler am Montag eine dritte verkohlte Leiche in dem völlig ausgebrannten Anwesen gefunden. Ob es sich dabei um die 15-jährige Tochter des vermissten Geschäftsmanns Christopher Foster (50) handelt, stand zunächst nicht fest.

Am Vortag war eine der beiden anderen Leichen als die 49-jährige Millionärsgattin Jill Foster identifiziert worden, die an einem Kopfschuss starb. Bei dem dritten Toten handelt es sich um einen erwachsenen Mann, der aufgrund der schweren Verbrennungen noch nicht identifiziert werden konnte.

Der mysteriöse Fall hält Großbritannien seit dem vergangenen Dienstag in Atem. Nachdem die dreiköpfige Familie das letzte Mal bei einem Grillfest lebend gesehen worden war, ging das herrschaftliche Haus bei Maesbrook in der Grafschaft Shropshire in Flammen auf. Erst hatte die Polizei nur wegen Brandstiftung ermittelt, am Wochenende wurden die Untersuchungen zum Mordfall erklärt.

Offen ist weiter, ob die Familie von einem unbekannten Täter ausgelöscht wurde, oder ob es sich um ein Familiendrama handelt, bei dem der Geschäftsmann seine Frau und seine Tochter tötete, das Anwesen in Brand steckte und dann Selbstmord beging. Neben den Leichen der beiden Erwachsenen hatten die Ermittler einen erschossenen Hund und ein Gewehr gefunden, das dem Geschäftsmann gehörte. In einem angrenzenden Pferdestall, der ebenfalls ein Raub der Flammen wurde, lagen die Kadaver von drei Hunden und drei Pferden. Die Tiere waren ebenfalls erschossen worden, bevor das Feuer ausbrach.

Foster war zu seinem Vermögen gekommen, weil er Dämmstoffe für Ölplattformen herstellte. Doch seine Firma Ulva wurde im vergangenen Jahr aufgelöst, Klagen von Lieferanten waren angeblich anhängig. Foster soll ferner Steuerschulden von umgerechnet fast einer Million Euro gehabt haben.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
mattiaca (01.09.2008, 19:10 Uhr)
Stern schlauer als britische Polizei?
Während die britischen Medien noch berichten, dass die Bergung der 3. Leiche andauert, weil die Fundumstände so schwierig sind, hat der Stern sie schon als die Tochter identifiziert....Gratulation!
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