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28. April 2009, 21:29 Uhr

Schweinegrippe offenbar in Deutschland

Noch ist es nur ein Verdacht auf Schweinegrippe, doch die Ärzte bezeichnen ihn als "hochgradig": Der "Financial Times Deutschland" zufolge wurde bei einer Hamburgerin ein Grippevirus vom Typ H1N1 nachgewiesen. Zu diesem Typ gehört zwar auch eine gewöhnliche Grippeart, doch daran scheinen die Ärzte nicht zu glauben. Derweil melden die Behörden in New York, dass womöglich Hunderte Kinder infiziert seien.

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Sorge vor der Schweinegrippe: In Deutschland häufen sich die Verdachtsfälle, noch ist allerdings keiner bestätigt© Jarno Mela/AFP

Die Schweinegrippe scheint Hamburg erreicht zu haben: Ein entsprechender Verdacht hat sich am Dienstagabend in Hamburg erhärtet. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" wurde bei einer jungen Frau im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) eine Infektion mit einem Grippevirus vom Typ H1N1 nachgewiesen. Zu diesem Typ gehört außer der Schweinegrippe zwar auch die aktuell zirkulierende gewöhnliche Grippe. Allerdings halten die Ärzte diese Variante offenbar für unwahrscheinlich.

Die Patientin war am Wochenende aus Mexiko eingetroffen. "Sie passt in das Raster", der Verdacht auf Schweinegrippe sei "hochgradig", sagte Stephan Günther, Leiter der Virologie des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. Sein Institut untersucht die Proben derzeit. Welche Variante die Patientin hat, soll nach UKE-Angaben am Mittwochmittag endgültig feststehen.

Nach UKE-Angaben war die Patientin über Düsseldorf nach Hamburg zurückgekehrt. Sie sei nach ihrer Ankunft im UKE sofort isoliert und eingehend untersucht worden. Eine abschließende Bestätigung der Verdachtsdiagnose steht noch aus, sagte die Sprecherin. Die zuständigen Behörden seien aber umgehend informiert worden. Die Frau sei sofort mit den entsprechenden Medikamenten behandelt worden. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.

In Deutschland werden derzeit auch in Bayern und Nordrhein-Westfalen weitere Menschen mit Verdacht auf Schweinegrippe untersucht. Beide Bundesländer meldeten jeweils drei Verdachtsfälle. Einer der drei Betroffenen aus Nordrhein-Westfalen lebe im Sauerland und sei schon vor Wochen aus Mexiko zurückgekehrt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf. Im Kreis Recklinghausen steht zudem ein aus Mexiko heimgekehrtes Paar unter Quarantäne. Ein Schnelltest sei allerdings bereits negativ verlaufen, sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Ulrike Horazek.

Die bayerischen Behörden nannten keine Einzelheiten zu den Verdachtsfällen in ihrem Bereich. Alle Betroffenen warten aber noch auf endgültige Testergebnisse.

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder betonte, auch wenn sich der Verdacht einer Infektion bestätigen sollte, würde es sich zunächst nur um Einzelfälle handeln, die schnell diagnostiziert und wohl auch erfolgreich behandelt werden könnten.

Während die deutschen Verdachtsfälle noch überprüft werden, ist das Virus nachweislich von Mexiko per Flugzeug in zwei weiteren Ländern eingetroffen: Neun Studenten und ein Lehrer aus Neuseeland sowie zwei Israelis wurden positiv getestet. Damit erreichte die Schweinegrippe nach Europa auch Asien und die Pazifikregion.

In New York möglicherweise Hunderte Kinder erkrankt

In den USA stieg die Zahl der bestätigten Erkrankungen auf 68. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind nicht alle Infizierten in Mexiko gewesen, einige haben sich also vermutlich in den USA angesteckt. Am Dienstagabend meldeten die Behörden, dass in New York möglicherweise mehrere Hundert Schulkinder an Schweinegrippe erkrankt sind. Es handele sich um Schüler einer Privatschule im Stadtteil Queens, sagte der Leiter der städtischen Gesundheitsbehörde, Thomas Frieden. "Hunderte waren krank mit Symptomen, die höchstwahrscheinlich Schweinegrippe sind", sagte Gesundheitsreferent Thomas Frieden. Alle diese Fälle seien aber "mild verlaufen, jeder erholt sich wieder".

Bürgermeister Michael Bloomberg erklärte allerdings, auch viele Lehrer und Familienmitglieder hätten sich angesteckt. Das habe eine schriftliche Befragung an dem Gymnasium ergeben. Allerdings werde nicht jeder Einzelfall getestet. Künftig wolle man sich auf die schweren Fälle konzentrieren. Die Zahl der offiziell bestätigten Fälle in New York war am Dienstag von 28 auf 45 gestiegen.

Zur Bekämpfung der Krankheit beantragte das Weiße Haus im Kongress 1,5 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro). Das Geld soll vor allem dazu benutzt werden, die Produktion und Lagerung von Grippe-Impfstoff und anderen Medikamenten zu beschleunigen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Er betonte, dass es nach Ansicht von Präsidenten barack Obama derzeit keinen Grund zu gesteigerter Sorge gebe; die Maßnahmen gehörten aber zur umsichtigen Vorausplanung angesichts der bedrohlichen Krankheit.

Im Bundesstaat Kalifornien rief Gouverneur Arnold Schwarzenegger den Notstand aus. Er betonte allerdings zugleich, es bestehe kein Anlass zu Alarmismus. Die Ausrufung des Notstands ermöglicht, zusätzliche Gelder für die Bekämpfung der Krankheit bereitzustellen.

Das Schweinegrippe-Virus springt seit dem Wochenende von Kontinent zu Kontinent und hält immer mehr Länder in Atem. Im Ursprungsland Mexiko sind allem Anschein nach schon mehr als 150 Menschen an der Schweinegrippe gestorben, fast 2000 Verdachtsfälle werden zurzeit noch geprüft. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO ist eine Eindämmung des Virus derzeit kaum möglich.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
REINI2 (29.04.2009, 18:20 Uhr)
Untätige POLITIKER!!
UNTÄTIGE POLITIKER.... bringen mehr Menschen um, als schwerste Krankheiten!
Ein HOCH auf dieses Lobbyisten- Pack!!
Hier zum lesen...
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„Die im Krankenhaus erworbenen Infektionen (nosokomiale Infektionen) stellen noch vor den Gefahren einer pandemischen Influenza und HIV-Infektionen die größte Bedrohung dar.
Mindestens 50 000, eher 100 000 Tote in Europa bedeutet dies pro Jahr,
betonte der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Dr. Klaus-Dieter Zastrow heute in Berlin zu Beginn des 9. Internationalen Kongresses der DGKH. „Unverständlich ist angesichts dieser Zahlen die Untätigkeit der Politik, für eine ausreichende Zahl von Ärzten für Hygiene in den Krankenhäusern zu sorgen", betonte Zastrow.
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„Wir haben eine drastische Zunahme Antibiotika-resistenter Krankheitserreger zu verzeichnen. So ist der Anstieg von MRSA auf über 20 Prozent der nachgewiesenen Staphylokokken und die steil nach oben zeigende Kurve in deutliches Warnsignal, dass wir in Sorge um die Gesundheit unserer Patienten nicht vernachlässigen dürfen."
Auch die wirtschaftlichen Ausfälle durch zusätzliche Krankenhaustage und ausfallende Arbeitskraft gehe in die Mrd. Euro, betonte Zastrow.
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„Es reicht nicht aus, einen ‚Hygienebeauftragten' einzusetzen, wir benötigen bestens ausgebildetes Fachpersonal, wie den Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin und Hygienefachpflegekräfte in ausreichender
Zahl in unseren Krankenhäusern.
http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/3059/417/
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WARUM schreibt der STERN nicht über diese TATSACHEN??
WARUM muss ich das tun??
wilfriedsoddemann (29.04.2009, 06:58 Uhr)
Schweinegrippe primär durch Trinkwasser ausgelöst
Unstreitig verbreitet sich die Schweinegrippe sekundär von Mensch zu Mensch. Aber: Schweinebestände sind, wie in Fachkreisen bekannt ist, jahreszeitlich unterschiedlich mit 30% (Sommer) bis 80% (Winter) mit Influenza durchseucht, auch in Deutschland. Die Influenza kann durch kaltes Trinkwasser primär ausgelöst werden. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Ultrafiltration des Trinkwassers für 0,50 Euro je Person und Monat ist erforderlich.
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
enzovommaifeld (29.04.2009, 00:27 Uhr)
vllt ja doch ernst zu nehmen??!!
Grippewellen sind schon immer mal um die Welt gewandert uund die Medien machen mal wieder ne menge Wirbel. Aber mein Gott, die Jornalisten verdienen ihre Brötchen mit der Panik mache. In der Zeitung steht leider nicht drinn, dass man nicht alles glauben sol, was da drinn steht, weil das würden dann auch alle glauben.
Springen wir mal aus der Zeitung raus. Die moderne Medizin ist in vielen Fällen einfach immer noch darauf angewiesen sich bei der Heilung von Krankheiten auf das gesunde natürliche Immunsystem usw. des Menschen zu verlassen. Jeder Arzt kann ne Wunde wieder zu nähen, aber wenn sich so ein Virus vorher da rein setzt, kann man manchmal nur noch den Arm oder das Bein abschneiden. weil das Virus ist nur eine Hülle mit einer DNA, kein Lebewesen, das kann man nicht töten, wie eine wespe, einen Löwen oder ein Bakterioum, das Virus lebt nicht es existiert nur. Wir können nur unsere tollen neuen schwarzen im weißen Haus unterstützten und uns mit unserem Lebensuhrsprung der DNA, den Genen beschäftigen und weiterhin jeder Problem lösen, damit die Zeitungen bald auf der zweiten Seite schreiben, dass es ein neues Medikament gegen Schweinepest gibt und auf der dritten, was es kostet.
Noch ein Schlusswort: ich lese jeden morgen zuerst die letzt Seite der Zeitung
mr_s (28.04.2009, 23:58 Uhr)
@Angel_of_Mercy
genau... und wer hat eigentlich Flora und Fauna vor dem Virus Mensch gewarnt? Keine Sau...
eric111 (28.04.2009, 23:50 Uhr)
panikmache
Der Virus kommt. Stimmt! Aber wieso steht in deutschen Zeitungen nicht, dass sich dieser enorm abgeschwächt hat? Nicht was die Anzahl angeht, jedoch gibt es außerhalb Mexikos keine Toten zu beklagen. Der erste Infizierte Eurpoas, ein Mexikostudent der nach Spanien zurück kehrte, hat das Krankenhaus bereits wieder verlassen, gilt als geheilt. Wäre doch auch ne Meldung wert, oder? Aber nein, es wird eine Seuche heraufbeschworen, wo es ernsthafte Anzeichen gibt, dass die Schweinegrippe bei der Verbreitung von Mensch zu Mensch deutlich abschwächt.
Angel_of_Mercy (28.04.2009, 23:14 Uhr)
Und selbst wenn
6 Millarden Menschen an der Grippe sterben, ich denke die Erde wirds verkraften.
mr_s (28.04.2009, 22:41 Uhr)
Noch ist es nur ein Verdacht ...
EBEN!!!
Bremer-Alexander (28.04.2009, 22:09 Uhr)
na wer verdient diesmal?
Na welcher Pharmakonzern macht bei diesem Paukenschlag das große Geld?
Wann beginnt die Propaganda dass man sich ganz ganz schnell impfen lassen sollte, lieber vorbeugend denken usw.
Wann müssen die Schafe alle zum Onkel Doktor rennen?
Und was ist aus der Vogelgrippe geworden ? ... da haben doch auch alle einen Affentanz gemacht... siehe BSE, Maul und Klauenseuche usw.
REINI2 (28.04.2009, 21:56 Uhr)
Vorsicht... der VIRUS kommt......
Klappt ja suuper! Keine Finanzkrise mehr, keine Betrüger und Lügner in Wirtschaft und Politik! Wo ist die Wirtschaftskrise??
WEG!
Anstatt Vogelgrippe jetzt Schweinegrippe! Tamiflu... das Medikament gegen die Vogelgrippe hilft jetzt anscheinend auch gegen die SG!
Vielleicht kommt auch das Verfallsdatum näher und man muss das Zeug los werden!??
Helfen tut es auf alle Fälle der Pharmaindustrie! Die werden sich dumm und dämlich verdienen!
Wie blöd ist die Welt eigentlich?
Grippeepidemien hat es schon immer gegeben. Impfstoffe dagegen nur sehr beschränkt. Viel wissen nicht mal, dass es ein Unterschied ist ob man einen Virus, oder ein Bakterium zu bekämpfen hat. Viren können schneller mutieren, heißt sich verändern... tarnen und täuschen.
Wo wir wieder bei Politik und Wirtschaft wären. :-))
Die Medien machen wieder mal die WELT verrückt! Jeder Körper hat ein eigenes Schutzsystem.... wer zu schwach ist, der hat es leider schwer.
Es gab schon Millionen Tote bei „normalen“ Epidemien. Meist sind es Länder in denen Hygiene klein geschrieben ist.
Nur.... muss man jetzt schon alle verrückt machen? Aber klar, wer angst davor hat gegen die Politiker und Wirtschaft auf die Straße zu gehen.... der hat vor allem anderen auch Angst! Also Leute... versteckt euch und kauft Schutzmasken.
Hilft leider nicht wenn das nächste AKW in die Luft fliegt... aber vielleicht Tamiflu? :-))))
GMAUSW (28.04.2009, 21:49 Uhr)
Bin mal gespannt
Ich bin mal gespannt, ob die Panikmache-Journalisten im nächsten Herbst wieder soviel Theater machen, wenn abzusehen ist, dass allein in Deutschland über den Winter hinweg mehr als 5000 Menschen wegen "ganz normaler, üblicher" Grippe sterben werden
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