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5. Mai 2009, 11:30 Uhr

Neuer Schweinegrippe-Fall in Deutschland

Ein Mann aus Sachsen-Anhalt hat sich im Mexiko-Urlaub mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert. Unterdessen warnen Forscher vor den Gefahren der Massentierhaltung: Vor allem die Nähe von Schweine- und Geflügel-Zuchtstationen sei gefährlich.

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Forscher warnen: Massentierhaltung fördert gefährliche Mutationen von Viren© Karl-Josef Hildenbrand/DPA

Die Schweinegrippe hat Sachsen-Anhalt erreicht: Das Robert-Koch-Institut bestätigte am Dienstag erstmals die Erkrankung eines Patienten aus dem Landkreis Harz. Der Mann war Mitte der Vorwoche von einer Mexikoreise zurückgekehrt und hatte sich am Wochenende mit Grippe-Symptomen zum Arzt begeben. Da der Krankheitsverlauf vom Arzt als sehr mild eingeschätzt wurde, musste der Mann den Angaben zufolge nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Inzwischen konnte das Gesundheitsamt auch die Kontaktpersonen ermitteln. Bei ihnen wurden keine Grippe-Symptome festgestellt.

Jetzt 1269 Schweinegrippefälle

Die Zahl der weltweiten Schweinegrippefälle ist bis Dienstagmorgen auf 1269 gestiegen. Wie das EU-Zentrum für Seuchenbekämpfung in Stockholm weiter mitteilte, entfielen 107 Erkrankungen auf europäische Länder, 9 davon auf Deutschland. Am Montag hatte die Gesamtzahl der weltweiten Infektionen die 1000 überschritten.

Angesichts der weltweiten Ausbreitung warnen mehrere Forscher vor der Entstehung von Pandemien im Zusammenhang mit der Massentierhaltung. Die große Zahl von Tieren auf engem Raum fördere nicht nur die schnelle Übertragung und Vermischung von Viren, sondern auch deren Mutation, berichtet das amerikanische National Institute of Health - das größte klinische Forschungszentrum der Welt. Es bestehe die Sorge, dass eine Erhöhung der Zahl von Schweineanlagen in der Nachbarschaft zu Geflügelanlagen die Entwicklung der nächsten Pandemie weiter vorantreiben könnte.

Mexiko kehrt allmählich zur Normalität zurück

Unterdessen beginnt sich nach tagelangem Stillstand das öffentliche Leben in Mexiko wieder zu normalisieren. Nach dem Nationalfeiertag am Dienstag sollten die Geschäfte am Mittwoch wieder öffnen, wie Präsident Felipe Calderon am Montag ankündigte. Die Wiederaufnahme des Unterrichts an Universitäten und Oberschulen wurde für Donnerstag in Aussicht gestellt. Grundschulen und Kindertagesstätten sollen am 11. Mai wieder öffnen.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
wilfriedsoddemann (05.05.2009, 15:32 Uhr)
Influenza primär durch Trinkwasser ausgelöst
Unstreitig verbreitet sich die Schweinegrippe sekundär von Mensch zu Mensch. Schweinegrippe ist weit verbreitet. Schweinebestände sind, wie in Fachkreisen bekannt ist, jahreszeitlich unterschiedlich mit 30% (Sommer) bis 80% (Winter) mit Influenza durchseucht, auch in Deutschland.
Aber: 10.000 bis 20.000 Influenza-Tote je winterliche Influenza-Saison sind gelogen. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland so gut wie keine labordiagnostisch nachgewiesenen Grippetoten! Akquisition für Impfstoffe und Tamiflu! Der Schnelltest kostet rund 15 Euro und kann in jeder Arztpraxis innerhalb von 20 Minuten durchgeführt werden.
Die Influenza kann durch kaltes Trinkwasser primär ausgelöst werden. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Trinkwasser muss frei von Viren sein.
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
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