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17. August 2007, 11:02 Uhr

Retter sterben bei Bergungsarbeiten

Seit elf Tagen sind sechs Bergleute in einer Mine in Utah verschüttet, die Einsatzkräfte arbeiten fieberhaft an ihrer Befreiung. Ein tragisches Unglück kostete nun drei Rettern das Leben.

Ein Helfer wird in das Utah Valley Regional Medical Center gebracht. Drei Retter starben bei einem erneuten Mineneinsturz© George Frey/EPA/DPA

Elf Tage nach dem Grubenunglück im US-Bundesstaat Utah hat sich die Suche nach den sechs verschütteten Bergarbeitern dramatisch zugespitzt: Drei Helfer kamen beim Einsturz eines Stollens ums Leben. Sechs weitere Helfer seien bei dem neuerlichen Stolleneinbruch verletzt worden, berichtete die "Salt Lake City Tribune". Die Gruppe versuchte, zu den Verschütteten vorzudringen, als sie von dem neuerlichen Einbruch überrascht wurde.

Jetzt erwägt die Bergwerksgesellschaft, die Suche nach den Vermissten abzubrechen. Minenarbeiter sprachen von einer Bewegung im Berg, die den Zusammenbruch am Donnerstag um 18.35 Uhr möglicherweise verursacht habe.

Bergwerks-Besitzer Robert Murray sagte, die Rettungskräfte würden aber erst einmal weiter versuchen, Kontakt zu den Vermissten aufzunehmen. Angehörige der Bergleute, die vor der Grube Crandall Canyon bei Huntington ausharrten, verfolgten die neuen Ereignisse voll Verzweiflung.

Neben dem Versuch, die eingeschlossenen Bergleute unter Tage zu erreichen, haben die Einsatzkräfte bislang drei Löcher gebohrt, um mit Kameras einen Einblick in die eingestürzte Grube zu erhalten. Am Donnerstag begann eine vierte Bohrung im Bergwerk. Die Arbeiten an einem Tunnel, durch den die Bergarbeiter geborgen werden könnten, kommen nur langsam voran.

Ob die seit dem 6. August in rund 500 Meter Tiefe verschütteten Bergleute noch am Leben sind, ist ungewiss. Von den Bergleuten gibt es seit dem Einsturz der Mine kein Lebenszeichen. Falls sie den Einsturz überlebt haben, haben sie genug Nahrung, Wasser und Sauerstoff, um mehrere Tage lang zu überleben, teilte das Unternehmen unmittelbar nach dem Unglück mit.

DPA/AP/Reuters
 
 
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