28. November 2012, 17:52 Uhr

Lämmchen "Mäh" auf großer Fahrt

Ein kleines Mädchen aus Estland ist untröstlich, als es sein geliebtes Plüschlamm verliert. Doch weil Papa unerbittlich nachforscht, wird das Tier aus den Fängen zweier russischer Seeleute gerettet.

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Wie süß: Der Verlust eines Plüschlamms (Symbolbild) machte einem kleinen Mädchen aus Estland schwer zu schaffen.©

Nach einer Odyssee über die Ostsee von Estland nach Deutschland und zurück hat ein kleines Lämmchen aus Plüsch dank intensiver Suche zu seiner Besitzerin zurückgefunden. Die achtjährige Triinu Raim aus der Stadt Kuressaare auf der Insel Saaremaa habe das Tier namens "Maa", zu Deutsch "Mäh", zu Beginn der vergangenen Woche verloren, sagte ihr Vater Riho. Der Verlust des ersten Weihnachtsgeschenks habe sein Kind so geschmerzt, dass er daraufhin "eine großangelegte Suche gestartet" habe.

"Am Donnerstag haben wir Suchmeldungen im örtlichen Radio und eine Anzeige mit einem Foto des Lamms in der hiesigen Zeitung geschaltet", sagte der Vater. Er fand heraus, dass zwei russische Seeleute das Plüschtier auf der Straße gefunden hatten und anschließend mit ihm in einer Kneipe waren. Von dort ließen sie sich mit einem Taxi abholen. "Ich habe dann das Taxiunternehmen angerufen und erfahren, dass sie zum Hafen gefahren sind", sagte Riho Raim.

Mitarbeiter erzählten dem Vater, dass die Seeleute mit einem Schiff ausgelaufen seien, dass Holz nach Deutschland bringen sollte. Über Funk nahm der Vater Kontakt zum Kapitän auf, der - ganz verständnisvoll - per E-Mail ein Foto des Lamms schickte. "Maa" schien sich auf hoher See ziemlich wohl zu fühlen: Auf dem Bild saß das Tier bequem auf der Brücke des Schiffs - und zwar im Hafen von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Doch die Familie hatte Glück, das Schiff war mittlerweile wieder auf dem Rückweg nach Estland. Seit Dienstag sind Triinu und ihr Liebling nun wieder vereint.

mlr/AFP
 
 
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