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30. September 2009, 12:11 Uhr

BKA sprengt Kinderporno-Ring

Der BKA-Präsident spricht von einem "großen Erfolg": Bei einer deutschlandweiten Razzia hat das Bundeskriminallamt einen Kinderporno-Ring ausgehoben. Neun der insgesamt mehr als 120 Verdächtigen wurden verhaftet.

Pornografie, Kinderporno, Razzia, BKA, Polizei

Ein Ermittler im Kampf gegen Kinderpornografie© Mario Vedder/DDP

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat mit einer groß angelegten Razzia einen Kinderporno-Ring zerschlagen. Seit Dienstagabend seien 163 Wohnungen und Geschäftsräume von 121 Verdächtigen in ganz Deutschland durchsucht worden, teilte das BKA am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Aktion sei am Mittwoch fortgesetzt worden. Die Ermittlungen richten sich gegen eine deutschsprachige Internet-Gemeinschaft von Pädophilen. Die Vorwürfe lauten auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung und Verbreitung kinderpornografischen Materials.

Die Ermittler hätten am Dienstagabend gegen neun Initiatoren und Verantwortliche der Internetforen Haftbefehle vollstreckt, hieß es. Die Verdächtigen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt jeweils in der Gegend von Passau, Bremen, Lübeck, Zwickau, Mönchengladbach, Detmold und Bad Oeynhausen festgenommen. Zwei wurden in Frankfurt/Main gefasst.

"Großer Erfolg im Kampf gegen Kinderpornografie-Szene"

In mehreren Foren seien Bilder und Erfahrungen über den sexuellen Missbrauch von Kindern ausgetauscht worden. Einige Mitglieder des Kinderporno-Rings hätten die Gewalttaten auch auf Bildern und Videos aufgenommen und dann ins Internet gestellt.

BKA-Präsident Jörg Ziercke wertete die Festnahmen als "großen Erfolg im Kampf gegen die Kinderpornografie-Szene". Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler außerdem etwa 220 Computer und rund 17.000 Speichermedien sicher. Insgesamt waren etwa 800 Beamte von BKA und Polizei im Einsatz. Die Ermittlungen seien dem BKA zufolge sehr schwierig gewesen, weil sich die Mitglieder des Kinderporno-Rings äußerst konspirativ verhalten hätten.

Weltweit seien seit Januar im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt 136 Verdächtige ermittelt worden. Durchsucht worden seien zeitgleich auch Räume von 15 Verdächtigen in der Schweiz, Österreich, Spanien, Bulgarien, Kanada und den USA. In Österreich nahm die Polizei drei Männer fest, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das österreichische Bundeskriminalamt. Sie sollen Kinder in ihrem familiären Umfeld fotografiert oder gefilmt und die Aufnahmen über das Internet verbreitet haben.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
Mikeorganizer (01.10.2009, 16:44 Uhr)
tempelhofer
- und leider muss ich sie wieder mal ins Licht holen. Trotz ihres schönen Vortrages über Regeln und Gesetze und Kontrollen beim Autofahren hat jüngst jemand versucht Königin Beatrix mit dem Auto zu attackieren. Was sagt uns das ? Eine (in dem Falle) Kontrolle ist nutzlos und dient nicht dem eigentlich Zwecke ! Vor allem sprach ich von purer Absicht - genauso wie KP- Tauscher das Net mit voller Absicht das Netz für ihre Machenschaften nutzten aber deswegen eine Zensur ? Verfolgung ja aber einen Vorhang für was ? Sinnlos, Nutzlos und lediglich der Einsteig für zukünftige Zensurmöglichkeiten - siehe Zensurula !
Quod erat demonstrandum
kralli19 (01.10.2009, 13:27 Uhr)
Skepsis
Irgendwie bin ich nach Aktionen wie "Mikado" und ähnlichem extrem skeptisch bei solchen "Erfolgsmeldungen"....zumal man die Endergebnisse solcher "Erfolge" Wochen später nur im kleingedruckten der Medien findet, wenn überhaupt, wo dann steht "Alle Verdächtigen freigelassen, Verfahren eingestellt, von 300 Fällen nur einer zur Verhandlung...." usw.
peter_pan08 (01.10.2009, 09:30 Uhr)
@Tempelhofer (30.09.2009, 20:46 Uhr)
Ihre Argumentation zeigt mir, dass Sie gar nicht verstanden haben, um was es Menschen, die sich gegen Zensur aussprechen, eigentlich geht. Zensur umfasst eben NICHT, um in Ihrem Beispiel zu bleiben, nur das Auto, welches regelmäßig gewartet, überprüft etc. werden muss, sondern in diesem Beispielfall den GESAMTEN Straßenverkehr!!! DAS BEDEUTET ZENSUR!! Niemand! will, dass Pädos das Netz für ihre Perversität nutzen!! ABER es ist NICHT Aufgabe des Staates, darüber zu entscheiden, was ich tun und lassen darf, solange ich niemand anderen körperlich, psychisch oder finanziell schade! Es ist Aufgabe des Staates, EINZELNE Gesetzesverstöße zu verfolgen und zu bestrafen. Zensur bedeutet, dass ganzen Bevölkerungsschichten, die friedlich und vor allem verantwortungsvoll mit Informationen, Anwendungen etc. umgehen, diese vorendhalten werden, nur weil EINZELNE nicht richtig damit umgehen können. Und überhaupt. Ist es nicht so, dass diejenigen, die über die Zensur entscheiden, über das, was sie entscheiden meistens gar keine Ahnung haben?? Entweder wir sind ein Freiheitlicher Staat, oder wieder im Mittelalter oder einer Diktatur, in einige wenige über die Mehrzahl nach Belieben verfügen.
Tempelhofer (30.09.2009, 20:46 Uhr)
@ Mikeorganizer
"Mit Autos werden auch Straftaten begangen aber man verbietet sie nicht!"

FALSCH

Gerade weil man mit Auto Menschen verletzen und auch töten kann, gibt es strenge Vorschriften für den Umgang mit Ihnen. Das betrifft die geeignete Fahrausbildung (Führerschein), die Fahrbefähigung (Alkohol, Drogen, Sehstärke u.ä.) und auch die Wartung des Materials (TÜV). All dies wird durch staatliche Organe kontrolliert (Polizei, Ordnungsamt, u.ä.).

Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, müssten Sie jetzt von "Zensur" sprechen, wenn stark alkoholisierte Fahrer von der Polizei angehalten werden, ehe sie ein paar Fußgänger überfahren. Autos töten sehr wohl Menschen, darum versucht man dies genau durch den Einsatz staatlicher Mittel zu verhindern.
Mikeorganizer (30.09.2009, 19:24 Uhr)
..und wie war doch gleich der Tenor der Regierung ?
"eine Zensur findet nicht statt !"

Haha - wer da nicht lachen muss - genau das, was die Piratenpartei vorrausgesagt hat.
Wer verbietet eigentlich endliche diese Leyen, die die Grundrechte jedes Bürger mit Füßen tritt ?
Mikeorganizer (30.09.2009, 19:06 Uhr)
Tempelhofer
Etwas eindimensional oder ? Mit Autos werden auch Straftaten begangen aber man verbietet sie nicht!

Das ganze ist doch nur der Auftakt für eine komplette Kontrolle des Internets !

Beweise : sagte von der Leyen der Online-Ausgabe des "Hamburger Abendblatt". Danach müsse aber grundsätzlich darüber diskutiert werden, wie Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet "im richtigen Maß" gehalten werden könnten.

Dann werden sie auch in Zukunft Formulierungen genau überlegen wenn sie nicht Regierungskonform sind.

Piraten Ahoi !
Mikeorganizer (30.09.2009, 18:40 Uhr)
ja ist klar ....
das hier wieder alle ergrauten gleich schreien - super das mit dem Stoppschild - aber wie erklärt man solchen PC - Neandertalern das dies nichts mit dem KP-Schild zu tun hat ? Das war doch genau die Meldung die das ganze hirnrissige System bestätigen soll. Da klatschen die selben grauhaarigen Leute Beifall, die zuvor bei der Zensurula sich diesen Mist haben andrehen lassen. Nur zu dumm, dass es nichts damit zu tun hat.

Im übrigen halte ich die Vorverurteilung von Personen, wo immer noch kein Rechtskräftiges Urteil besteht für sehr bedenklich.
mutti1 (30.09.2009, 17:56 Uhr)
halloooo
wer jörg tauss, den täter, verteidigt, hat einen an der glocke...............
Tempelhofer (30.09.2009, 17:34 Uhr)
Tauss hatte unrecht
Entgegen den Aussagen des Experten der Piraten-Partei wird das Internet anscheind doch zur organisierten Verbreitung von kinderpornographischen Materials verwendet.

Auch hier haben die Piraten also unrecht.
Mopar (30.09.2009, 15:44 Uhr)
Na also
Das dürfte deutlich wirksamer sein als Uschis Stopschild, aber ihrer Meinung nach ist wegsehen wohl besser als etwas dagegen zu tun.
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